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Konstruktive Vorschläge erwünscht

Werner Faymann, Österreichs Bundeskanzler gibt Deutschland den ungebetenen Rat, die Flüchtlinge, die im Notlager Idomeni/Griechenland unter katastrophalen Umständen hausen müssen, direkt aufzunehmen.

Herr Kurz, sein Außenminister, sagt fast im gleichen Atemzug, die Aufnahme der Flüchtlinge aus Ungarn, die vor einem halben Jahr in einer ebenso verzweifelten Lage waren, sei ein Fehler gewesen. Nun könnte man sagen, na ja, sind halt Österreicher. Aber mit welcher Chuzpe sich hier Politiker eines Landes, das seine Grenzen für Flüchtlinge geschlossen hat, das sich am Aufbau und der Bewachung von Grenzzäunen in anderen Westbalkanstaaten beteiligt, an denen jetzt schon Tränengas gegen verzweifelte Menschen geschossen wird, und es nur eine Frage der Zeit ist, wann diese Abschottungsversuche die ersten Todesopfer fordern werden, und das auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle die Hilfesuchenden an seiner Südostgrenze einfach in Busse setzte, nach Bayern karrte und an unserer Grenze dafür sorgte, dass sie sich ja nicht verlaufen konnten, sich erfrechen, dem einzigen Land Europas, das in dieser Katastrophe hilft, solch zynische Ratschläge erteilen zu wollen, schlägt dem Fass den Boden aus. Mein Appell an Österreich: Sprüche lösen keine Notlage. Erforderlich ist solidarische Mitarbeit an einer im ersten Schritt europäischen Anstrengung, der dann eine Lösung auf UN-Ebene folgen muss. Konstruktive Vorschläge dringend erwünscht.

Hans-Georg Lanig Karlsfeld

Flüchtlingen, die in ihrer Heimat durch Mord und Totschlag von ihren eigenen Landleuten und Moslembrüder bedroht werden, muss geholfen werden. Schiiten und Sunniten schlagen sich gegenseitig die Köpfe ein und beten mehrmals täglich zum gleichen Gott Allah. Mittelalterliche Perversion könnte mancher erkennen. Unverständlich, vor allem nicht nachvollziehbar, fordern weder die Nochkanzlerin Merkel, Politiker aller Parteien, Medienvertreter noch Leserbriefschreiber, die superreichen ÖlmuItis auf, ihre jeweiligen Glaubensbrüder aufzunehmen, ihnen Schutz und Nahrung zu bieten. Ein Beispiel: Die Superreichen Saudis, waren selbständig nicht einmal in der Lage, ein Rohr in den Boden zu rammen um das schwarze Gold zu fördern, aber wir von Fanatikern als Ungläubige bezeichnet, sollen ihre sunnitischen Glaubensbrüder zu Lasten unserer eigenen Sozialbedürftigen versorgen. Diese Superreichen sitzen in ihren Rolls-Royce und drängen uns eine fremde Kultur auf, die sich nie integrieren will. Erdöl gibt es zurzeit im Überfluss. Warum stoppen wir nicht auf Zeit, den Import und Export mit diesen Ländern? Wir halten es aus, die nicht.

Heinz Tretter Deisenhofen

Tränengas gegen Flüchtlinge? Und das in Europa? Ist es das was wir wollen? Nacheinander machen die Länder die Grenzen dicht um nicht überrannt zu werden von den Menschen die aus ihrer Heimat geflüchtet sind. Es ist natürlich klar, das Deutschland nicht die Welt und auch nicht diese vielen Menschen retten kann. Das ist auch gar nicht die Aufgabe von Deutschland. Das ist eine echte Aufgabe für die EU. Hier zeigt sich der Zusammenhalt der einzelnen Länder und der Gedanke an Europa. Der ist wohl leider doch nicht so ausgeprägt wie immer vorgegaukelt wird. Jeder sucht nur seinen Vorteil und streckt die Hand nach Förderungen aus. Vielleicht sollte Deutschland hier mal seine Macht in der EU spielen lassen und die Zahlungen einstellen wenn die anderen Länder da nicht mitmachen. Die Flüchtlinge sind kein europäisches Problem. Europa und damit auch Deutschland sind die reichen Länder die für Flüchtlinge nur am einfachsten zu erreichen sind. Es gab ja schon Prognosen: Der nächste Krieg geht nicht mehr um Land oder Reichtum, sondern um Wasser und Essen. So wie die Bilder von der Grenze zu Mazedonien aussehen, sind wir da gar nicht weit entfernt. Und jetzt wird ausgerechnet eines der ärmsten Länder der EU, Griechenland, mit den Flüchtlingen alleine gelassen. Hier zeigt sich das wahre Gesicht Europas. Als es um die Rettung der griechischen Banken und damit dem eigenen Geld ging, wurde Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt. Jetzt wo es um Menschen geht muss man erst beraten. Die Wirtschaftspolitik der sogenannten westlichen Welt beruht seit Jahrhunderten auf Ausbeutung und Unterdrückung. Aber anstatt hier ein Umdenken stattfindet wird mit voller Kraft so weitergemacht wie bisher. Gerechtigkeit oder Nachhaltigkeit sind uninteressant. Es zählt nur das Geld. Die Welthandelsorganisation trägt ihren Teil dazu bei. Anstatt Länder oder Bevölkerungsgruppen zu schützen werden Großkonzerne geschützt. Grenzen einzelner Länder hatten und haben schon ihren Sinn. So können sich einzelne Kulturen schützen wenn sie es für nötig halten. Globalisierung und Freihandelszonen fördern ja die Ausbeutung der ärmeren Bevölkerung, billigst produzieren und dann teuerst verkaufen, das ist heutzutage das Geschäftsprinzip und wir machen alle mit. Auf die Schnelle kann man das nicht lösen, dafür braucht es wiederum Generationen. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre wenn einige Grundsätze gefasst würden. Das keinerlei Waffen oder Rüstungsgüter exportiert werden dürfen. Abfälle jedweder Art, auch wenn zum Recycling bestimmt, dürfen das Land nicht verlassen. Rohstoffe jeder Art dürfen das Land nur veredelt verlassen. Das erfordert ein weltweites Umdenken beim Umgang mit Ressourcen und auch untereinander und es wird manche Bequemlichkeit nicht mehr geben. Hierzu müssen alle Länder der Erde gleichberechtigt zusammenarbeiten, ob reich ob arm und ganz gleich wie man in der Geschichte miteinander umgegangen ist.

Peter Aust Gernlinden

Deutschland soll Flüchtlinge direkt nehmen; Politik 3. März, Flüchtlinge attackieren Grenzzaun; Titelseite, Lorenz von Stackelberg: Die Mission ihres Lebens; Kommentar, Zur Flüchtlingsdebatte; Leserbriefe 1. März

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