Gute Vorsätze

Mike Schier: „Seehofers jährlicher Renten-Rüffel“; Politik, Monika Reuter: „Ja, aber wie?“; Kommentar 2. Januar

Seehofers Aussage „Mit mir ist eine massenhafte Rentenkürzung nicht zu machen“ ist gut, wenn der Ministerpräsident nicht stets umfallen würde und alle guten Vorsätze wieder unter den Tisch fallen! Rente mit 67 kann ein Arbeiter, der schon mit 14 oder 15 Jahren in Arbeit tritt, kaum erreichen, da es oft schwere Arbeit ist und zum Teil noch weit entfernt. Anders ist es, wenn ein Student mit 27–30 Jahren erst in den Beruf geht. Hätten wir Politiker, die auch ihr Hirn einschalten, müsste diese Rentenreform (Rentenkürzung) geändert werden, denn Arbeitnehmer, die 45-48 Berufsjahre haben, müssten uneingeschränkt in Rente gehen können! Es wäre mehr als gerecht, denn einen Arbeiter noch ab 50 Jahre in Arbeit zu bringen, ist absurd, da es kaum Möglichkeiten gibt und mit einem Gelegenheitsjob oder 400-Euro-Job kann die Rente wirklich nicht verbessert werden. Was bleibt: Altersarmut.

Edeltraud Echter Böbing


Gut dass Herr Seehofer die göttliche Eingebung hatte, dass er die Rente mit 67 nicht mehr für das Nonplusultra hält. Da hätte er und seine Parteispezln vielleicht schon früher das Gehirn einschalten sollen, um nicht nach seiner Zustimmung im Bundesrat nun wieder eine Kehrtwende zu veranstalten. Das Ganze läuft darauf hinaus, dass die Leute trotzdem vorzeitig in Rente gehen und erhebliche Abstriche in Kauf nehmen, oder vorher schon den Löffel abgeben. Damit kann man natürlich auch die Rentenkassen sanieren oder wieder fremdverwenden. Was mich aber am meisten wundert, ist, dass sich die jungen Leute anscheinend keine Gedanken über ihre staatliche Altersversorgung machen. Die Generation der unter 40-jährigen nimmt das alles als Schicksal anscheinend hin, ohne zu reagieren. Was man dazu von unseren Jungpolitikern hört kann man nur noch als schlimm bezeichnen. Ein Philosoph (Herr Precht) fordert in einer Talkshow, dass die Rentner ein freiwilliges soziales Jahr leisten sollen. Das fordert gerade einer, der mit Sicherheit keine 10 Jahre körperliche Arbeit verrichtet hat. Wie weit soll das noch gehen, soll man sich in Zukunft entschuldigen, dass man das Rentenalter erreicht hat? Da kann man nur sagen, wenn das unsere geistige Elite sein soll, ergreift einem das kalte Grausen. Leider hört man von der Jugend zu all den Themen wenig. Entweder ist die Altersversorgung bei der Jugend kein Thema oder man ist anderweitig beschäftigt. Warum wird hier keine Demo veranstaltet? Anscheinend ist das Thema unwichtiger wie ein dämlicher Bahnhof eine weitere Startbahn oder ein Castortransport. Die Millionen die hier für Polizeieinsätze usw. ausgegeben werden, würden der Rentenkasse bestimmt gut tun. Gute Nacht Deutschland, schlaft alle schön weiter!

Hans Winkler Schwaig

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