Geduld mit Griechen am Ende

Die Zukunft Europas ist nicht geeignet für den Wahlkampf. Europa darf nicht zurückfallen in die Zeit vor dem 25. März 1957.

Damals haben sich die Länder Frankreich, Italien, Deutschland, Luxemburg, Belgien und die Niederlande in Rom zusammengefunden, um zunächst, die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) auf den Weg zu bringen. Die Römischen Verträge sind der Beginn der Europäischen Union (EU). Die Demokratie Deutschlands hat durch die Abstimmung im Parlament für die Bereistellung erforderlicher Finanzmittel für das in Not geratene Griechenland eine Aufwertung erfahren. Ein dauernder Störfaktor bei der Konsolidierung Europas in der Währungskrise sind die US-Ratingagenturen. Sollten sich die USA nicht den Verdacht aussetzen, einen Wirtschaftskrieg gegen die EU zu führen, sind sie aufzufordern, die diffamierenden Aktionen der US-Ratingagenturen gegen die EU und ihre Natopartner in der EU zu unterbinden. Wir sollten nicht nur die Preisfrage stellen für die Rettungsmittel zur Hilfe in Not geratener Partnerländer in der EU, wir sollten dem gegenüberstellen, um wie viel teuerer uns ein militärischer Konflikt kommen würde. Wie gesagt, Europa darf nicht zurückfallen in einzelstaatliche Egoismen.

Heinrich Mühlhofer Steinhöring



Wie sagt Herr Sinn vom Ifo-Institut so schön eindeutig und grausam ehrlich: „Es ist egal, ob man die Griechenhilfe als Kredite oder gleich als Geschenke bezeichnet.“ Was er und so manch andere öffentliche Personen – wie auch Herr Weidmann von der Bundesbank – schon seit langem glaubhaft prophezeiten, wird nun Wirklichkeit. Der deutsche Steuerzahler muss nun tatsächlich für die unsäglichen Schlampereien der Griechen (Korruption, Steuerhinterziehungen vom großen Reeder bis zum kleinen Gastwirt – haben wir als Griechenland-Urlauber jemals einen Kassenbon vom Wirt bekommen?) zahlen. Man weiß als Wahl- und Wutbürger langsam wirklich nicht mehr, was man von den Taschenspieler-Tricks des deutschen Finanzministers halten soll. Aber wen soll man im nächsten Jahr wählen? Die SPD bzw. Grünen – nein, erst recht nicht, die wollen ja noch Schlimmeres: die Vergemeinschaftung der Schulden (Eurobonds). Wäre ich Politiker, dann wäre ich von Anfang an ganz anders in die Verhandlungen mit den Griechen gegangen. Als Grundvoraussetzung hätte ich Zwangsanleihen für die Reichen (dann würde es beim Schuldenschnitt die Richtigen treffen) und eine schlagkräftige Steuerfahndung gefordert. Die Kapitalflucht der Griechen ins Ausland unter Mithilfe griechischer Banken müsste rückwirkend besteuert werden. Wie kann man es dem deutschen Steuerzahler noch vermitteln, dass wir für die üblen Tricksereien der griechischen Politiker, Banken und zum Teil der Bürger nun bluten müssen?

Werner Lutz Rottach-Egern

Montagnacht wurden weitere 44 Milliarden Euro Hilfe beschlossen. Bereits am Donnerstag soll der Bundestag abstimmen; wissen die Abgeordneten eigentlich genau, worüber sie abstimmen?

Michael Wiontzek Germering

Der Bundestag scheint ein Narrenhaus: Schwarz-Gelb verteidigt offiziell weiteres Steuergeld für Griechenland, doch stimmen mehr und mehr Abgeordnete dagegen und verhindern so immerhin die Kanzlermehrheit. Bei Rot-Grün ist es umgekehrt: Eigentlich sei man gegen weitere Hilfen, aber man stimmt trotzdem der hemmungslosen Verschleuderung von Steuergeld durch die Regierung Merkel zu. Wen dieser sogenannten Volksvertreter soll man da noch wählen?

Dr. Gerhard Welzel Seeshaupt

Den Artikel über die Griechenlandabstimmung hätte sich der Merkur sparen können, das Ergebnis der Berliner EU-Erfüllungsgehilfen stand ja schon vorher fest. Nicht gelesen, nicht verstanden, Hauptsache deutsche Steuergelder versenkt. Genau diese Abnicker und Gesetzesbrecher werden spätestens in zwei Jahren (nach der Wahl) für einen Schuldenschnitt und den Bankrott der EU stimmen, alternativlos natürlich. Nichts verstanden, nichts gelernt. Nur die Liste der Abgeordneten die dagegen stimmten, oder sich wenigstens enthielten, ist interessant. Ich werde sie ausschneiden und bei den nächsten Wahlen berücksichtigen. Denn nur wer ein wenig Mut für Deutschland zeigt, hat auch eine Wählerstimme verdient. Kümmert euch um unser Land, unsere Bürger! Wir haben Probleme genug: Altersarmut, Energiekosten etc. Rettet erst Deutschland, dann die Welt!

Ernst C. Steinhilber Landsham

Zumindest haben wir noch einen weisen Bundesbankpräsidenten Weidmann mit dem richtigen Durchblick. Auf diesen sollten unsere unfähigen Volksverdummer Schäuble/Merkel besser hören und seine Entscheidungen, für die er zuständig ist, befolgen und nicht immer im Alleingang die Verarmung und Abschaffung Deutschlands vorantreiben und dem deutschen Volk somit weiterhin Schaden zufügen. Jetzt reicht es noch für die Butter aufs Brot, wer weiß, wie lange noch? Deutsche, wacht auf und denkt an eure Enkel, kämpft für sie, da diese durch laufende Fehlentscheidungen am schlimmsten betroffen sein werden.

Waltraud Solleder Nandlstadt

„Zwischen Eier- und Schleiertanz“; Politik 1./2. Dezember

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