Keine Empfehlung

Georg Anastasiadis: Jetzt wird’s teuer; Kommentar 21./22. Januar

Wie lange noch wollen Merkel und Schäuble diesem Handeln des Herrn Draghi zusehen? Beide haben bisher keinen Finger gekrümmt und schauen dem Treiben tatenlos zu. Die CSU sollte sich ernsthaft überlegen, ob sie mit diesem Gespann noch einmal in den Wahlkampf zieht. Dieser Zustand ist fortwährender, schleichender Betrug am deutschen Volk und keine Empfehlung für eine Wiederwahl. 

Johann Sievers-Paulsen Freising

Dass EZB Chef Draghi den jüngsten Inflationsanstieg von 1,7 % in Deutschland „nicht überzeugend“ findet, entspricht der Logik seiner Politik eines milliarden-schweren Quantitative Easing (QE), also einer Geldpolitik, nach der bis Ende 2017 nahezu 2.3 Milliarden Euro in den Finanzsektor und Wirtschaft der € Länder gepumpt werden. .Dieses Programm, das eigentlich im März 2027 auslaufen sollte, könnte ggfs. 2018 noch fortgesetzt werden falls das Inflationsziel von 2% in der gesamten Eurozone noch nicht erreicht sei.. Die durch die Geldschwemme ausgelöste Null Zinspolitik im Euro Raum wird also weiter bestehen. Die katastrophalen Auswirkungen auf die Sparer in den Nordländern der Eurozone, allen voran die Deutschen, die durch die de-facto Enteignung der Erträge auf ihre Ersparnisse inklusive der Lebensversicherungen, nun auch noch die inflationäre Entwertung ihres Kapitals tragen müssen, wirken weiter fort. .Ein Ausweichen auf Anlagemöglichkeiten zu besseren Renditen etwa in den $ Raum wird sich für die meisten Sparer verbieten, die das damit verbundene spekulative Währungsrisiko generell wohl kaum handhaben können. Den EZB Chef werden diese Auswirkungen seiner Politik auf Sparer in den stabilen Ländern der Eurozone nicht weiter interessieren. Er hält den Glauben an eine stabile Währung ohnehin für „pervers“ wie er den Deutschen kurz nach Amtsantritt vorwarf. Aber auch von Seiten der Bundesregierung ist keine Hilfe zu erwarten. .Finanzminister Schäuble darf sich über seine „schwarze Null“ freuen die er den. niedrigen Kosten für die Staatsverschuldung verdankt, die praktisch von den Sparer bezahlt wird. Dem Kommentar von G. Anastasiadis kann man nur Recht geben. Die Jahre der verbleibenden Amtszeit von Herrn Draghi bis 2019 werden für die Sparer teuer werden.

 Peter Hütz Krailling

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