Sprudelnde Geldquelle

Lorenz von Stackelberg: Einsicht statt Verdruss; Kommentar 18. April

Sehr guter Kommentar, Herr von Stackelberg. Sie treffen genau den Punkt in dieser Sache, nur leider wird Ihr hervorragender Kommentar wohl ungehört bei den Verantwortlichen verhallen. Warum? Weil es schon seit langem bei den Städten und Kommunen Usus ist, mit den Einnahmen aus den Geschwindigkeitskontrollen einen nicht unerklecklichen Anteil an den jeweiligen Haushalten zu bestreiten. Längst gehören diese Gelder zum festen Budget in Stadt und Land und man rechnet fest damit Jahr für Jahr. Dabei interessiert es natürlich niemand bei der Auswahl der Messplätze, ob es sich um reale Unfallgefahren-Schwerpunkte handelt, wichtig ist nur dass die Penunze gleichmäßig hoch in die Kassen fließt. Je breiter und gerader die Ein- und Ausfallstraßen oder Autobahnen sind, desto besser eignen sie sich als sprudelnde Geldquelle für die klammen kommunalen Kassen. Nein, wenn man nur an neuralgischen Unfallschwerpunkten blitzen würde, käme doch nichts zusammen, da wären ja kaum die Blitzerkosten gedeckt. Also heißt es, klotzen und nicht kleckern, und das geht eben nur wenn man schön großflächig überwacht. Ich würde mir wünschen, wenn man auch bei der sonstigen Vergehens- bzw. Verbrechensbekämpfung so genau hinschauen würde, wie bei der Verkehrsüberwachung, aber damit ist halt nicht so gut Kasse zu machen und was interessiert schon die Sicherheit der Bürger.

Helmut Deuter Höhenkirchen-Siegertsbrunn

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