Leserbriefe

Alles dreht sich um Corona

Georg Anastasiadis:Schwarzer Donnerstag;Dirk Walter: Schulfrei– aber nicht lernfrei;Kommentare 13. März,Umgang mit dem Corona-virus; Leserforum 12. März

Ein Bericht auf Seite 3: normalerweise immer ein interessanter Bericht. Diesmal eine Horrormeldung, der subjektive Erlebnisbericht eines einzelnen aus Italien, ohne Ankündigung in der Überschrift, dass hier ein subjektiver persönlicher Eindruck über italienische Verhältnisse zu lesen ist, der einem das Grauen lehrt. Kein beruhigender Hinweis, dass wir in Deutschland besser aufgestellt sind. Kein Inbetrachtziehen, dass Leser hier nur verängstigt werden – und Angst ist eine schlechte Unterstützung des eigenen Abwehrsystems.

Maria-Luise Steiner-Muschiol

München


Derzeit haben wir in Bayern eine Notsituation und da wird heftig diskutiert, ob Schulen aufgrund des Coronavirus temporär geschlossen werden sollen. Wenn dies notwendig werden sollte, stellen sich aber doch einige Fragen: Sind die bayerischen Schulen gut genug ausgestattet, um Lehrern und Schülern ausreichend Anwendungen in den verschiedenen Fächern anbieten zu können? Stehen für sowohl Lehrer als auch Schüler ausreichend be- nutzbare PCs oder Alternativen zur Verfügung, sodass der notwendige Lehrstoff auch gesendet und abgerufen werden kann? Ist eine Zusammenarbeit gleichartiger Schulen und deren Lehrer vorgesehen und geplant? Möglicherweise braucht es nahezu immer eine vergleichbare Situation, bevor (auch digital) etwas in unseren Schulen so angepasst wird, dass wir es mit anderen Ländern aufnehmen können. Solange dies nicht der Fall ist, sollte über eine Verschiebung der anfallenden Prüfungen intensiv nachgedacht werden.

Dr. Hans G. Raasch

Lenggries


Zum Thema Hamsterkäufe: Kein Klopapier in den Einkaufszentren – für mich kein Problem, solange mein Merkur-Abo täglich noch im Briefkasten liegt. Hatten wir ja alles schon mal. Übrigens: In Australien hat ein Verlag seiner Zeitung einige Leerblätter beigelegt. Auch eine Idee.

Dieter Herfurth

Garmisch-Partenkirchen

Supergau! Was passiert eigentlich, wenn der Coronavirus in einem der großen Flüchtlingslager auftritt, wer nimmt dann überhaupt noch einen Flüchtling auf? Ich habe da so eine Ahnung.

Anna Niedermeier

Otterfing

Jetzt haben unsere Politiker wieder ein Einfahrtstor gefunden, um unsere zu viel bezahlten Steuern und Abgaben zu verschenken. Aiwanger für Autoindustrie, Söder für Firmen und Familien mit Kindern usw. Obwohl alle gut dastehen. Ich sehe doch jeden Tag bei meiner Bahnlinie alle Züge mit Vollladung. Nach den Politikern sind jetzt schon alle arm. Geld ist genug da, aber wir Bürger werden bisher nicht entlastet. Pfui Teufel noch mal.

Herbert Fiedler

Unterföhring

Sehr geehrter Herr Anastasiadis, zum ersten Mal bin ich hier nicht Ihrer Meinung. Die EZB unter Lagarde hat definitiv besonnener gehandelt als die EZB unter Draghi. Sie hat sich nicht in den Panikmodus versetzen lassen wie die Fed und die Bank von England und die Zinsen massiv gesenkt. In den USA und in Großbritannien gab und gibt es wenigstens noch Zinsen, nicht so wie in Euroland. Diese Zinssenkungen haben die Märkte auf keinen Fall beruhigt, sondern im Gegenteil die Panik verstärkt. Was hätte eine weitere Absenkung der Eurozinsen gebracht? Die ohnehin schon klammen Banken hätten noch mehr Verluste zu verkraften, bzw. müssten verstärkt die Bürger zur Kasse bitten. Das kann doch nicht in ihrem Sinne sein? Die zusätzliche Liquidität von 120 Milliarden Euro sollte doch ausreichen. Dazu gibt es noch extrem günstige Refinanzierungsmöglichkeiten (bis zu negativ 0,75 %), wenn Banken Mittel- und Kleinbetriebe weiterhin mit Krediten versorgen. Auch den Hinweis, dass die Politik am Zuge ist und nicht immer nur zuwartet, dass die Zentralbank die Kohlen aus dem Feuer holt, finde ich absolut richtig. Also: Bravo, Frau Lagarde!

