Alle spähen aus

Cyber-Sabotage nimmt stark zu; Politik 5. Mai

Cyber-Attacken, hybride Kriegsführung und Internet-Kriminalität sind die Schlagwörter in der Presselandschaft. Der Präsident des Inlandsgeheimdienstes, Hans-Georg Maaßen, befürchtet gar die Beeinflussung der Bundestagswahlen, wie er sich auf einer Konferenz zur Cyber-Sicherheit in Potsdam äußerte. Die Urheber dieser Attacken sind unbekannt. Er beruft sich aber auf die Aussagen Dritter und nach deren Meinung ist der Urheber Russland, denn diese haben angeblich auch die US-Präsidentschaftswahlen beeinflusst. Was Herr Maaßen tatsächlich denkt, wird er der Öffentlichkeit nicht kundtun, aber dass die Politik der USA, nicht wesentlich davon abhängt, welche Partei den Präsidenten stellt, dürfte auch Herrn Maaßen bekannt sein. Wer in Deutschland Kanzler wird, ist zweitrangig, die Richtung wird in den USA vorgegeben und das können auch die Cyber-Attacken nicht beeinflussen. Das Ausspähen der E-Mails von Politikern dürften die Geheimdienste aller Nationen betreiben, oder glaubt jemand, dass sich die NSA mit dem Abhören, des Handys der Kanzlerin begnügt? Die hybride Kriegsführung ist weder neu, noch auch nur ansatzweise eine Strategie, die auf Russland zurückgeht. Dass Computer-Netzwerke gegen Cybersabotage geschützt werden müssen, sollte für die Verantwortlichen selbstverständlich sein. 

Erich Wochnik München

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