Christian Ude, das wird nie was

„Umfrage: Bayern-SPD fällt unter 20 Prozent“; Politik 10. Januar

Dass der „Berliner“ Sigmar Gabriel einmal die Wahl Christian Udes zum bayerischen Ministerpräsidenten als einen Wahlsieg der SPD feiern könnte, obwohl Ude dann von den Freien Wählern ermöglicht worden wäre, ist für die FW-Fürsten etwa in Markt-Schwarzadelshofen eine abwegige Vorstellung. Deshalb wird Hubert Aiwanger sich niemals ernsthaft darum bemühen, dass seine zukünftige Fraktion vor dem „Roten“ auch noch einen roten Teppich ausrollt. Die „Freien“ würden ansonsten in Scharen zur CSU überlaufen. Christian Ude ist daher bei der nächsten Landtagswahl chancenlos. Was Ude hätte bedenken müssen, statt wie Hans Guck-in-die-Luft von einer Koalition mit der Aiwanger-Truppe zu träumen. Da er aber – andererseits und derzeit – der mit Abstand meistgeeignete Mann für die Funktion eines Vorsitzenden der bayerischen Sozialdemokraten ist, hätte er vor einem Jahr genau dieses Amt für sich erobern müssen. Um dann, um sich nicht lächerlich zu machen, das Amt des Chefs der Münchner Staatskanzlei erkennbar nicht anzustreben. Stattdessen – bei den kommenden Wahlen durchaus mögliche vier/fünf Prozentpunke mehr für seine Partei. Und anschließend, im Laufe der nächsten Zwischenwahlzeit, hätte er, mit all seiner Kraft die SPD endlich zu mehr oder weniger total neuen Ufern führen müssen. Als eine mit Berlin gerade noch freundschaftlich verbundene aber unabhängige bayerische LSU = Liberal-Soziale Union. Mit einer modernen Philosophie, einer Zukunftsvision, einem neuen und im gesamten bayerischen Volk, in einer „bayerischen Mitte“, mehrheitsfähigen Programm. Was Ude dagegen jetzt macht, das wird nie was.
Günter Woltmann-Zeitler
Arnbach

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