Religionsfreiheit gilt auch für Muslime

Christian Deutschländer: Die Machtprobe; Kommentar 3. AprilGeorg Anastasiadis: Islam und kein Ende; Kommentar 29./30. März

Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, sagte „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ und schadet dem sozialen Frieden. Dabei argumentieren einige deutsche Wissenschaftler, dass in Deutschlands Geschichte auch ein islamischer Einfluss in der Kultur ist. Die überwiegende Mehrheit der in diesem Land lebenden Muslime pflegt einen respektvollen Umgang mit den sozialen Werten Deutschlands und der deutschen Verfassung. Deutschlands Präsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel sagen, der Islam ist jetzt ein Teil von Deutschland, weil mehr als 4 Millionen Muslime in diesem Land leben. Im letzten Monat wurden in Deutschland muslimische Moscheen, Verbände, Märkte, Restaurants angegriffen. Interessant ist, dass weder die Politik noch die Medien richtig reagiert haben. Wenn diese Angriffe auf Kirchen und Synagogen durchgeführt würden, würden sie dann wieder nicht reagieren? Die Religionsfreiheit im Grundgesetz gilt für alle in diesem Land lebenden Menschen. Auch für Muslime. 

Saban Turhal Freising

Die momentan wieder einmal aufgewärmte Debatte, ob Islam und Moslems zu Deutschland gehören oder nicht, ist eigentlich belanglos, solange nur Deutsche darüber sprechen. Eigentlich relevant wäre doch stattdessen die Frage, ob die in Deutschland lebenden Moslems wirklich zu diesem Deutschland und den Deutschen gehören wollen, anstatt Parallelgesellschaften zu bilden mit Imam und Scharia als höchste Instanzen. Wer Grundgesetz und demokratische Rechtsordnung infrage stellt, will eben offenbar nicht zu diesem Deutschland gehören. Wenn Repräsentanten der Grünen, der Kirchen oder andere trotzdem hartnäckig immer noch mehr Verständnis für islamische Befindlichkeiten einfordern, zeugt das bestenfalls von Weltfremdheit. 

Karl Wuester Krailling

Minister Seehofer hat doch Recht. Die Merkel-Doktrin einschließlich die ihrer Ja-Sager Schäuble und Kauder in dieser Sache ist nach der überhasteten Energiewende und der Flüchtlingskrise der dritte große Fehler für unser Land. Frau Merkel und all die anderen haben mit Sicherheit den Koran nicht gelesen. So-lange Muslime nach unserem Grundgesetz leben, gehören sie wie Juden und Hindus etc. zu Deutschland. Der politische Islam bzw. der Islamismus ist eine Ideologie zur Erringung der Weltherrschaft! Hören wir endlich auf, von Toleranz zu reden, von einseitiger Toleranz, die uns als Schwäche ausgelegt wird. Können wir in Saudi-Arabien, der Türkei oder in Pakistan Kirchen und Priesterseminare errichten? Zeigen wir endlich klare Kante und reden wir von Fairness, verteidigen wir unsere Werte, bevor es endgültig zu spät ist. 

Gerhard Rohrer Walchensee

Wer hält die Wette? Merkel ekelt die ewig lästige CSU aus der Fraktionsgemeinschaft. Regiert mit der verzwergten SPD, die vor Verantwortungsbewusstsein strotzt, und den regierungsgierigen Grünen weiter. Sie kann in dieser verzweifelt stabilen Konstellation so lange regieren, bis sie altersmäßig Konrad Adenauer übertrifft. Die CSU kann derweil ruhig in Bayern regieren – oder auch nicht mehr. Im Bundestag wär sie ja nicht einmal stärkste Opposition. Top – die Wette gilt?

 Bernd Hausmaninger München

Im Himmel ist Jahrmarkt und in Bayern drohen diesen Oktober schwierige Landtagswahlen für die CSU. Der zuwidre Austragsbauer und Exulant in Berlin, Seehofer, hat jetzt die Aufgabe, die letzten seiner Reservisten aus den Löchern zu trommeln und bricht eine weitere überflüssige Islamdebatte vom Zaun! Es ist schon sehr befremdlich, wie sich Leute wie in der Manege dressieren lassen, allein vom Begriff Islam. Wenn es nur Herr Seehofers privater Spaß wäre, könnte man das ja so durchgehen lassen, nur, er gefährdet die mühsamst gebildete Koalition und die hat Sacharbeit zu tun für die gesamte BRD und weiter! Es wird sich in nächster Zeit herausstellen, wie konsensfähig Seehofer noch ist und wie hinderlich er noch werden könnte. Deshalb jetzt als Gegentherapie die mehr als eindringlich mahnenden Worte eines Wolfgang Schäuble und den kann nun wirklich niemand angreifen! Dieser Mann ist durchgehend glaubwürdig und eine Autorität. Seine Worte sind von Verantwortlichkeit geprägt und sein Leben auch! Sehr zur Nachahmung empfohlen! Prägt Euch seine Aussagen ein und nicht die unendliche Geschichte Seehofers.

Johann Augustin Mayr Feldgeding

Unser neuer Bundestagspräsident stellt fest, dass sich auch die Muslime klar machen müssen, dass sie in einem Land leben, das nicht von muslimischen Traditionen geprägt sei. Damit geht er in dieser Diskussion noch einen Schritt weiter und minimiert die christliche/abendländische Prägung Deutschlands nur noch auf den Teilbereich Tradition. Wie abwertend er die Meinung der Menschen in unserem Land sieht, die Probleme mit dem wachsenden Anteil von Muslimen sieht, belegt die Aussage, dass es sich hierbei nur um „den Rest der Bevölkerung“ handle. Bei der derzeit laufenden Diskussion ist auch allgemein interessant, dass gerade die Politiker, die bis heute erklären „wir schaffen das“, mehr und mehr von Integrationsproblemen überfordert sind und bis auf allgemeine Wohlwollenskundgebungen keine Lösungsansätze vorweisen können. 