Heinz Hrase

Anzing

Schön wie ein Schmuckstück, gefährlich wie die Pest: das Coronavirus. Der Mensch kann durch Kreuzung und Züchtung neue Arten hervorbringen. Ein vollkommen neuartiges Wesen, das dann aus sich heraus auch vermehrungsfähig ist, kann er meines Wissens nicht schaffen, ebenso wenig wie ausgestorbene Geschöpfe wieder herbringen. Wo kommt nun das Coronavirus her? Es taucht neu in der Schöpfung auf, also ist es Teil der Schöpfung, also geht die Schöpfung noch weiter. Was aber will der Schöpfer uns damit sagen?

Wendelin Rasenberger

Eichenau

Kitas und Schulen geschlossen, wer kümmert sich um unsere Kinder, wenn sie daheim bleiben müssen? Es gibt nur eine einzige Instanz, die das Problem zu bewältigen vermag: die Großeltern. Aber gerade die wollen wir doch schützen, vor der vielleicht tödlichen Gefahr bewahren? Liebe Kinder, wir sind zwar alt, multimorbide und in Gefahr, an einer eventuellen Corona-Infektion zu sterben, doch was ficht uns das an?

Eure Kinder sind ja (noch) nicht infektiös, also bringt sie uns, wir behüten sie ebenso, wie wir Euch behütet haben, nach dem Krieg und später. Wir fürchten nicht den eventuellen Corona-Tod, nur die Ausgeschlossenheit vom Leben: Ihr braucht uns – jetzt! Wir leiden sowieso schon an Bluthochdruck, Diabetes und Arthrose und sind Hochrisikopatienten, bei denen der Tod längst ums Haus schleicht, also bindet uns ein, wenn Ihr Probleme habt! Wir wollen Euch helfen, und wenn es das Letzte ist, was wir tun können.

Dr. Kurt Benzinger

Dietramszell

Die Experten sind sich einig, dass mindestens 60 % der Bevölkerung infiziert werden, solange es keine Impfung gegen das Coronavirus gibt. Optimal wäre es angeblich, wenn man es schaffen würde, diese Infektionen auf einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren zu verteilen. Eine einfache Rechnung ergibt für diesen Bestfall circa 70 000 Infektionen pro Tag und damit (bei einer angenommenen Sterblichkeitsrate von 2 %) 1400 Tote täglich – wohlgemerkt allein in Deutschland. Warum wird das bisher nirgendwo berichtet, sondern ständig darauf hingewiesen, dass kein Grund zur Panik besteht?

Hans R. Seel

Olching

Was machen eigentlich unsere CO2-Aktivisten? Alles im grünen Bereich, Greta ist happy. Das Coronavirus zeigt uns gerade auf, was mit Teilen der Wirtschaft, Flug und Tourismus passieren könnte, wenn man das umsetzt, was von den Grünen gefordert wird.

Harald Köppe

München

Herrn Hübner aus Isen wäre es wichtig, wenn Obst und Gemüse wieder von einer Obst-Fachverkäuferin verpackt wird, weil das Risiko der Bakterienübertragung geringer wäre. Egal ob ich ein verpacktes, von Käufern begrapschtes oder von einer Obstverkäuferin eingepacktes Obst kaufe, werde ich es vor dem Verzehr mit heißem Wasser abwaschen und mit Küchenkrepp trocknen. Das haben wir schon früher gemacht, als es noch Obst- und Gemüseläden mit Fachverkäufern gab. Vielleicht sollte er das auch so praktizieren, dann wäre er so einigermaßen auf der sicheren Seite.

