Mit vorbildlichem persönlichem Einsatz

Sebastian Horsch: Schwer zu rechtfertigen; Kommentar 14. Februar

Einer der wenigen CSU-Minister, der ohne große Medienresonanz, aber mit vorbildlichem persönlichem Einsatz seit Jahren als Entwicklungshilfeminister weltweit versucht, die Not von Kriegs- und Klimaflüchtlingen zu lindern, ist Dr. Gerd Müller. Seine humanitären Einsätze in den Flüchtlingslagern in Afrika und im Nahen Osten zeigen der Welt ein ehrenwerteres Deutschland als das, was wir Wähler seit der Wahl im letzten Jahr mit einem unsäglichen Postengeschacher erleben. Dabei sind besonders wir Industrienationen mitverantwortlich für die Not und das Leid in diesen Ländern durch unsere Waffenlieferungen an die Kriegsparteien und die zunehmende Zerstörung der Lebensbasis in afrikanischen Gebieten durch die Klimaveränderung. Die in diesem Zusammenhang von CSU-Kreisen ins Spiel gebrachte Staatssekretärin Dorothee Bär hat außer ihrer Karriereplanung uns Wählern kaum eine geeignete Qualifikation für das dafür entscheidende Ministeramt in Berlin gezeigt, das der unsäglichen Not in den Flüchtlingslagern gegensteuern könnte. Im Gegenteil hat sie sich oft genug ignorant zu den möglichen Lösungsansätzen, zum Beispiel durch unabhängige Marktentwicklungen in Afrika, die Nutzung von erneuerbaren Energien und einer nachhaltigen Bildungspolitik gezeigt. Als Entscheidungshilfe für Frau Bär zu diesem Amt würde ich ihr dringend empfehlen, das Buch von Dr. Gerd Müller „Unfair! Für eine gerechte Globalisierung“ zu lesen. Auch den Parteifreunden in der CSU könnte eine solche Infoquelle zu einer gerechteren Bewertung der Flüchtlingsfrage durchaus helfen.

 Willi Kirchensteiner Markt Indersdorf

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