Leserbrief

Coronavirus – Gefahrenstellen kennen und danach handeln

Georg Anastasiadis:Schwarzer Donnerstag;Kommentar 13. März

In den Medien wird oberflächlich über den Stand und die Auswirkungen der Coronainvasion berichtet. Die Ursache dafür liegt darin, dass die ständig zitierten Experten selbst nicht wissen, wie es weiter gehen wird. Sie agieren im Blindflug, weil unsere chinesischen Freunde nur spärlich ihre Kenntnisse preisgeben. Berlin und die Experten haben wertvolle Zeit verstrichen lassen, allen voran die Kanzlerin. Erst gestern konnte Herr Söder seine Amtskollegen nicht davon überzeugen, gemeinsam einheitlich zu handeln Es gibt wichtige Hinweise und Erkenntnisse: Zum einen wurde das deutsche Gesundheitswesen kaputt gespart. Die Folge: Es stehen aktuell 5600 Beatmungsplätze deutschlandweit zur Verfügung; die restlichen 22 400 sind mit Intensivpatienten belegt. Alle Länder rund um China haben nach mehreren Virusausbrüchen aus China wie Vogelgrippe und SARS ihr Gesundheitswesen aufgestockt, mehr Laborkapazitäten, mehr Betten in Isolierstationen.. Der aktuelle Stand weist dort eine äußerst geringe Zahl von Coronafällen auf. Das am Beispiel Taiwan, wo 800 000 Bürger in China arbeiten. Südkorea hat mehr Corona-Tests gemacht als der Rest der Welt. Weitere Details auf nzz.ch. (Züricher Neueste Nachrichten). Gefahrenstellen im täglichen Leben müssen jedem bekannt sein, um das Infektionsrisiko zu reduzieren. Der Bericht vom 12.2.2020 im Münchener Merkur zum Thema Reinigung und Desinfektion in öffentlichen Verkehrsmitteln hat mich erschüttert. Um es einfach zu sagen: Egal ob Bus, S-Bahn, U-Bahn und sicher auch in der Eisenbahn wird nichts getan, was mit dem Begriff Desinfektion auch nur im Entfernsteten zu tun hat. Das ist unverantwortlich und muss sofort geändert werden, zumindest an den Kontaktstellen wie Türgriffe, Haltestangen, Türöffner usw.. Wenn die Verantwortlichen der Öffis die Gefahr verkennen, wo bleibt die Staatsregierung und ihr Krisenstab? Ein weiteres Risikothema heißt Einkaufen, insbesondere im Supermarkt. Die Einkaufswagen werden täglich von hunderten Kunden angefasst, eine erstklassige Infektionsquelle. Auch hier steht die Frage nach Desinfektion der Handgriffe. Und/oder wie ich es mache: Wer nicht hamstert, kann in einer größeren Tasche viel unterbringen. Damit sind wir beim Thema Kassiererinnen. Sie zu schützen ist schwierig. Hier kann nur ein Weg sein, möglichst großen Abstand zu ihnen zu halten und keinen Handkontakt beim Bezahlen /Restgeld herzustellen. Handschuhe sind ein generell zu beachtendes Thema, was auch seine Tücken hat. Meine langjährigen Erfahrungen mit Virusepedemien in Tierbeständen haben gezeigt, dass viele kleine scheinbare Puzzleteile dazu beitragen können, die Viren zu besiegen. Das erfordert komplexes Denken bei Verantwortlichen und diszipliniertes Handeln bei jedem Einzelnen von uns.

Dr.med.vet.Christoph Unterberg

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