Schauspieler Dieter Bellmann verstorben

Schauspieler Dieter Bellmann verstorben

Opfer einer Dreckschleudekampagne

Martin Prem: Placebo mit Nebenwirkung; Kommentar, Wie Stickoxide zum Sündenbock wurden; Im Blickpunkt 31. Juli

Wie viel Umweltbelastung bewältigt ein Lebensraum? Wie viel kann man ihm zumuten? Was verträgt er? Wo hören seine Selbstheilungskräften auf und wann schlagen die negativen Veränderungen auf uns alle durch? Jeder vernünftige Mensch wird bei erreichen dieser Grenzen ein lautes STOP einfordern. Die Anwendung dieses Maßstabs müsste die Handlungsmaxime von Politik in allen Bereichen und auf allen Ebenen sein. Dies ist in der Politik noch nicht im nötigen Maß angekommen. Viele Nutzer der Lebensgrundlagen sind Getriebene einer unseligen Gier - je anonymer umso heftiger. Davor muss uns die Politik schützen! Neues braucht das Land. Neue politische Maßstäbe gegenüber den Pflichten der Industrie und allen Verbrauchern von Umweltgütern. Klare gesetzliche Vorgaben und die Überwachung der strikten Einhaltung der vorgegebenen Regeln und Werte. Wenn nötig auch konsequente, drastische und abschreckende Strafen gegenüber unwilligen Verursachern. Dazu braucht es aus bayerischer Sicht einen neuen, tatkräftigen und vor allem gradlinigen Ministerpräsidenten. Gerne aus der CSU. In Berlin braucht es einen neuen, vernünftigen Verkehrsminister. Dobrindt ist und war immer schon eine Fehlbesetzung. Mathias Wissmann (ehemals Bundesminister der CDU für Forschung und Technologie 1993, später Bundesminister für Verkehr 1993/98) vertritt und verteidigt heute als Präsident des Verbandes der Automobilindustrie die Gier dieses Wirtschaftszweiges. Diese ungute Nähe zu den Wirtschaftsbossen muss aufhören. Die Union hat fähiges, unverbrauchtes Personal - sie muss es nur zum Zuge kommen lassen. Eine tatkräftige Kanzlerin Dr. Angela Merkel muss dieser Aufgabe nach der Wahl eine sehr hohe Priorität schenken. Sie muss den „Laden“ ja irgend wann mal in einem guten Zustand übergeben. Das erwarten viele von ihr. Gerne nehmen wir den Erhalt und die Mehrung des Wohlstands für alle an, aber ohne diese massiven Beeinträchtigungen und Vergiftung unseres Lebensraums. Alles hat Grenzen. Hört auf immer auf den Profit zu schielen! 

Rudolf Brandl Erding

Das Kaperltheater um die Dieselverbote muss wohl mangels anderer Themen noch bis zur Bundestagswahl durchgehalten werden. Interessant und angstmachend, wie sich ein ganzes Volk auf der Straße und in Leserbriefen mit Häme und Gehässigkeit über ein Thema ausschütten kann, ohne die geringste Ahnung von Hintergründen zu haben mit der Überschrift: Schuld an allem ist Frau Merkel und die CDU mit ihren engen Verbindungen zur Autowirtschaft. Wär ja alles eher zum Lachen, wenn damit nicht der Wirtschaftsstandort Deutschland kaputt gemacht würde. Daran werden dann auch wieder die Politiker schuld sein. Man braucht halt für alles Sündenböcke. Tatsachen spielen da keine Rolle mehr. Trump lässt grüßen. 

Alfred Werth München

Endlich wird die Automobilindustrie in Deutschland unter anderem von der Politik und den Medien kaputt gemacht, es trifft aber auch die vielen Arbeitnehmer in dieser Branche. Hier sind die Techniker gefordert, sich Gedanken zu machen: Was kann man verbessern? Der ehemalige Innenminister Friedrich Zimmermann hat den Katalysator gegen die Umweltverschmutzung eingeführt, das war ein Riesenerfolg. Die Konstrukteure sollten sich mit dem Motor und der Mechanik, aber nicht mit der Software befassen. Die Chinesen stehen bereits Gewehr bei Fuß, um den Kfz- Markt zu erobern. 