Monika Kotter

Hohenlinden


Im Umgang mit Corona und seinen Folgen ist die Politik nur teilweise zu loben. Nun werden in Bayern ab Montag die Schulen, Kitas und Kindergärten geschlossen. Wer bitte kümmert sich denn ab diesem Zeitpunkt um die Kinder, wenn beide Elternteile berufstätig sind? Die Großeltern soll man ja schützen, weil die zu den Gefährdetsten zählen? Wo ist denn hier eine klare Aussage von Herrn Söder, dass die Eltern zu Hause bleiben können und ihnen weder arbeitsrechtlich noch finanziell ein Nachteil entsteht? Man hört zwar ständig, dass die Wirtschaft bzw. Unternehmen bei Verlusten großzügig unterstützt werden. Nur beim kleinen Mann erfolgt wieder mal keine klare Aussage. Für große Teile unserer arbeitenden Bevölkerung wäre es eine große Erleichterung, wenn hier eine klare Aussage erfolgen würde, dass es keinerlei negative Auswirkungen hat, wenn wenigstens ein Elternteil die nächsten vier Wochen bei den Kindern zu Hause bleibt. Das ist doch die logische Konsequenz, wenn eine solche Maßnahme getroffen wird? Oder wie stellt sich die Politik dies vor? Genauso verhält es sich mit der Kurzarbeit. Das bedeutet 25 % weniger Einkommen für jeden Kurzarbeiter. Wäre es hier nicht angebracht in dieser einzigartigen Situation, auch für die Arbeitnehmer einen adäquaten Ausgleich zu finden und nicht nur dauernd vom Ausgleich von Verlusten von Unternehmen zu faseln?

Helmut Schäfer

Kirchheim

Warum wartet man hier, bis es wirklich schlimm wird? Es ist schon seit ewigen Zeiten bekannt, dass vorbeugen besser ist als heilen. Das heißt, Schulschließung allgemein ist höchstwahrscheinlich das geringste Übel. Seit einigen Tagen habe ich recht intensiv die italienischen Nachrichten verfolgt – Italien wurde von dem Virus sozusagen kalt erwischt, es konnte sich lange ausbreiten, bevor man eine Ahnung hatte, was passiert. Die Schulen sind jetzt landesweit geschlossen. Leider organisatorisch bisher nicht so recht gelöst, jedoch didaktisch haben sie Beeindruckendes geleistet: Unter dem Namen „lezioni sul sofà“ – in etwa Unterricht auf dem Sofa – wird nicht nur normaler Unterrichtsstoff vermittelt, sondern es wurden Schriftsteller, Künstler, Illustratoren aufgerufen, Beiträge zu liefern, was dann geordnet nach Thema, Alter etc. ins Internet gestellt wird. Eltern und Lehrer sind natürlich eingebunden, also nicht allein gelassen. Habe einiges angesehen und gehört. Ich muss sagen, die Qualität, Vielfalt und die Größe des Angebots sind beeindruckend. Schaut euch was ab!

Natalie Johnson

Maxlried

Vergangene Woche wussten wir alle noch nicht, wie sich das Thema Coronavirus weiterentwickelt, nun aber ist jeder einzelne von uns gefragt, diese Pandemie zu verlangsamen ( Zitat Ministerpräsident, Markus Söder ). Dabei können uns Einmalhandschuhe auch sehr hilfreich sein, bei den täglichen Einkäufen usw. Wie es scheint, sind diese noch nicht vergriffen. Zusammenhalt & Zuversicht ist nun gefragt, und vor allem keine Panik. Mit vereinten Kräften bekommen wir das hin!

