Was bedeutet das noch?

„Landtag spricht Platzeck das Vertrauen aus“; Politik 15. Januar

Wenn ein Landtag seinem Ministerpräsidenten das Vertrauen ausspricht, was bedeutet das noch? Wird hier nicht dem Wahlvolk vorgegaukelt die Politik ist an allem unschuldig aber handelt immer Interesse des Volkes? Mit 55 von 87 anwesenden Politikern wurde Herr Platzeck das Vertrauen ausgesprochen. Wessen Vertrauen und wofür denn nun eigentlich Vertrauen? Ist das nicht nur ein weiterer Beweis für unsere „Politikdarsteller“. Früher wurden Pyramiden mit 100 000 Leuten organisiert und erstellt. Henry Ford schaffte es, die Autofertigungszeit von 12 Stunden auf 90 Minuten zu reduzieren. Großprojekte brauchen Ahnung von Projektmanagement. Ein Punkt im Projektmanagement ist die Risikoanalyse. Eine scheinbar billige Lösung kann schnell zu einem teuren Ende führen. Wenn man sich ansieht, wer heute in den Aufsichtsräten sitzt, so fragt man sich doch, welche Kompetenz ist noch gefragt? In den 70 iger Jahren erwirkte die Ölkrise ein Umdenken hin zur Verbrauchs- und Kundenorientierung. Mittlerweile ist eine Preis- und Qualitätsorientierung hinzugekommen. Durch die Globalisierung ist ein Hyperwettbewerb entstanden. Unsere Bundes-Politik ist mit zu vielen Juristen und Lehrern besetzt. Ist das noch zeitgerecht? Brauchen wir flexible Rhetoriker oder nicht doch vor allem kritische, sich weiterentwickelnde Fachleute, mit Praxishintergrund? Welches „Politische“ Großprojekt der letzten Jahre hat denn funktioniert? Kann denn ein Jurist ein wirklicher Finanzminister sein? Kann ein Arzt ein Wirtschaftsminister sein? Es würde doch kein Zahnarzt ein Blinddarmoperation anstreben? Wo sind wir hingekommen? Das Wahljahr 2013 ist ganz wichtig und kein Bürger sollte sich vor einer Entscheidung drücken.

Siegfried Wüst Mauern

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