Nicht zu rechtfertigen

Hans Moritz: „Nur der Anfang“; Kommentar 14./15. April

Was bedeutet Umwelt für die CSU? Es ist erschreckend, wenn ein für Umwelt zuständiger Minister (Huber) mit beim Spatenstich Hand anlegt, um das Isental unwiederbringlich mit einer Autobahn zu zerstören und noch dazu die Demonstranten gar auffordert, diese Zerstörung und auch die Belastung der Bewohner dieser schönen Region zu akzeptieren. Kein einziges Wort aus seinem Munde hat je dagegen Stellung genommen. Auch von seinem Vorgänger war diesbezüglich keinerlei Einwand zu hören. Was bedeutet eigentlich Umweltminister? Man hört auch keinen Kommentar aus diesem Ministerium gegen die gewissenlose Aufblähung des Münchner Flughafens aus Größenwahn und Geltungssucht von der FMG, gestützt von der bayer. Staatsregierung. Wichtig ist nur, dass München nicht von dem dadurch bedingten Lärm und Dreck leiden muss. Man hat ja diesen Flughafen darum den Freisingern vor die Türe gesetzt. Das hat Herrn Georg Schmid und die FDP-Frau Neff den Münchnern erklärt. So weit, so gut, mit dem Jetzt musste man sich abfinden und hat man sich abgefunden, auch wenn viele Menschen heute schon darunter sehr leiden. Aber das Ganze noch weiter zu treiben ist ein staatlich verordnetes Vergehen, da ein unnötig gezüchteter Bedarf mit Drehkreuzfunktion den betroffenen Menschen und der Natur gegenüber nicht zu rechtfertigen ist. Es kann nicht danach gehandelt werden: Die dort können das ruhig alles schlucken, was den Münchnern nicht zumutbar war und ist. Herzlichen Dank an die CSU, FDP und Münchner SPD für so eine Politik und besonders an die mit einer Million Euro von der FMG finanzierten „Pro 3. Startbahn“-Strategen, mit Unterstützern.

Karl Draxler Freising

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