Jenny Schröfele

Murnau am Staffelsee

China jetzt als Vorbild für die Meisterung der Corona-Krise zu preisen, mag formal richtig sein, zumal das Land inzwischen auch seine Hilfe anbietet. Aber: War es nicht die chinesische Stadt Wuhan, in der die Epidemie, die inzwischen zur schicksalhaften Pandemie geriet, erstmals zuschlug? Als ein mutiger Arzt vor Ort sehr früh Alarm schlug und vor den verheerenden Folgen warnte, wurde er bei Androhung einer Haft mit einem Redeverbot zum Schweigen gebracht. Der junge Mediziner erlag kurze Zeit später selbst der Infektion mit dem Virus. Aus den deutschen Printmedien konnte man zu den Ursachen der Seuche entnehmen, dass das Virus über einen öffentlichen Markt in der Stadt Wuhan verbreitet worden sei. Schuppentiere, also Wildtiere, die in China gerne gegessen werden, hatten dem Erreger als Wirt gedient, wodurch er über die Nahrungskette in den menschlichen Organismus geriet. Wenn das stimmt, wo war dann eine Lebensmittelkontrolle, wie sie in modernen Zivilisationen selbstverständlich ist? Eine andere Version der Printmedien lautete: Das Virus sei durch einen Unfall bei der Herstellung biochemischer Waffen in einem Labor in Wuhan entkommen. Wie immer es tatsächlich gewesen sein mag. Ich kann in dem Ursprungsland der schrecklichen Seuche kein Vorbild sehen. Natürlich hat auch die moderne allgegenwärtige Mobilität, genährt durch den Tourismus und die internationalen wirtschaftlichen Verflechtungen, unausweichlich für die globale Verbreitung von COVID-19 gesorgt. Da kann Herr Trump in seiner grenzenlosen Selbstüberschätzung die USA noch so sehr gegen Reisende aus der EU verbarrikadieren, das Virus mit dem klingenden Namen Corona wird ihm das Gesetz des Handelns entreißen. Die Entwicklung dieser globalen Bedrohung nach Klimakrise und Umweltkrise führt uns mit aller Deutlichkeit vor Augen, dass die Macht der Natur, die sich jetzt neuerlich in dieser globalen Seuche manifestiert, auch Ohnmacht der Menschheit offenlegt. Wenn irgendwann diese harte Prüfung überstanden sein wird, wird unsere Gesellschaft nicht mehr dieselbe sein, die sie vorher war.

Karin Motz-Glasow

Schongau

Ich kann mich nur wundern über die stark um sich greifende Hysterie zum Thema Coronavirus. Damit für den Einzelnen die Gesundheitsvorsorge, sprich sein Immunsystem funktioniert, muss jeder für sich selber was tun. Das beginnt aber, genauso wie bei der normalen Influenza nicht erst dann, wenn sich der Virus schon ausgebreitet hat, sondern schon deutlich zuvor, nämlich im Spätherbst mit ein paar einfachen, gezielten Maßnahmen. Voraussetzung dafür ist, dass jeder seinen gesunden Menschenverstand einschaltet. Der scheint mir auf jeden Fall völlig zum Erliegen gekommen, wenn man sich vor Augen führt, was da in unserem schönen Bayernland und nicht nur da so vor sich gegangen ist. Es haben sich massenweise Schulklassen aus ganz Bayern in den Faschingsferien nach Südtirol zum Skifahren aufgemacht. Bereits damals war aber bekannt, dass es in Italien Coronafälle gibt. Anscheinend waren alle der Meinung, dass Südtirol nichts mit Italien zu tun hat. Auf das Skifahren in den Faschingsferien zu verzichten, wäre ein wesentlicher Aspekt in der Eindämmung des Coronavirus gewesen, das war aber offensichtlich niemandem bewusst. Ich frage mich sehr, warum die Menschen immer nur an sich und nicht an ihre Mitmenschen denken.

Jeder, der die Verantwortung für seine Gesundheit selber in die Hand nehmen möchte, kann mit ein paar einfachen Maßnahmen sehr wirkungsvoll zur Stärkung seines Immunsystems beitragen. Jeder kann zuhause auf der Fensterbank zum Beispiel Kresse ansäen, dafür braucht es nur ein Tütchen Kressesamen, einen Bogen Küchenkrepp und evtl. auch eine Keimbox. Zur Not tut es auch ein einfacher Teller oder ein Tonuntersetzer. Der Kressesamen wird auf das feuchte Küchenpapier gestreut und 3-4 Tage feucht gehalten. Kresse kann man aufs Butterbrot streuen, in den Salat geben, auf die Suppe streuen oder einen leckeren Kressequark damit anrühren.

Außerdem gibt es fast in jedem Supermarkt geriebenen Meerrettich und Sauerkraut, am besten frisch, oder auch aus der Dose. Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Joghurt oder Kefir und Salate mit Bitterstoffen wie unser leckerer Zuckerhutsalat vom Bauernmarkt regelmäßig genossen, tragen enorm dazu bei, dass sich die Darmbakterien wohlfühlen und führen zu einem gut funktionierenden Immunsystem. Dazu täglich ein Spaziergang an der frischen Luft. Auf jeden Fall tragen diese Maßnahmen wesentlich zu einem funktionierenden Immunsystem bei und nicht etwa ein Schiurlaub in Südtirol. Außerdem kommt das auch ganz wesentlich der Umwelt zu Gute. Dazu braucht es nach meiner Ansicht auch keine Demo der Fridays for Future, nur gesunden Menschenverstand und gezielt danach handeln.

