Schwierige Prognosen

Maximilian Heim: Bundestag wird größer und teurer; Politik 1. September

„Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn es um die Zukunft geht.“ Alle seriösen Wahlforscher kennen diesen Satz. Im Münchner Merkur darf – 24 Tage vor der Bundestagswahl – eine Wahlprognose natürlich nicht fehlen. Unter der Überschrift „Der Bundestag wird größer“ hat Maximilian Heim diese Prognose geliefert. Der Autor geht davon aus, dass es zwanzig Überhänge geben könnte, die dann ausgeglichen werden, sodass am Ende nicht etwa 638 bis 648, sondern viel mehr – nämlich 660 bis 670 Volksvertreter in das Berliner Parlament einziehen würden. Der Ausgleich wäre also viel größer als der Überhang. Außerdem deutet Maximilian Heim an, die CDU könnte bei insgesamt steigender Zahl der Mandate als Partei trotzdem 50 Sitze einbüßen. Auch könnte die CSU in Bayern auf 47 % der Zweitstimmen absinken, sodass die Landesliste nicht mehr zieht und der Spitzenkandidat und Listenführer, Joachim Herrmann, nicht in den Bundestag einziehen würde. Das alles ist jedoch wilde Spekulation. Am Wahlabend werden wir wissen, ob da stimmt.

 Dr. Manfred C. Hettlage München 

Da stellt sich erst die Frage, muss das sein? Der Artikel gibt keine Antwort, nimmt es als Gott gegeben hin. Es muss nicht sein!! Sogar sehr einfach. Der Vorschlag fällt sicher einer Reihe von Leuten schwer auf die Füße. Ob der Merkur den Mut hat? Im Artikel abgehandelt sind die entscheiden- den Zweitstimmen und Überhangmandate. Diese Mandate dienen allenfalls der sicheren und teuren Versorgung der Wasserträger in der zweiten Reihe. Mit der Zweit- stimme entscheiden wir, die Wähler über den eigentlichen Regierungsauftrag! Die logische Folgerung. Suchen sie sich einen Direktkandidaten im hinteren Wahlfeld für die Erststimme aus. Die Regierungsbeteiligung verändern sie um kein Promille! Da aber die Überhangmandate auf den ersten Plätzen des Wahlzettels entschieden werden, können sie diese leicht mindern. Wenn für die größeren Parteien andere Überlegungen als der Regierungsauftrag wichtig sind, müssen wir Wähler die Größe des Bundestags bestimmen! 

Aicher Alois Taufkirchen/Vils

Angeblich oder sehr wahrscheinlich vermehren sich diese Abgeordnete, wie die Karnickel auf 670 Personen. Zur Info, falls es noch nicht jeder gelesen hat, hier der Wahlrecht-Experte Behnke, „Der Bundestag wird durch zusätzliche Abgeordnete nicht besser. Er wird nur teurer. Und das ist natürlich eine Verschwendung von Steuermitteln, ein Mandat soll Schätzungen zufolge pro Legislaturperiode zwei Millionen Euro kosten“ Das ganze beschädigt auch die Glaubwürdigkeit des Parlaments, so der Politologe Behnke. Hier wird der Bürger wieder vera….., den dieses Wahl-System ist bewusst undurchschaubar gemacht worden, weil es nicht um Volksvertretung geht sondern nur noch um lukrativen Lobbyismus. Darum interessieren mich diese Wahlbarometer oder Wahlberichterstattungen bzw. Selbstdarstellungen von diesen Lobbyisten im kompletten Bezahlfernsehen oder wo auch immer nicht im geringsten, da es in der Vergangenheit zig Beispiele gegeben hat, wie unglaubwürdig dieses ganze Polittheater geworden ist. 

Nikolaus Ruml Markt Schwaben

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