Dem Gleichgültigen ist alles gleich gültig

Georg Anastasiadis: „Raus aus der Schmollecke“; Kommentar 9. Dezember

Ich bin sehr einverstanden mit Ihrem klaren Kommentar. Lessings (bzw. Boccaccios) Ringparabel bestimmt unsere Islam-Sicht, schildert aber nur Nathans Überlebensstrategie unter dem intoleranten Sultan. Und das „paradiesische“ Kalifat von Córdoba? Christen und Juden ließ man leben, die Dhimma zahlen, den Judenstern tragen. Das war’s. Aber der organisierte Islam liebt unsere Islam-Märchen. Wer sich zum Evangelium hält, ist friedlich, und Untaten im Namen des Glaubens begingen Christen gegen ihre Religion. Anders der Islam: als arabisches Einigungs- und Eroberungsprogramm konzipiert, ist er gegen die Ungläubigen gerichtet. Ein Muslim kann seiner Religion gar nicht folgen, ohne bei uns Fremdkörper zu bleiben. Hut ab vor jedem friedlichen, ehrlich integrierten Muslim! Er ist es gegen seine Religion. Islam-Verbände in Europa wissen, dass Reformversuche („Euro-Islam“) saudische Finanziers von Moscheen und Imamen nur vergraulen würden. Und auch ohne Reform schützen die üblichen helldeutschen Keulen den Islam vor Kritik. Dessen Strategie trifft auf geschichts- und überzeugungslose Blauäugige, die weder „Biedermann und die Brandstifter“ noch die Ilias noch gar Koran und Hadithe kennen. Fast spaßig die Islamophilie der Grünen: Homophilie, Genderismus und derlei Veggies sind doch jedem gläubigen Muslim zuwider. Und die Kirchen („Religion des Friedens“)? Ihre Islamologen wissen doch, dass der Islam Frieden nur für die Gläubigen predigt, nicht für das „Haus des Krieges“, die Ungläubigen. Nach wie vor gilt: Dem Gleichgültigen ist alles gleich gültig. Und Blauäugigkeit kennt keine Obergrenze.
Dr. Kuno Hinrichs
Fürth

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