Angst und bange

„Ein großer Teil wird bleiben“; Politik 22. März

Nach dem schlechten Abschneiden der CDU bei den drei Landtagswahlen sollte Frau Merkel ihre verbissene Sichtweise in der Flüchtlingskrise überdenken. Warum? Immer mehr Wähler (nicht nur von der AfD) wollen endlich einen Kurswechsel. Ihr analytisches Denken überfordert wohl jeden realistisch denkenden Menschen. Sie hätte es schon vor Jahren anwenden sollen, wo die ersten Menschen im Mittelmeer ertrunken sind. Bereits damals hätten in der EU die Alarmglocken schrillen müssen, weil man die Katastrophe auf uns zukommen sah. In letzter Zeit ist sie ihrem Bruder von der CSU schon sehr entgegen gekommen. Natürlich nicht verbal. Dazu fehlt es ihr an Größe. Den Deal mit der Türkei, ein letzter Strohhalm, der ihr von einer Denkfabrik vorgeschlagen wurde, haben zunächst die EU-Herren (Damen) abgenickt. Die Flüchtlinge werden wie Tiere in die Türkei gekarrt, und dieselbe Anzahl kommt zu uns. Fragt sich, ob Brüssel noch immer nickt, wenn die 170 000 plus 72 000 aus der Türkei kommenden Flüchtlinge auch gerecht auf alle Länder verteilt werden sollen. Sicher trägt Deutschland wieder einmal die größte Last. So gesehen kann ich der Flüchtlingspolitik von Frau Merkel und ihrer Getreuen, den Herren Laschet, Altmeier, Kauder usw. in keinster Weise zustimmen, nicht weil ich zu dumm bin, sondern weil es mir um Deutschland angst und bange wird.

Carla Lorenz München

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wir meckern zu viel
Mike Schier: Land der Extreme; Kommentar 13. Februar
Wir meckern zu viel
Mit vorbildlichem persönlichem Einsatz
Sebastian Horsch: Schwer zu rechtfertigen; Kommentar 14. Februar
Mit vorbildlichem persönlichem Einsatz
SPD-Komödie
Georg Anastasiadis: Albtraum ohne Ende; Kommentar 14. Februar
SPD-Komödie
Ohnmächtig
Georg Anastasiadis: Keine Monarchie; Kommentar 13. Februar
Ohnmächtig

Kommentare