Nicht reformierbar

Mike Schier: „Gefährliche Signale“; Kommentar, 8. Januar

Eigentlich wollte ich mich zum EU-Chaos nicht mehr äußern, da ja alle fast schon alles gesagt haben. Leider zeigt Ihr Kommentar eine gefährliche Naivität wenn Sie meinen, Reformen von innen würden die zahlreichen Geburtsfehler der EU heilen können. Es gibt viele Hinweise, dass die EU nur durch Geld zusammengehalten wird. Sämtliche relevanten Verträge sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen, denn es gibt keine nachhaltigen Sanktionen, wenn gegen diese Verträge verstoßen wird. Griechenland oder die Flüchtlinge sind Zeichen dieses Totalversagens. Sie sprechen im Zusammenhang mit Solidarität Polen an. Auf Seite 4 des MM steht, dass Polen bereit ist, 100 (einhundert!!!) Flüchtlinge aufzunehmen. Wer soll wie hier einen Reformprozess in Gang bringen? Die Flüchtlinge sind eines der vielen Syndrome dieser EU. Übrigens kommt man ohne Pass, ohne Geld und ohne Fahrkarte leicht nach Deutschland. Wir haben das im Zug Bologna- München selbst erlebt, als zahlreiche Afrikaner in Österreich zustiegen, die dann erst in Rosenheim den Zug verlassen mussten. Die EU ist in der heutigen Form nicht reformierbar. Deshalb kann man nur hoffen, dass noch mehr Länder dieser schrankenlosen Zuwanderung Einhalt gebieten. Jürgen Schulz Planegg

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