Vor Nachteilen bewahren

Debatte um Flüchtlinge; Leserbriefe 11. März

Es gehört zu den wichtigsten Aufgaben einer Staatsregierung, das Land vor Nachteilen zu bewahren. Eine Durchmischung mit vielen Menschen fremder Kultur und Religion, ein Problem für die nächsten Jahrzehnte ohne eine Kenntnis, wie das ausgeht, steht zweifelsfrei über dem Asylparagraphen. Den übrigen europäischen Ländern mangelnde Solidarität vorzuwerfen, ist daher unzulässig. Eine humanitäre Lösung wird aber immer schwieriger, die vergangenen Fehler sind zu gewaltig. Ich schlage außerdem folgende Lösung vor, die bisher noch von keiner Seite angedacht wurde. Sie wäre nachhaltig, wenigstens ein bisschen humanitär und wahrscheinlich billiger: An der Grenze Türkei/Syrien wird ein zweiter Zaun in einem etwa 5 km-Abstand angebracht. In dieser geschützten Zone können komfortable große Zelte gebaut werden, außerdem Schulen, Infrastruktur etc. Dort könnten die jetzt vor der Grenze ausharrenden Menschen unterkommen, aber auch alle anderen Asylsuchenden. Sie brauchen keine fremde Sprache lernen, sich keiner fremdem Kultur anpassen und bleiben unter sich,. Hier können sie heimatnah bei offener Grenze zu Syrien ausharren, bis sie wieder zurückkehren wollen. Dies alles könnte mit europäischen Geldern geschehen, auch die Verpflegung könnte durch die vielen hilfswilligen Europäer organisiert werden. Das kostet sicher weniger, als weitere 3 Milliarden an die Türkei zu zahlen, dazu zigtausend neue Einwanderer aus der Türkei, wenn die Visumspflicht entfällt, von einem Beitritt der Türkei in die EU ganz zu schweigen.

Dr. Walter Goebel Seefeld

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