Worte des Lichts

Stefan Sessler: „Die Jagd ist zu Ende“; Im Blickpunkt 10./11. Januar, Lorenz von Stackelberg: „Die Saat der Attentäter“ und Werner Menner: „Die Barbaren Allahs“; Kommentare 19. Januar

Auspeitschungen, Beleidigung Mohammeds, Charlie Hebdo (ich bin...), Demonstrationen (Teilnehmerzahlen umstritten), Dschihadisten, Gottesstaat, ISIS-Exekutionen, Islam/Islamismus, Koranauslegung (was steht in den einzelnen, übrigens nach absteigendem Umfang angeordneten 114 Suren?), Meinungsfreiheit, Pegida, Scharia – könnten wir dieses Alphabet, das man uns seit 14 Tagen an den Kopf wirft, nicht durch genaueres Ansehen der Begriffe und beispielhafte Ereignisse besser begreifen? Nicht einmal den genauen Ablauf der Pariser Hinrichtungen und des späten finalen Zugriffs boten uns die vielen Medien. Löbliche Ausnahme Stefan Sessler „Terror in Frankreich: Die Jagd ist zu Ende“ im Münchner Merkur. Nur hier erfuhr ich, dass sich das terroristische Brüderpaar in der Druckerei gar nicht mehr auf der Flucht, sondern auf dem Rückweg nach Paris zu weiteren Selbstmordattentaten befand! Wussten Sie es? Seither dominieren in den Medien die Emotionen. Was denn eigentlich erhoffen wir von den führenden Moslems in Deutschland? Nicht mehr oder weniger als eine ernsthafte Diskussion der europäischen Leitkultur, Professor Bassan Tibi aus Syrien bemüht sich seit 1998 darum. Man findet auf seiner erneuerten Homepage die wichtigsten Definitionen.

Fritz Werner Weilheim

Gott – ein Gott des Hasses oder ein Gott der Liebe? Nicht nur im Koran, der heiligen Schrift des Islam, gibt es ihn, den grausamen, gewalttätigen, rächenden Gott, sondern genauso häufig und brutal in den Schriften des Alten Testamentes, ja, vereinzelt sogar in den Schriften des Neuen Testamentes. Drei kurze Beispiele, beliebig austauschbar in ihrem brutalen Gottesbild – Altes Testament: „So spricht Gott der Allmächtige, zieh jetzt in den Kampf gegen die Ungläubigen! Weihe alles, was ihnen gehört, dem Untergang. Schone sie nicht, sondern töte Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel!“ Neues Testament: „So spricht Gott, der Allmächtige: Meine Feinde, die nicht wollen, dass ich ihr König werde, die bringt her und macht sie vor meinen Augen nieder!“ Koran – aus dem Islam: „So spricht Gott der Altmächtige: Wenn ihr im Krieg mit den Ungläubigen zusammentrefft, dann schlagt ihnen die Köpfe ab, bis ihr eine große Niederlage unter ihnen angerichtet habt!“ Gott, die Menschen haben wohl dich zu einem solch grausamen Schlächter gemacht. Tiefe, hauptsächlich unbewusste, verdrängte Angst, projeziert. auf dich Gott, haben den Schlächtergott und die entsprechenden schlächtenden Gotteskrieger hervorgerufen, zu alten Zeiten, aus allen Religionen. Karl der Große, der alle töten ließ, die sich nicht taufen lassen wollten, radikale, gewaltsame Juden, die gegen die Existenz des Palästinenserkämpfen, radikalisierte islamistische (nicht islamische) Gruppen wie die Isis. Doch zu allen Zeit gab und gibt es auch Worte, Zeichen des Lichts – Jesus, als er am Kreuz hing: Vater, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Der Prophet Mohammed zu den Menschen, die ihn Jahre zuvor gedemütigt und gepeinigt hatten: Gott möge es euch verzeihen! Geht, wohin ihr wollt, denn ihr seid frei! Vor 300 Jahren eine Anweisung der Bahai-Religion: „Verkehrt mit allen Religionen in Herzlichkeit und Einbracht, auf dass sie Gottes süße Düfte (Anmerkung: Papst Franziskus spricht von Gottes Zärtlichkeit) von euch einatmen. Hütet euch, dass euch im Umgang mit den Menschen anderer Religionen nicht die Hitze törichter Unwissenheit übermanne! Hochaktuell! – Programme für jetzt! – Grundlage für Mosleme, Christen, alle Menschen! – auch als Ausgrenzung für alle gewalttätigen Radikalen.

Willi Jackl Bohn Oberammergau

Wenn eine Behörde eine Demonstration verbietet mit der Begründung, Terroristen würden einen Anschlag auf die Demonstranten machen und die Demo verbieten, dann ist das ein gelungener Versuch unsere Demokratie aus den Angeln zu heben. Vielleicht ganz gut so, zeigte sie sich doch in letzter Zeit altersschwach und morsch. Es gelingen ihr keine Antworten mehr auf die Taten der Islamisten; nur Worte, nichts als Worte. Schal klingen sie und unwirklich; denn die, die sie meinen, kümmern sich einen Dreck darum. Wo sind die Politiker, die sich endlich mal trauen die Wahrheit auszusprechen? Muss das erst das Volk tun? Kulturen, die Mord in ihrem Programm führen, passen nicht zu uns. Als Papst Benedikt erklärte: Der Islam wäre eine aggressive Religion, wurde er massiv angegriffen. Er hatte Recht, denn die Islamisten berufen sich bei ihren Gräueltaten darauf. Auch, wenn friedfertige Muslime dem widersprechen, glauben die Menschen hierzulande diesen Beteuerungen nicht. Sie haben Angst vor dieser Kultur und vor unseren Politikern, die außer nichts sagenden Worten keine Antwort geben können.

Richard Birk Freising

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Absolute Mehrheit als Chance?
Absolute Mehrheit als Chance?
Corona-Kompetenz der Staatsregierung
Corona-Kompetenz der Staatsregierung
„Neger“ ist kein Schimpfwort
„Neger“ ist kein Schimpfwort
Debatte um Gleichstellung homosexueller Paare
Debatte um Gleichstellung homosexueller Paare

Kommentare