Weitaus sinnvollere Methode

„Merkel und das weinende Mädchen“; Politik 17. Juli

Dass die Bundeskanzlerin in den sozialen Netzwerken beschimpft wird, weil sie nicht in Gutsherrenart Wohltaten am Gesetz vorbei verteilt, muss niemand verwundern. Diese Gesellschaft hat es wohl verlernt auch mal etwas auszuhalten und nicht jedes Einzelschicksal über das Gemeinwohl zu stellen. Wir leiden mit den Flüchtlingen, die es meist auf illegale Art (nämlich über sichere Drittstaaten) geschafft haben in unser Land zu kommen, überschütten diese mit unserer Willkommenskultur und wundern uns, dass dieses Verhalten im Zeitalter SMS und Handy in einer Sogwirkung weitere Flüchtlinge anzieht. Der Münchner Merkur berichtet auf der Titelseite über einen möglichen Anstieg der Asylkosten auf 4 Milliarden Euro für 2015/16 allein für das Bundesland Bayern- Tendenz weiter steigend. Zum Vergleich, der Etat für die gesamte deutsche Entwicklungshilfe beträgt für 2015 lediglich 6.5 Milliarden Euro. Es ist eine schreiende Ungerechtigkeit gegenüber den wirklich Armen in der Welt (die sich beispielsweise keine Schlepperdienste leisten können), wenn diese extrem hohen Asylkosten für relativ wenige Betroffene aufgewendet werden. Mit einem Bruchteil dieses Geldes könnte einem Vielfachen von Menschen direkt in den Herkunftsländern geholfen werden. Ich für meinen Teil unterstütze daher seit Jahrzehnten zahlreiche Hilfsprojekte in der dritten Welt und halte dies für eine weitaus sinnvollere Methode als mit hohem finanziellen Aufwand ungefiltert Sozial- und Sicherheitsprobleme nach Deutschland zu importieren.

Josef Sporer Seeshaupt

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