Energiewende gescheitert

Tim Braune: Zähes Ringen um Ökostromförderung; Politik 1. Juni

Der Autor beschreibt anschaulich den heutigen Stand der Energiewende. Verbraucher und Wirtschaft bezahlen pro Jahr bis zu 24 Milliarden Euro an Subventionen für den Ausbau von Wind-, Sonnen-, Wasser- und Biomassestrom. Derzeit liegt der Ökostromanteil bei 33 Prozent. Auf unseren Strompreis schlägt sich das mit 6,35 Cent/Kilowattstunde plus Mehrwertsteuer nieder. Das bedeutet, dass bei 100 Prozent 22,7 Cent/Kilowattstunde an Umlage fällig sind. Ohne diese Subvention würde der Ausbau zum Erliegen kommen, wie die Erfahrungen des letzten Jahres deutlich gemacht haben. Der Strompreis steigt damit von 28 Cent im Jahr 2016 auf 43,15 Cent/Kilowattstunde. Es würden noch mehr Betriebe ihre Produktion ins Ausland verlagern. Die Belegschaften gingen auf die Straße aber es nützt nichts, die Arbeitsplätze sind verloren. Die Energiewende hätte davon nicht viel mehr als nichts, denn Strom macht weniger als ein Viertel des Energieverbrauchs in Deutschland aus. Wir bezahlen den höchsten Strompreis in der Welt für eine Viertelenergiewende. Was immer die Beschlüsse der Verhandlungen in Berlin über die künftige Ökostromförderung sein werden, alle werden das Gütesiegel tragen: Energiewende gescheitert, wir haben uns geirrt.

Jürgen Griessing Baldham

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