Deutsche Bildungskatastrophe

Georg Ismar: Altersmilde, aber nicht leise; Politik 12. April

Herr Fischer wünscht sich eine einflussreichere Rolle für das von ihm sieben Jahre lang geführte Auswärtige Amt mit seinem exzellenten Apparat!“ Der größte Außenminister aller Zeit Deutschlands nach Otto von Bismarck sorgt sich um seinen Platz im Geschichtsbuch. Deshalb schreibt er kluge Stücke wie über den US-Präsidenten Trump und seine protektionistische Politik und deren Auswirkungen auf die deutsche Exportnation. Er hat dabei überhaupt nicht begriffen, dass Donald Trump sein eigenes Land in den Blick nahm, nach langer Zeit US-Weltpolitik verbunden mit immensen Kosten und Verlusten an Wirtschaftskraft. Da kann er nicht auf die deutsche Exportnation Rücksicht nehmen. Herr Fischer sollte doch wissen, dass jede Regierung eines Staates für dessen inneren Frieden verantwortlich ist und deshalb nicht so viel Unsinn erzählen. Wenn er als Alt 68er sagt, dass durch diese – vielleicht auch seine – Bewegung die Gesellschaft „gelüftet und liberaler“ wurde, so sei er daran erinnert, dass der Philosoph Georg Picht mit seinen Artikeln in der Wochenzeitung „Christ und Welt“ 1962 über die deutsche Bildungskatastrophe weitaus mehr bewirkt hat an gesellschaftlicher Veränderung als die selbst ernannten Revolutionäre von 1968 und später. Auch ein Rudolf Mössbauer (Physik-Nobelpreisträger) hat mit der Forderung nach einem Physik-Department an der TU-München mehr für die Hochschulreform in Bayern und Deutschland getan als die studentischen Träger des Transparents „Unter dem Muff von tausend Jahren“. Was hat Herr Fischer bewirkt was im Gedächtnis bleibt? Er hat zum Irak-Krieg zusammen mit Gerhard Schröder Nein gesagt. Das war gut und hat damit auch den französischen Präsidenten Girac zu einer Positionsänderung gezwungen. Er hat dann aber seinen Nachfolger Westerwelle kritisiert, wegen des „Neins“ im UNO-Weltsicherheitsrat zum militärischen Einsatz in Libyen, der vornehmlich französischen Interessen dienen sollte. Französischen Interessen folgen, war anscheinend eine Art Ultima ratio Fischer’scher Außenpolitik. Er hat auch den Proleten „bundestagswürdig“ gemacht, als er den Bundestagspräsidenten Richard Stücklen ein „Arschloch“ nannte. Richard Stücklen hat gut reagiert und den Proleten Joschka Fischer aus dem Plenarsaal vewiesen - wie früher ein Lehrer seinen „rotzigen“ Schüler aus dem Klassenzimmer verbannt hat. 

Reinfried Brunsch Freising

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