Flüchtlingsfrage: Es wird Zeit

„Christen als große Verlierer“; Leserbriefe 19. Februar, Werner Menner: „Syriens Christen fühlen sich vom Westen im Stich gelassen“; Politik 16. Februar, „Gewitterwolken über Stuttgart“; Politik 19. Februar

Dem Kommentar von Werner Menner und dem exzellenten Leserbrief der Andrea von Beaulieu Marconnay ist hinzuzufügen, dass nicht allein die Christen die großen Verlierer sind, sondern auch das europäische Judentum. In großen Zahlen wandern Juden aus dem „Einwanderungsland“ Frankreich aus – und das sicherlich nicht wegen einer Marine Le Pen. Merkels nicht demokratisch legitimierte (da weder vom Parlament gebilligt noch von der Bevölkerung gewollt) Proklamation einer Willkommenskultur gilt vornehmlich muslimischen Zuwanderern, also einer Implementierung des Islam und der Scharia besonders in Deutschland. Das spielt einem „Kalifen“ Recep Erdogan in die Karten und diesen Trumpf wird er bei Verhandlungen zur Bewältigung der Zuwanderungskrise gnadenlos ausspielen. Das freundliche Gesicht Merkels ist gegenüber den Migranten keineswegs mehr freundlich, gegenüber den Christen und Juden eher hässlich.
Dr. Karl Hermann Behrens
Dachau

Die Fehler bei der bisherigen Flüchtlingspolitik fallen den so weitsichtigen CDU-Spitzenkandidaten erst drei Wochen vor der Wahl auf. Ob da der Überblick wohl nicht auch für andere Themen fehlt? Klöckner und Wolf geht es doch nur um Machtgewinn, sonst nichts. Hier wird versucht, den Wähler zu täuschen. Bislang wurde nicht gehandelt, warum jetzt plötzlich? Zeit war doch genug. Man kann nur hoffen, dass der Wähler intelligent genug ist, um darauf nicht hereinzufallen.
Heinrich Lanz
Garmisch-Partenkirchen

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