Faszination des Barons

Georg Anastasiadis: „Vorerst abgemeldet“; Kommentar, Christian Deutschländer und Mike Schier: „Vorerst gescheiter“; Im Blickpunkt 21./22. Januar

Herr zu Guttenberg steht vorerst nicht zur Verfügung. Vor genau neun Monaten hat sich Freiherr Karl-Theodor zu Guttenberg, CSU-schwanger und beleidigt in die USA zurückgezogen und bald mitgeteilt er werde ein „Kind“ zur Welt bringen, also wahrscheinlich eine neue und bessere CSU. Was blieb seiner „bayerischen Majestät“, Horst Seehofer und seinem Hofstaat in München übrig? Der Faszination des Barons auf einen großen Teil des Wahlvolkes war man sich nur zu bewusst. Selbst eine relativ kleine Guttenberg-Partei konnte der CSU, in der Auseinandersetzung mit der Ude-erstarkten SPD, entscheidende Stimmen kosten. Um das zu verhindern musste man dem „verbannten Ritter“ wieder einen Platz an der heimischen Tafel, durch die oberfränkischen Gefolgsleute um Landrat Meisser, anbieten. „Machen wir!“ lautete die kurze, selbstbewusste Antwort von Herrn Karl-Theodor noch vor ein paar Tagen. Nun das überraschende Bulletin am 20. Januar 2012: Die CSU hat vorerst doch kein außereheliches Kind in Form einer Guttenbergpartei zu erwarten. Herr zu Guttenberg steht der CSU vorerst nicht mehr zur Verfügung.

Helmut Wilhelm Weiss Karlsfeld

Meine Güte – jeder Mensch ist fehlbar. Wichtig ist, gleich wieder aufzustehen – Franz- Josef Strauß hat es vorgemacht. Der jetzt schon beginnende Wahlkampf für Land- und Bundestag 2013 – ist das nicht die allerbeste Teststrecke dazu? Bayern mag beherzte Kämpfernaturen, besonders wenn sie auch noch gut reden können – wie zum Beispiel „der Schwarze Peter“ Gauweiler.

Hans Steidl Vaterstetten

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