Johann Neumeier Unterammergau

Wenn Merkel sagt: Der Islam gehört (doch) zu Deutschland, dann ignoriert diese Frau die Tatsache, dass der Islam niemals ein Teil Deutschlands sein kann: Er ist nicht integrationsbereit; damit meine ich, er beharrt auf seinen Gesetzen, die eindeutig denen, der westlichen Welt entgegenstehen. Scharia, Ehrenmorde, Schächten sind nur einige der Schlagwörter einer mittelalterlichen Lebensweise, die in unserem Land keinen Platz haben darf. Weil wir Deutsche aber Weltmeister im toleranten Verhalten sind, wird Falsches hoffähig. Überhaupt ist unser tolerantes Verhalten eine Schwäche. Dem fundamentalistischen Islam – weit verbreitet in Deutschland – ist es nämlich völlig egal, ob wir Ungläubigen tolerant sind oder nicht. Er zieht seine Kultur an der unseren vorbei. Dass die Kirchenvertreter und auch andere Politiker das nicht sehen, erlaubt nur einen Schluss: Sie sind dumm. Wären sie es nicht, müsste ich an ihrer Loyalität der christlichen Kultur gegenüber zweifeln. Merkel wehrt sich gegen Seehofers Äußerungen. Fundamentalisten unter den Muslim widersprechen eigenartigerweise Seehofer nicht. 

Richard Birk Freising

Der Islam gehört nicht zu Deutschland. Unsere Werte liegen im Christentum. Richtig, Herr Seehofer! Aber er soll sich entschuldigen für einen – sagen wir mal – Teilirrtum, zumindest was das Christentum heute angeht? Weiß er denn nicht, dass heute wirkliche, bekennende Christen eine klare Minderheit in unserer Gesellschaft sind? 20 Prozent wohl hoch gegriffen! Und weiß er denn nicht, dass ein großer Teil dieser Christen seine Meinung nicht teilt? Im Sinne des Gebotes der Nächstenliebe haben wohl die meisten der bewussten Christen Offenheit, Achtung gegenüber Andersgläubigen wie zum Beispiel Muslimen. Ausnahme leider manche der erzkonservativen Christen: Negative Ansichten, Nulltoleranz, Ablehnung bis zum Hass entstanden wohl einerseits aus falscher Überheblichkeit, durchaus diese verbunden mit Angst. Angst vor Verlust einer Scheinidentität, aber auch Angst vor scheinbarem Verlust von Sicherheit, aber auch vor Verlust einer gewissen Macht. Hass scheint – sicher unbewusst – wichtiger als Liebe. Doch zu verstehen ist auch die Sorge, Unsicherheit vieles Leuten vor zunehmenden Problemen durch fremde Zuwanderer, eben auch Muslime. Denn ein friedliches Miteinander ist nur möglich mit friedlichen, weltoffenen Muslimen dieser Glaubenrichtung. Muslime der konservativen, strengen Richtung denen der Koran wichtiger ist als das deutsche Grundgesetz, wollen sich letztlich nicht integrieren. So haben sie kein Bleiberecht in Deutschland. Dazu gehören auch Muslime aus der Türkei, welche der strengen Auslegung des Korans durch Erdogan folgen. Zurück zu Erdogan: Mit einem strengen, konservativen, absolute Wahrheit sehenden Islam ist ein Leben in unserem Staat nicht möglich. Papst Franziskus sagte klar: Keine Religion darf diesen Absolutheitsanspruch für sich propagieren! Doch in der Praxis, diese Menschen zurückzuweisen (abzuschieben) ist durch Bürokratismus, durch Versagen von Menschen in den Behörden, zu wenig konsequent, zu lasch. Dies hat nichts mit Nächstenliebe zu tun. Dies gilt natürlich erst recht für Schwerkriminelle. Diese Laschheit zurückzuweisen, hat wohl auch seinen Grund, die Angst als fremdenfeindlich zu gelten. Leider! Beachten wir als Christen die Haltung von Jesus. Er setzte sich in seinem Denken, Reden, Handeln für alle Menschen ein. Auch für Fremde, Andersgläubige, für Heiden. Er heilte sogar mehrmalig Heiden, ja er lobte sogar die Größe ihres Glaubens. Doch Jesus konnte das nur tun, wenn – trotz anderem Glauben oder gar keinem Glauben – die Offenheit, der Glaube an die Liebe vorhanden war – ohne Überheblichkeit. In seiner eigener Religion, der jüdischen verurteilt er sogar die Geistlichen, die Pharisäer, wegen ihrer Überheblichkeit. Scheinheilige nannte er sie. Auf uns heute übertragen heißt dies wohl: Menschen, die ihre Haltung absolut und aggressiv leben wollen, können nicht von gutwilligen Menschen, auch nicht von Christen toleriert werden, gerade wenn sie sich nicht an die Grundlage, das Grundgesetz, halten wollen. Dabei bleibt der Grundsatz im Humanismus, im Christentum, im neuen, aufgeklärten Islam, im Grundgesetz: Den Bedürftigen muss geholfen werden. Sie gehören dann konkret zu Deutschland, auch für Herrn Seehofer. 

Willi Jackl Bohn Oberammergau

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