Zur Flüchtlingsfrage

Tschechien hat sich bereit erklärt 2016 153 ausgewählte Flüchtlinge aufzunehmen. Gemessen daran wie viele Flüchtlinge Deutschland 2016 aufnehmen wird, sind das sehr wenige.

Man kann darüber anderer Meinung sein, sollte aber freilich dabei auch die schlechtere oder bessere wirtschaftliche Lage der jeweiligen EU-Länder berücksichtigen. Die oben genannte Auswahl bedeutet die Zugehörigkeit zur christlichen Minderheit innerhalb der muslimischen Mehrheit im angestammten Herkunftsland. Dort werden Nichtmuslime, vor allem Angehörige des Christentums, radikal verfolgt und der Aggression des islamischen Staates ausgesetzt. Ihnen hier in unserem – wenigstens in Resten – noch christlichen Abendland Asyl und Schutz vor Verfolgung zu bieten, sollte uns besonders am Herzen liegen, übrigens auch den Bischöfen und Geistlichen der Kirchen. Leider hört man speziell davon kaum etwas, was sicher zu einer großen Enttäuschung und Verunsicherung der geflohenen Christen führt. Insofern ist die Entscheidung in Tschechien verständlich. Es bewahrt somit sein eigenes Land vor den bei uns erst noch kommenden Streitereien und Gewalttätigkeiten quer durch alle Glaubensrichtungen der hier aufgenommenen Flüchtlinge: Sunniten gegen Schiiten, Islamisten gegen fast alle und alle zusammen gegen Christen. In Berlin ist das der Fall. Die dortige Polizeigewerkschaft fordert deswegen separate Unterkünfte für Christen; bisher ohne Erfolg. Es geht doch darum, Christen die der Gewalt des Islams entronnen sind wenigstens hier vor tätlichen Angriffen und Repressionen zu schützen. Das leistet Tschechien – auch im eigenen Interesse – durch die Auswahl wie oben angeführt.

Elisabeth Böhm Starnberg

Wie immer – der Kommentar von Herrn Anastasiadis zur politischen Lage in Berlin auf den Nagel getroffen. Aber was und wie auch immer unsere Nachbarstaaten wählen, die Lage in ihren Ländern werden sie auch mit einem Rechtsruck, der in Deutschland nur noch eine Frage der Zeit ist – nicht ändern. Woher sollen diese Parteien das zur Reform notwendige Geld hernehmen. Versprechen können sie alle -siehe Griechenland. Eine deutsche Dominanz ist bestimmt nicht das Allheilmittel - und Frau Merkels Leitkultur kann missverstanden werden - bis zum heutigen Tage haben unsere Nachbarn ganz gut damit gelebt. Sollte Herr Renzi in Italien die Leitfigur in Europa übernehmen wollen, ich bin überzeugt, viele Leser Ihres Kommentares sind meiner Meinung. Soll er das ruhig tun, aber bitte nicht nur den Mund aufmachen, sondern auch den Geldbeutel. Die ganzen Protestwahlen klingen fast etwas verzweifelt, sollte Deutschland aufgrund der Flüchtlinge pleite gehen, gäbe es keine Kuh mehr zu melken und nichts mehr zu verteilen. Und das wissen sie alle.

Josef Knauer Heimstetten

„Dieser Tage fallen Sätze in Europa, die aufhorchen lassen“, schreibt Herr Anastasiadis in seinem Kommentar. Wirklich? Das geht doch schon seit Jahren so. Es beruht auf einem grandiosen Missverständnis der politischen Klasse von Zypern bis Frankreich – dem „romanischen Gürtel der EU – und in EU-Osteuropa, das der italienische Ministerpräsident auf den Punkt gebracht hat mit der Bemerkung, Europa müsse 28 Ländern dienen und nicht nur einem, womit er Deutschland meinte. Herr Renzi sagte nichts darüber, was Italien und die anderen Staaten der EU für Europa leisten wollen und sollten, gerade in der aktuellen Krise. Dieses Missverständnis wird sehr gepflegt in den Krisenstaaten der EU, denn sie glauben allen Ernstes, Deutschland sei gefordert, ihnen allein zu dienen. Was hindert denn Herrn Renzi und die anderen politisch Verantwortlichen in Europa daran, ein erfolgreiches Gegenmodell zu Deutschland zu entwickeln und zu realisieren? In keinem Fall Deutschland! Die Rhetorik von Renzi, aber auch von Tsipras, Frau Le Pen und anderen ist eher Ausdruck von erbärmlicher Phantasielosigkeit und Neid, verbunden mit gefährlichen Illusionen.

