Leserbriefe Corona

Große Verwirrung

Sebastian Horsch: Zu jung für den Pieks; Politik 27. April

„Zu jung für den Pieks“ - „ALLERDINGS!“ Die EU-Kommission beabsichtige 1,8 Milliarden Biontech-Impfdosen zu kaufen, weil nunmehr auch die 70-80 Millionen Kinder der EU geimpft werden sollen. Als Kinderarzt bin ich erst mal fassungslos. Man will massenweise („alle“) Kinder impfen mit einem Impfstoff, dessen unerwünschte Langzeitwirkungen völlig unerforscht sind? Das darf doch nicht wahr sein! Diese Kinder repräsentieren unser aller Zukunft. Mit Stand 26. März 2021 wurden europaweit 105 068 schwere Impfschäden berichtet, darunter 3350 gemeldete Todesfälle (Biontech 2007 Impftote, Moderna 734; Quelle: European Database of Suspected Adverse Drug Reaction Reports, EudraVigilance). Diese Zahlen mögen angesichts der Millionen Impfungen gering erscheinen. Hinzu kommt jedoch die noch unbekannte, weil unerforschte Zahl von Langzeitnebenwirkungen. Corona-Impfungen ohne Kenntnis der Langzeitwirkungen seien allenfalls bei Risikokindern zu erwägen, also etwa bei angeborene Störungen der Lungen-Herz-Kreislauf-Funktion oder des Stoffwechsels, so Stiko-Mitglied und Kinderarzt Prof. Fred Zepp. Politiker-Hände weg von den Kindern!

Dr. med. Hartmut Michels

Garmisch-Partenkirchen

Testpflicht für Geimpfte fällt; Reisebranche erlebt Aufschwung; Titelseite 27. April

Der Pfingsturlaub wird in Bayern wohl nicht möglich sein. Aber rund 100 Urlaubsziele können vom Münchner Flughafen ab sofort erreicht werden. Müssen wir wirklich in der weltweiten Corona Krise das Ausland subventionieren? Wir Vermieter dürfen nicht einmal geimpfte Stammgäste beherbergen, aber das Ausland darf an deutschen Urlaubern verdienen. Weiß die Staatsregierung eigentlich, was sie mit ihren halbherzigen Entscheidungen anrichtet? Täglich schreibe ich unzählige Mails und führe Telefonate mit unseren Gästen, die jetzt den gebuchten Pfingsturlaub bei uns stornieren, da es keinerlei Öffnungsperspektiven gibt. Dagegen können deutsche Urlauber im Ausland die Ferien verbringen (siehe Artikel „Reisebranche erlebt Aufschwung“) Wir bitten die Bayerische Staatsregierung die erlassenen Vorschriften noch einmal zu überdenken und das Beherbergungsverbot für geimpfte Urlauber aufzuheben! Die Lage der Gastronomen und Hoteliers spitzt sich zu, viele unserer Kollegen haben bereits die Pachtverhältnisse gekündigt. Will die Staatsregierung wirklich unsere Branche komplett zu Grunde richten? Wie lange will man uns noch alles verbieten? Keine Gäste in den Weihnachtsferien, keine Gäste in den Osterferien und jetzt auch noch keine Gäste in den Pfingstferien? Wir brauchen keine Öffnungsstrategie sondern ein verlässliches Öffnungsdatum! Das wäre für die Gäste und für uns Vermieter wichtig, da wir nicht ohne Vorbereitung einfach öffnen können. Wir brauchen mindestens eine Woche Vorlauf, unsere Mitarbeiter müssen eingestellt werden, sofern sie nicht schon längst in anderen Branchen einen Arbeitsplatz gefunden haben.

Veronika Ostler

Grainau

Marc Beyer: Zurück in die Freiheit; Politik 24./25. April

Erst werden alle zur Gleichheit und Solidarität verpflichtet. Und kaum ist die „Notbremse“ verabschiedet, diskutiert man über Erleichterungen? Bei allem Verständnis, aber bei einer Inzidenz von 160, die auf die vorgeschriebenen Schnelltest wie eine raketenhafte Beschleunigung des Inzidenzwertes wirken wird, müssen rein rechnerisch die positiven Tests und damit die Inzidenz ansteigen. Immerhin sollen über 40 Millionen Menschen ein- bis zweimal die Woche getestet werden. Für mich ist das Augenwischerei und die Einführung der Impfpflicht durch die Hintertür. Oder gibt es irgendeine Aussage, wann die Freiheitseinschränkungen für alle aufgehoben werden?

