Versuchte Nötigung

Til Huber: Die CSU sucht nach Ordnung; Politik 7. November

Per Antrag wollten Delegierte die Bundestagsabgeordneten zwingen, Merkel bei einer künftigen Wahl die Stimme zu verweigern. Ich kann diesen Delegierten nur zurufen: Setzen 6, schreiben Sie den Artikel 38 GG hundert Mal! Mir ist klar, dass man Abgeordnete mit der Drohung des Verlustes eines sicheren Listenplatzes nötigen kann, und das dies wahrscheinlich auch gemacht wird, aber dies so öffentlich, das ist eine Frechheit und Verhöhnung unserer Gesetze und der Leitkultur (eben Gesetze einzuhalten und dafür einzutreten). Wenn es den Paragrafen der versuchten Nötigung gäbe, müsste hier der Staatsanwalt einschreiten. Oh Erdogan, wie bist Du nah!

 Walter Amann Aufkirchen

Mit der reumütigen Hinwendung zur Kanzlerin Angela Merkel hat der CSU-Parteitag einen erheblichen Teil seiner konservativen Wähler ins politische Niemandsland geschickt. Eine CSU, die weiterhin Frau Merkel als Kanzlerkandidatin unterstützt, werden diese besorgten Bürger nicht wählen. Die AfD ist allein schon mit seinen irrealen Aussagen zur Wirtschaftspolitik in einem exportabhängigen Land nicht wählbar. Die freien Wähler sind im gegenwärtigen Zustand auch keine Wahlalternative, zumal kein Mensch weiß, für welche Politik sie stehen, außer dass sie unter größenwahnsinnigen Vorstellungen mit der CSU koalieren wollen.

 Franz-Xaver Thielmann Feldkirchen-Westerham.

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