Marianne Höllinger

Erding

Ich muss vorausschicken, dass ich die Problematik des Coronavirus nicht verharmlosen will - ich selbst bin als Mann über 60 in einer Risikogruppe mit weltweit 3 % Todesfällen. Viele Veranstaltungen werden in der letzten Zeit abgesagt - auch die großen Demos am Freitag von Fridays for Future (z.B. in München). Die (jungen) Veranstalter weisen auf ihre Verantwortung gegenüber der älteren Generation hin und den bekannten Auswirkungen gerade meiner und noch älteren Mitbürgern. Es ist plötzlich für den Krisenfall berechtigter Weise nahezu unendlich viel Geld verfügbar (125 Milliarden Euro von der EZB), tausende Flüge werden gestrichen, leere Autobahnen, kurz Einschränkungen im Verkehr werden zwar nicht begrüßt aber akzeptiert. Nebenbei nehmen wir zur Kenntnis, dass das auch der Umwelt Zugutekommt wie Bilder von chinesischen Millionenstädten beweisen. Warum so frage ich mich können wir Älteren nicht die gleiche Solidarität mit den zukünftigen Generationen zeigen? Die Auswirkungen der Klimakrise die zu erwarten sind werden offensichtlich, wenn auch (noch) nicht für alle greifbar wie Dürren, Stürme, Brände, kurz extreme Wetterbedingungen die jetzt schon erlebbar sind. Je länger wir warten desto größer werden die Konsequenzen sein sowohl was die persönlichen Umstände als auch was die Kosten betrifft und desto mehr müssen wir uns nicht mit der Abwendung sondern mit den Folgen eines geänderten Klimas beschäftigen. Die Coronakrise zeigt wir können umlernen und umdenken wir müssen es nur tun - auch hier in Freising.

Peter Helfert

Freising

Hier kann man Trump nicht kritisieren. Europa hat inzwischen mehr als 20.000 infizierte und damit genau so viele wie China. Der US- Einreise stopp in der Coronavirus-Krise hat bei der Europäischen Union Empörung hervorgerufen. Die USA verhängen wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus für 30 Tage ein allgemeines Einreise- Verbot für Menschen aus Europa. Trump sagte, die Maßnahmen seien nötig, die Gesundheit und das Wohlergehen der US-Bürger zu schützen. De facto habe die EU es versäumt, nach Ausbruch des Virus ein allgemeines Einreiseverbot für Reisende aus China zu verhängen, von China aus hatte die Pandemie dessen Ausgang genommen. Die WHO sei tief besorgt über das Ausmaß, der Ausbreitung und Schwere der Infektionen. Die Pandemie eine weltweite Krise. Man sagt, hinterher ist man immer klüger für die Bekämpfung der Pandemie. Corona könne nur besiegt werden. Wenn quasi auf internationaler Ebene zusammengearbeitet werde, dazu gehören die Meinungen, der Austausch von Experten.

Herbert Clasen

Obergriesbach

Anfang der Woche lese ich im Merkur „es bilden sich ja üblicherweise keine Schlangen vor deutschen Wahlkabinen“ (Peter Walg, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene). Doch, die sind üblich! Gerade bei Kommunalwahlen wenn der Wähler 80 Stimmen verteilt für den Stadtrat in München, dazu den OB und BA wählt. Das kenne ich aus 25 Jahren Erfahrung als Wahlvorstand. Nun findet die Wahl am Sonntag wie geplant statt. Vor ein paar Tagen lasen wir ja schon, dass das nicht gefährlicher ist als ein Einkauf im Supermarkt. Heute kündigt aber Herr Söder an, dass für die Stichwahl alle Wähler Briefwahlunterlagen bekommen. - Für die Wahl bei der nur noch ein Kreuz gemacht wird, um einen von zwei Kandidaten auszuwählen. Dann wenn es eh keine Wählerschlangen mehr gibt. Was ist das für ein hin und her? Wieso werden nicht für den ersten Wahlgang schon die Briefwahlunterlagen an alle verschickt? Das hätte schon vor zwei Wochen passieren können oder man macht es jetzt und verschiebt die Auszählung um zwei Wochen.

Matthias Wimmer

München

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