Entsprechende Mitsprache

Georg Anastasiadis: „Kaltgestellt“; Kommentar 4. Januar

Wenn Frau Merkel jetzt nicht auf den Tisch haut, macht sie die Deutschen zu den Hampelmännern Europas, zu Marionetten an den Fäden der Pleitestaaten, nur gut zum Geldabliefern. Durch ihren Erfolg beim Sparkurs-Gipfel hat Frau Merkel Rückenwind. Diesen muss sie nun rasch nutzen und zeigen, dass sie diese Rolle auch weiterhin ausfüllen kann. Mit zögerlichem „Durchwurschteln“ wie bisher (Professor Sinn, Münchner Merkur 30. Dezember) würde sie diese Führungsposition rasch verspielen. Jede Niederlage bietet auch Chancen: Frau Merkel kann jetzt als „Kompensation“ die Behebung übler Konstruktionsfehler der EZB fordern – zum Beispiel eine Gewichtung der Stimmen nach Beitrag. Sollte dies ohne Erfolg bleiben, ist es höchste Zeit für den Entschluss: „Wenn ihr uns nicht ein – unserem Beitrag – angemessenes Mitspracherecht einräumt, schaffen wir mit einer Auswahl anderer AAA-Staaten einen Elite-Euro“. Jürgen Stark wäre sicher ein geeigneter Direktor der Zentralbank von erfolgreichen Sparwilligen. Ein Lob noch dem Merkur, dass er den wieder hervorragenden Kommentar von Herrn Anastasiadis an die oberste Position stellt, damit unsere wirtschaftliche Zukunft durch das Theater um Herrn Wulff nicht wie auf der Titelseite in den Hintergrund tritt.

Axel Stark Gmund

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