Raimund Bröskamp

Herrsching am Ammersee

Nun kommt er also doch - der versteckte Impfzwang für alle durch die Hintertür. Bar jeder guten medizinischen Praxis gilt als Genesen bei Frau Merkel jeder, der eine positiven PCR-Test zwischen sechs Monaten und 28 Tagen vorweisen kann. Damit ist aber nicht gesagt, wie hoch der Antikörpertiter ist. Und allein das ist ausschlaggebend, ob ich krank werde und Covid übertragen kann. Und so muss sich jeder Genesene, der in den Genuss von Lockerungen kommen will über kurz oder lang doch wenigstens 1-mal impfen lassen? Niemand würde eine von Röteln genesene Frau mit genügend Antikörpern im Blut als nicht immun bezeichnen und noch impfen. Ein PCR-Test kann falsch positiv oder falsch negativ sein. Es gibt in meiner Umgebung etliche, die eine hohe Antikörperzahl im Blut haben, obwohl sie nicht wissentlich krank waren und sich daher auch nicht PCR testen ließen. Oder die Erkrankung liegt 1 Jahr zurück und sie haben aber lt. Arzt genügend Antikörper. Bei jeder anderen Infektion zählen diejenigen zur Herdenimmunität. Auch bei der Impfung ist noch nicht bekannt, wie lange man immun gg. Covid ist. Andere Länder wie Island und Kroatien setzen auf die Untersuchung von vorhandenen Antikörpern und nicht auf einen PCR-Test für Erleichterungen. Würde man auf Titeruntersuchungen setzen hätte man außerdem ein wesentlich klareres Bild der Durchseuchung.Schade, dass sich nun doch so Einiges erfüllt was die Skeptiker von Anfang an befürchteten.

Brigitta Regauer

Fischbachau

Die große Verwirrung: Jetzt hat es unsere Politik doch tatsächlich geschafft dass nicht mal mehr die Landratsämter wissen wie die Coronaregeln angewandt werden müssen. Eigentlich ist definiert, dass nach 5 Tagen unter 100 die Geschäfte ohne den umstrittenen Test öffnen dürfen. Alleine diese Regelung entbehrt jeglicher Logik. Einen Test vorzuschreiben, von dem sogar Herr Lauterbach öffentlich bestätigt dass 60% der Testergebnisse falsch sind! Nun stellt sich die Frage ob nur die Werktage gezählt werden dürfen,klar der Virus schläft am Sonntag!!! Liebe Politiker, anstatt eurer sinnlosen Sitzungen, bei denen manche Politiker gleich mit dem Learjet anreisen müssen, solltet ihr klare Richtlinien vorgeben und euch auf das Wesentliche konzentrieren. Kein Impfstoff, keine nachvollziehbaren Regeln, haarsträubende Entscheidungen, Korruptionsvorwürfe, Machtgeplänkel, keinerlei Öffnungsperspektiven - aber jeden Monat satte Diäten kassieren. Macht endlich eure Arbeit!

Kurt Gallist

Oberammergau

Unmut über schärfere Corona-Regeln in Bayern; Bayern 24./25. April

Der Wegfall der Meldung am Freitag, wie die Regelung für die Schulen und Kitas in der folgenden Woche sind, führen zu bedeutend mehr Stress für Schüler und Eltern. Indirekt trägt Herr Söder durch solche Regeln, die jegliche Planung für diese Personengruppen und die ErzieherInnen und LehrerInnen unmöglich machen, dazu bei, dass das Vertrauen in seine Politik völlig schwindet. Sollte er doch lieber hier im Freistaat dafür sorgen, dass rundum vernünftige und pragmatische Lösungen durchgeführt werden, auch für den Einzelhandel und manche Handwerke, deren Betrieb erneut so stark eingeschränkt wurde. Gegen Herrn Laschet dauernd zu sticheln, ohne selbst in der Landtagswahl überragende Ergebnisse erzielt zu haben, ist der falsche Weg. Der der dauernd stichelt verliert an Glaubwürdigkeit - Herr Söder sollte mit Herrn Holetschek hier vor Ort präsent sein, die mediale Präsenz ist mir inzwischen definitiv zu viel. Ich schalte sofort ab. Eine solidarische Haltung sieht anders aus.

Ute Freitas

Fürstenfeldbruck

Mehr Tote, weniger Geburten im Coronajahr; Weltspiegel 27. April

Sie schreiben, dass 2020 etwa 46 000 Menschen mehr gestorben sind als im Jahr 2019. Sie erwähnen dabei jedoch leider nicht, dass die Bevölkerung in Deutschland von 2019 bis 2020 um rund 41 000 Menschen angewachsen ist (Migration, außerdem sinkt die Geburtenrate langsamer als die Lebenserwartung, welche ständig ansteigt). Beachtet man dann noch das Schaltjahr - wie Sie schreiben, bedeutet dies im Schnitt immer zusätzlich rund 3000 Tote, dann befinden wir uns nur noch bei einer rechnerischen Übersterblichkeit von ca 2000 Menschen im letzten Jahr, verglichen mit 2019. Wenn man mehrere Jahre genau vergleicht, wird schnell ersichtlich, dass derartige Schwankungen seit Jahrzehnten normal sind.

Sabine Goldbrunner

Kreuth

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