Bestimmt kein Unglück

Alexander Weber: „Sehnsucht nach der Isolation?“; Kommentar, „,In or out‘“; Politik 24. Januar

Wie aus den Medienberichten hervor geht, will der britische Premier Cameron Vertragsvereinbarungen mit der EU eigenmächtig zum Vorteil seines Landes ändern. Sollten seine Vorstellungen kein Gehör finden, droht er mit dem Austritt aus der EU beziehungsweise will er in England dazu eine Volksabstimmung einleiten. Mir hat es von Beginn der Verhandlungen mit England schon immer missfallen, dass man versucht hat, England trotz überzogenen Forderungen in die EU zu bekommen. Daher halte ich es bestimmt für kein Unglück, wenn England die Gemeinschaft verlässt. Bei einer kostenneutralen Aufstellung, wird sich dann herausstellen, ob England von der Gemeinschaft mehr entnommen als eingebracht hat. In dem England die Weltmachtstellung verlorenen hat, sind Sie noch nicht so weit, sich in eine Gemeinschaft einzufügen. Hier heißt es, abwarten und Tee trinken. Denn die wirtschaftliche Entwicklung in der EU ist nicht mehr aufzuhalten. Auch für England wird dann der Tag kommen, wo sie ohne überzogene Forderungen in der EU mitwirken wollen. Es heißt so schön Europäische Gemeinschaft. Hier soll sich jeder Mitgliedstaat die Frage stellen, was kann ich für die Gemeinschaft einbringen und nicht, was kann ich für mich aus ihr herausholen, denn dass geht bestimmt auf Dauer nicht gut.

Josef Fenninger senior Weibhausen

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