Für Wehr- und Zivildienst

Christian Deutschländer: Ein Fehler – irreparabel; Kommentar 1. März

Natürlich sollte die Wehrpflicht wieder eingeführt werden, ohne genügend Personal können Fahrzeuge, Geräte und Material nicht gepflegt werden, wie es in der Bundeswehr seit Abschaffung der Wehrpflicht diesbezüglich aussieht, kann man ja sehen. Gerade für offenbar verwöhnte junge Leute wie Herrn Markus Kramer könnte gerade die Bundeswehr ein Ort sein, wo man Zusammenhalt mit den Kameraden lernen kann. Dem Jammern von Herrn Kramer darf ich entgegen setzen, dass ich selbst als Wehrpflichtiger Anfang der 60er-Jahre nur 63 DM und nach der Grundausbildung 69 DM erhalten habe. Auch wir waren in Achtmannzimmern untergebracht, Ordnung uns Sauberkeit für die Allgemeinheit hat keinen geschadet. Wir haben die Ermordung von Kennedy in der Kaserne erfahren, anschließend hatten wir genügend Zeit, über die Notwendigkeit der Bundeswehr nachzudenken. Ein Wohlfühlheim für verzogene Muttersöhnchen ist die Bundeswehr sicher auch heute nicht, uns und sehr vielen meiner Bekannten hat die Wehrpflicht sicher nicht geschadet, sondern Zusammenhalt und Hilfe für den Nächsten gelehrt. 

Konrad Hörl senior Wolfratshausen

Ihr Betrag hat wieder einmal das Thema auf den Punkt gebracht! Wir hatten eine Landesdelegiertenkonferenz in Mindelheim als damals noch Verteidigungsminister zu Guttenberg eröffnete, dass die Wehrpflicht ausgesetzt wird. Begründet hat er es damit, dass 1985 noch 65 % und 1995 nur 16 % Wehrpflichtige eingezogen wurden. Das war für mich Grund genug um meine These – schon vor vielen Jahre – nochmals in Erinnerung zu bringen. Ich hatte damals schon mehrfach vorgeschlagen, dass die Kreiswehrersatzämter und Zivildienststellen zusammengelegt werden sollen. Denn wer nicht Wehrdienst ableistet, soll Zivildienst leisten! Die Antwort des Herrn Guttenberg war, der Wehrdienst ist im Grundgesetz verankert und der Zivildienst nicht. Meine Antwort: Das Grundgesetz wurde wohl noch nie geändert? Bei einer Landesdelegiertenveranstaltung in der Hanns-Seidel-Stiftung in München ging es um die Reduzierung der Bundeswehr. Unser damaliger Landesvorsitzender Christian Schmid (Staatssekretär im BMVG) hatte vorgeschlagen mindestens 200 000 Mann seien dringend notwendig und nicht wie BMVG beabsichtigte 160 000. Ok es wurden dann 175 000? Denn mit den Auslandseinsätzen werden jeweils drei Kontingente benötigt. Und Auslandseinsätze der Bundeswehr vermehren sich. Jeweils ein Kontingent – Vorbereitung ein weiteres Kontingent im Auslandseinsatz und wieder ein Kontingent zur Nachbereitung des Auslandeinsatzes. Des Weiteren fehlen ebenfalls Reservisten im Bedarfsfall. Denn die Reservisten, die jetzt zur Verfügung stehen würden, sind ausgeschiedene Zeitsoldaten und pensionierte Soldaten.

 Gotthard Hollrieder Peiting

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