Reinfried Brunsch Freising

Nur die amtierenden Politiker in Europa können mit verständlicher Politik und Strategie den Rechtsruck verhindern. Woher kommt der Rechtsruck in der politischen Landschaft Deutschlands ? Die etablierten Parteien sind nicht mehr in der Lage, eine vernünftige Politik zu betreiben und dem Bürger zu vermitteln, sowie deren Ängste zu verstehen. Das einfachste für unsere Politiker aus den etablierten Parteien ist, Andersdenkende als Pack zu bezeichnen. Es ist nicht legitim, pauschal 10-20% der Wähler in die rechte Ecke zu stellen. Diese Regierung mit Frau Merkel an der Spitze, hat bisher keine einzige, der ernsthaften Krisen final bewältigt. Haben wir nur noch ein Parlament von Papiertigern und Pappnasen? Jeder 2. Bürger findet die Flüchtlingspolitik von Frau Merkel falsch und der Bund mit Kanzleramtschef Altmaier versagt hier auf der ganzen Linie. Wir beteiligen uns an einem Krieg, der mit der eingeschlagenen Strategie nicht zu dem gewünschten Erfolg sondern zu noch mehr Toten in der Zivilbevölkerung führen wird und das, nur aus Solidarität zu Frankreich. Wir finanzieren Weiterbildung in unserem Land für junge Männer, die Frauen und Kinder in Kriegsgebieten zurückgelassen haben. Zu guter Letzt, sollen wir auch noch Mandate verlängern, sowie Bodentruppen Kriegsgebiete schicken. Wir hofieren Despoten wie Herrn Recep Tayyip Erdogan, hier heiligt der Zweck die Mittel, das ist eine Schande und einer Bundeskanzlerin unwürdig. Wohin solche Stellvertreter-Kriege führen, sieht man in Afghanistan, da sind wir bereits kläglich gescheitert. Warum gibt es, zu wirklich ernsthaften Themen kein Referendum, sind wir Deutschen zu dumm, in anderen Länder funktioniert es ja auch. Bei uns wird nur von einer Mittmachdemokratie gesprochen, aber die Politik handelt nach eigenem Gusto. Frau Merkel würde von 50 % der Bürger direkt zur Kanzlerin gewählt, aber auch nur, weil es trotz des mäßigen Niveaus nichts Besseres gibt, armes Deutschland. Außerdem schafft es die Kanzlerin, Deutschland zwischenzeitlich trotz Zahlmeister innerhalb Europas, mit ihrer fehlgeleiteten Politik zu isolieren. Bei uns lamentiert ein Großteil der Politiker im Bundestag nur herum, nickt aber letztendlich doch alles ab. Sie sind mit den eigenen Affären beschäftigt und kleben an Ihren Stühlen. In diesem Verein wird nur strategielos reagiert, anstatt mit Hirn zu agieren. Ist mit Herrn Schmidt wirklich der letzte große Politiker verstorben. Bei uns steuert die freie Wirtschaft und deren Lobbyisten die Politiker, weil diese Abnicker nicht mehr in der Lage sind, oder bereits mit ihren Gedanken in der freien Wirtschaft als Lobbyisten fungieren.

Karl Schönbauer Bad Wiessee

 

„Wir sind solidarisch“; Politik 24./25./26./27. Dezember, Georg Anastasiadis: „Meuterei gegen Berlin“; Kommentar 23. Dezember

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