Rudolf Fischer Germering

Anerkennung und Dank für diesen aufschlussreichen Faktencheck. Er hilft, sich ohne die sonst übliche mediale und politische Beeinflussung selbst eine fundierte Meinung zu diesem Thema zu bilden. Ich hätte noch ein weiteres Thema für die dritte Seite. Bitte klären Sie doch Ihre Leser aufgrund der bestehenden Datenlage auf, wie eine komplette Umstellung auf Elektroantriebe im Verkehrsbereich innerhalb des von bestimmten Parteien und Institutionen geforderten Zeithorizonts von 15 bis 20 Jahren möglich sein soll. In dieser Zeit wären alle Atomkraftwerke abgeschaltet, fossile Energieträger wären nicht mehr gewollt. Bliebe in Deutschland also außer Wasserkraft nur mehr die Solarenergie und Windräder. Rechnerisch bräuchte man nur für den Verkehr mehr als 100 000 neue WKA, Voraussetzung der Wind weht. Wie soll das alles gehen? Dies ist für viele Menschen ein großes Rätsel. Eine Recherche Ihrerseits hierzu wäre verdienstvoll und könnte gerne die komplette dritte Seite in Anspruch nehmen, der Kommentar auf Seite zwei käme noch dazu. Man kann gespannt sein. 

Dr. Uwe Temper Maisach

Es reicht aus, dass Amerika der deutschen Autoindustrie Milliarden an Strafen aus der Tasche zieht, sie dadurch schwächt und eigene Wettbewerbsvorteile sieht! Wenn man dann noch die Wut der Deutschen auf den Abgasskandal vernimmt, die Gier der Anwälte mit ihren Klagen liest, dazu die betroffenen Dieselfahrer Kapital daraus schlagen wollen, dann bekommt man den Eindruck, das auch die Deutschen ihren wichtigsten Industrie Zweig und unser aller Wohlstand zu nichte machen wollen! Und die Politik? War es richtig, die Emissionen unter das technisch Machbare zu setzen, dass man nur noch mit Schummeln den Absatzmarkt sichern konnte? Fahrverboten für Dieselfahrer? Wollen sie das Handwerk, Zubringer und Unternehmer mir allen Pendlern behindern? Und die Industrie? Was spielen die Kosten für einen größeren Harnstofftank bei Anschaffungskosten von 10- bis 50.000,- Euro für eine Rolle? Software zur Emissionssenkung scheint doch dazu sein, warum nicht schon früher? Wie sieht es mit Nachrüstsätzen für Dieselfahrer aus? Ich sehe keine Angebote? Was versteckt sich hinter NOx, wozu muss der Diesel noch herhalten, alle 10 Jahre ist er Opfer von Dreckschleudekampagne, dabei ist er immer besser geworden! Rußfilter, Katalysatoren, Software! Qualmende Diesel sieht man nicht mehr! Der Diesel ist hoch effizient, verbraucht weniger Treibstoff und hat eine lange Lebensdauer! Die Herstellung von Elektroautos erzeugen auch erhebliche Emissionen einschließlich Stromerzeugung! Aus Benziner kommt auch kein Sauerstoff! Deutschland, mach nur weiter so! 

Eberhard Schüler Inning

Das Ende des Verbrennungsmotors ist nicht aufzuhalten? Da bleiben aber viele Fragen offen. Wie ersetzt man: Flugzeuge, Schiffe, Landwirtschaftsmaschinen, Raketen, Panzer, oder Baufahrzeuge? Ich kann es kaum glauben, dass unsere Fachleute allen Ernstes die Probleme einer totalen Elektrifizierung der Motoren propagieren ohne ein praktikables Konzept darzulegen. Man stelle sich mal vor, wenn in Berlin alle 5 Meter in jeder Straße eine Steckdose installiert werden muss aber die Ladezeit zur Weiterfahrt 2 Stunden dauert. Da kann man keine Autofahrt mehr spontan ausführen. Wo sollen denn die ganzen Rohstoffe für die Batterien herkommen? Und wer glaubt, dass die übrigen 3 Milliarden Menschen auf diese Art der Mobilität verzichten kann, ist ein Narr. Meiner Meinung nach geht Elektro in der jetzig debattierten Art nur sehr bedingt und kann auf keinen Fall den jetzigen Verbrennungsmotor ersetzen. Es gäbe aber eine Alternative: Kein Elektroauto fährt 1.000 km in 8:21 Stunden! Doch, wenn es QUANTiNO heißt und einen Flusszellenantrieb hat. 

Wolfgang Teichmann Lenggries

Ausgerechnet zum Wahlkrampf probt unsere lobbygestützte Regierung den Suizid unserer Schlüsselindustrie. Will sie damit etwa von nicht minder gefährlichen und offensichtlich unlösbaren Problemen wie Asylrecht und Abschiebung ablenken? Oder hofft man gar insgeheim auf Lösungen dieser vordringlichen Aufgaben durch Rechts? Sind unsere Politiker so kurzsichtig, um nicht erkennen zu können (oder wollen?), dass sich ein Geschehen wie vor 33 wegen Unfähigkeit wiederholen könnte? Ist dies etwa der Grund, dass man erst nach diesen Attentaten feststellt, die Täter waren als Gefährder bekannt?

 Max Wagner Lenggries

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