Über den Umgang mit Flüchtenden

Georg Anastasiadis: Seehofer pur; Kommentar, Mike Schier: Seehofer hält an Transitzentren fest; Politik 11. Juli

Dass kein Segen auf dem Masterplan des Herrn Seehofer liegt, war zu erwarten. Die SPD, ob im Bund oder im Landtag, muss gut überlegen, wie sie denn in der Asylpolitik handeln will. Herrn Seehofer zum Sündenbock machen, das tun die Medien mit Genuss und auch seine eigene Partei, das ist unredlich. Wir brauchen Bewegung in dieser Frage und endlich ist es auch in Brüssel angekommen. Mal schauen! Was wir aber dringend brauchen, sind Politiker, die auch den Mut haben, der Bevölkerung unbequeme Wahrheiten zu präsentieren. Wir wollen nämlich nicht wahrhaben, dass der geschundene Kontinent Afrika, die Kriege im Nahen Osten Lösungen brauchen und Visionen, die wirklich helfen. Einer der uns darauf aufmerksam macht, ist unser Entwicklungsminister Müller. Für mich einer der anständigen Politiker. Noch zu der CSU mit unserem Ministerpräsidenten Söder: Ein Politiker der Populismus mit Populismus beantwortet, sprich Kreuze aufhängen lässt, ist für mich nicht wählbar. Wir werden sehen, wie im Herbst die Landtagswahlen ausschauen werden. Freut mich, wieder Kommentare von Herrn Anastadiasis zu lesen. 

Inge Glas Seeshaupt

Seehofer und kein Ende. Es gibt sicherlich auch viele Gründe, die aufzeigen, dass die Uhr von Frau Merkel abgelaufen ist. Was der Ober-Bayer Horst Seehofer allerdings abzieht, ist nur noch peinlich und fällt leider auch auf die Menschen in Bayern zurück. Den hat der Freistaat nicht verdient. Klar, die Aussicht, im Ruhestand mit der Eisenbahn zu spielen, sind nicht rosig. Das ist aber kein Grund ein ganzes Land in Geiselhaft zu nehmen und einen solchen Popanz aufzuführen. Politiker sollten hin und wieder auch Vorbilder sein und so ist es kein Wunder, dass dieses Vorbild häufig auch im Kleinen auf dem Land nachgelebt wird. So geht man nicht miteinander um! Der Größenwahn ist unerträglich und hat mit der Sache (Flüchtlingsproblematik) schon lange nichts mehr zu tun. Schade, dass man vielerorts schon wieder zur Tagesordnung übergegangen ist. Chris Dasch Saulgrub im Ammergebirge Zur 6 %-Partei CSU: Rechnen ist nicht die Stärke der Grünen und Linken Immer wieder ist in Interviews die Rede von der sechs Prozenten Partei CSU, die die Politik der Bundesregierung aufmischt mit dem schlechtesten Wahlergebnis innerhalb der Regierung. Dabei bleibt unerwähnt, dass die CSU nur in einem Bundesland angetreten ist. Würde man die Wahlergebnisse in Bayern der linken Parteien auf den Bund übertragen, so hätte die SPD mit 15,3 Prozent 2,45 Prozent, die Grünen mit 9,8 Prozent 1,57 Prozent und die Linken mit 6,1 Prozent 0,97 Prozent im Bund. Keine dieser Parteien wäre mit ihrem Wahlergebnis im Bund vertreten, da sie an der Fünf-Prozent-Klausel scheitern würden, nicht aber die CSU! Aber rechnen ist nicht unbedingt die Stärke dieses Politikerklientels. 

Harald Wagner Dachau

Wer mit Teilen dessen, was die AfD vertritt, liebäugelt, sollte bei den kommenden Landtagswahlen besser der CSU seine Stimme geben! Denn was auch immer über Horst Seehofer und die CSU geschrieben wurde, Parallelen zur AfD kann ich absolut keine erkennen - außer, dass so manches von dem, was Alice Weidel und Alexander Gauland an der jetzigen Regierung anprangern, inhaltlich mit der CSU übereinstimmt. Darüber hinaus genügt es den beiden jedoch offensichtlich nicht, mit sachlich untermauerten, gut formulierten Beiträgen zu überzeugen, nein, ihr Bestreben, Wähler für sich zu gewinnen, richtet sich auch an jene, die nur in Schwarz-weiß-Kategorien zu denken vermögen. Um diese zu gewinnen wird aus der eleganten, intelligenten und gebildeten Alice Weidel eine keifende, extrem populistisch argumentierende Frau und aus einem bei Bundestagssitzungen die politischen Fehler der letzten Jahre sachlich abarbeitenden Dr. Alexander Gauland ein hämischer, sich rhetorisch auf das Niveau des Mobs begebender Politiker. Dass beide nicht davor zurückschrecken, sich derartiger Mittel zu bedienen, hat für die CSU auch Vorteile, verprellt die AfD damit doch viele jener Wähler, die Teile ihrer Politik zwar befürworten, jedoch keinerlei Neigung verspüren, mit braunen Fanatikern in einen Topf geworfen zu werden. Weiß man denn, wie viel völkisches Gedankengut, käme die AfD an die Macht, möglicherweise noch zutage treten würde? Wer in Gesichtern zu lesen vermag, versteht, weshalb es mich beim Anblick eines Björn Höcke fröstelt.

 Annemarie Fischer Wielenbach

Minister Herrmann widerspricht sich selbst, wenn er im Fall Naaser Ahmad sagt, er halte nichts von einer Pauschallösung, wir müssen jeden Fall einzeln prüfen. Genau das ist ja, was wir Helfer beklagen, dass das generelle Arbeitsverbot eine Pauschallösung ist und eben nicht der Einzelfall geprüft wird. Man dreht sich’s halt, wie’s einem passt.

 Johannes Appelshoffer Moosinning

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wohin geht Italiens Reise?
Ingo-Michael Feth:Italiens Schuldenpolitik:So zerstört man Europa;Kommentar 13./14. Oktober
Wohin geht Italiens Reise?

Kommentare