Wir brauchen keine Ratingagenturen mehr

Tod der Ratingagenturen? Tod den Ratingagenturen! Die Ratingagenturen haben wieder zugeschlagen:

Neun Euroländer wurden herunter- gestuft, darunter Frankreich und auch Österreich, eines der gesündesten Länder Europas überhaupt. Das kommt einem Selbstmord der Agenturen gleich, oder aber sie müssen geschlossen werden und auf immer verschwinden, bevor sie unsere komplette Weltwirtschaft zu Grunde richten. Mr. President Obama, es ist soweit! Sie müssen handeln. Sie können keine Minute mehr zuwarten. Sie müssen sofort alle Ratingagenturen wegen des Verdachts der Insidermanipulation schließen und die Verantwortlichen einlochen. Sie müssen die Welt befreien und das Joch der Ratingagenturen endgültig und für immer abschütteln. Nur so können Sie die Weltwirtschaft noch retten. Wir brauchen keine Ratingagenturen, diese wurden geschaffen, als noch Nachrichten lange Wege und viel Zeit brauchten, um sich überall zu verbreiten. Heute ist das alles anders. In unserer globalen Welt mit der Vernetzung des Internets werden sich die Märkte, die Banken, der Handel und die Wirtschaft auch ohne die mutwillige Gängelei der Ratingbosse abstimmen und durch Angebot und Nachfrage einpendeln. Spekulationen mit Luftgeschäften werden zerplatzen und unmöglich werden. Die Wirtschaft wird sich nach einem kurzen Schock schnell wieder erholen. Deutschland hat man unberührt gelassen. Trotzdem ist es höchste Zeit, dass Merkel und Sarkozy Obama auffordern, endlich Schluss zu machen mit der Knebelung der gesamten Welt durch ein paar größenwahnsinnige Kapitalisten, die in ihren Milliarden von Dollars noch immer nicht erstickt sind. Es darf keine Zeit verloren gehen, auch der Euro-Rettungsschirm könnte, bevor er sich endlich entfalten kann, wertlos zu Boden flattern und in Flammen aufgehen.
Frank Steinhofer
Pähl


Der Vorstoß der amerikanischen Agentur Standard & Poor’s zur Abstufung von neun Eurostaaten löste in Brüssel und in den betroffenen Ländern heftigen Protest aus. Besonders in Frankreich, das um seine positive Haltung zum Euro bekannt ist. Nicht nur in Frankreich aber ist man über die willkürliche Abstufung des Euro erbost, auch in Österreich. Aber das mag mit der politischen Lage des Landes zwischen Italien und Ungarn zusammenhängen, es bleibt aber ebenso fragwürdig. Auch anderen Euroländern drohen schlechtere A-Noten. So hatte Bundesfinanzminister Schäuble gelassen auf mögliche Abstufungen reagiert und meinte, dass man Ratingagenturen nicht überschätzen sollte. Es wäre dagegen sinnvoll, an eine europäische Ratingagentur zu denken und nicht die Aufgabe einer ausschließich amerikanischen Agentur zu überlassen. Standard & Poor’s sollte vor der eigenen Tür das Desaster wegfegen, ehe sie gegen europäische Staaten einen offenen Krieg führt.
Georg A. Trzetziak
Greiling

„Au revoir, AAA“; Politik 14./15. Januar

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