Europäisch organisiert

Helfer geraten in Seenot; Politik 18. April

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex hatte kürzlich den Einsatz der Rettungsschiffe privater Organisationen vor der libyschen Küste kritisiert. Diese Schiffe brächten wie Taxis die Flüchtlinge aus Schwarzafrika nach Europa. In Afrika planen etwa zwanzig Millionen arme Menschen ihre Überfahrt nach Europa, ohne dort je Aussicht auf Integration zu bekommen. Ist es denn Aufgabe dieser Privatschiffe wie „Iuventa Jugend rettet“ vor der libyschen Küste auf die Zuführung von Flüchtlingen durch die Schleuser-Mafia zu warten? Ich meine nein. Die Seenotrettung im Mittelemeer gehört europäisch organisiert. Private Vereine, die glauben Seenotrettung in die Hand nehmen zu müssen laden Schuld auf sich, weil sie immer noch mehr verzweifelte Menschen dazu verführen sich kriminellen Schleuserbanden anzuvertrauen. 

Friedrich Schell Bad Tölz

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