Leserbriefe

Volle und leere Kirchen

Claudia Möllers: DerWeg ist bereit; Kommentar,Eva Krafczyk undClaudia Schuri: ErsteSchritte auf steinigem Weg;Politik 3. Februar,Ursache ist die Glaubens-krise; Leserforum 5. Februar

Schade, dass die vor dem Synodalen Weg lautstark propagierte Toleranz und Offenheit der Reformer, wie sie sie für sich selbst einfordern, nicht denen gilt, die den eingeschlagenen Weg so nicht teilen und Kritik äußern. Wenn man den Livestream mitverfolgt hat, wirkte das Ganze eher wie eine große Machtdemonstration. Wenn Gott seine Lehre ändern wollte, hätte er das schon längst bewirken können. Jesus hat uns den Weg vorgegeben. Das Wort Gottes besteht in Ewigkeit und ist unabänderlich, egal wie modern wir sein wollen. Dem Menschen bekam es schon immer am besten, wenn er sich nach Gott und seinen Worten ausrichtete, die Kirche hat uns diesen Glaubensschatz bis heute bewahrt - Gott entsprach noch nie dem Zeitgeist! 

Julia Huber Reichling

Unionsspitzen stellen Zölibat infrage – Glaubenskrise: Mit Interesse nehme ich die Stellungnahme der CDU-Spitze, die Leserbriefe im Münchner Merkur und anderen führenden Zeitungen zum Thema zur Kenntnis. Gespannt bin ich auch, welche Entwicklung der synodale Weg nehmen wird. Sollte die kath. Kirche den Weg zu einem rot-grün-politischen Religionsverein einschlagen, der Leuten wie Frau Göring-Eckardt et al. nacheifert, wird sie sich noch wundern. 

Gerhard Gehringer Bad Tölz



Kardinal Marx und die Kirchenreform: Unsere Bischöfe rufen zur Reform auf Viele zielen aber in die falsche Richtung. Glaubenserneuerung und Glaubensstärkung sind nötig und nicht Priesterersatz durch Frauenpower. Wenn auch die Würde von Mann und Frau gleich gestellt ist, so sind ihre Aufgaben doch oft verschieden. Obwohl Jesus eine besondere Liebe und Wertschätzung den Frauen gegenüber zeigte, wollte er zur Missionierung nur Männer einsetzen. Missionare sind in Persona Jesus Christus. - Mangel an Priestern erfolgt aus Mangel an Gebeten und Opfern. Für Katholiken gelten nicht nur die 10 Geboten Gottes sondern auch die Kirchengebote (Jesus zu Petrus: „was Du auf Erden binden wirst, wird auch im Himmel gebunden werden). Im vorgeschriebenen sonntäglichen Gottesdienst und im regelmäßigen Empfang des Bußsakramentes fließen Gottes Gnaden in hohem Maß. Wie wertvoll ist die Verehrung der hl. Hostie in der Monstranz. In den Klöstern ist diese Tradition der „ewigen Anbetung“ immer noch lebendig. Stärken wir unseren Glauben wieder, dann werden wir auch wieder genügend Priester haben. 

Edeltraut Kozljanic München



Ja, die Glaubenskrise ist nicht neu. Und da kann sich aber jeder (auch Ilse Aigner und Annegret Kramp-Karrenbauer etc.) dazu äußern. Auch eine Neu-Evangelisierung ist dringend nötig. Aber die Frage ist, was man darunter versteh. Geht es wirklich um das Evangelium, das im Begriff „Evangelisierung“ drinsteckt? Wann ja, dann kann man getrost alles andere (Zölibat usw.) abschaffen. Jedoch, da hakt es. Das wird auch nicht veröffentlicht. Also bleibt alles beim Alten. Das schmerzt Jesus selbst und die an ihm allein hängen. 

Helmut Kissel Pastor i. R., Bad Tölz

Jeder konnte sich per Livestream selbst ein Bild vom 1. Treffen des Synodalen Weges machen und dabei erleben, dass Intoleranz und undemokratisches Vorgehen gegen Befürworter von Neuevangelisation (auf Grundlage der Botschaft Jesus Christi und dem Fundament der Lehre der katholischen Kirche) auch durch Auswahl des Gremiums und Stil der Moderation vorherrschten.

Und das, obwohl das ZdK, Kardinal Marx und die Initiatoren Machtstrukturen hinterfragen und aufbrechen wollen! (Ist denn das ZdK überhaupt ein demokratisches Organ? Ich empfinde es persönlich als ungewöhnliche Grenzüberschreitung von Mitlaien „vertreten“ zu werden, die bewusst antikirchliche Thesen veröffentlichen!).

Den Anspruch auf objektive Berichterstattung hier im Münchner Merkur möchte ich nun nachkommen und Dorothea Schmidt zitieren, die für die Bewegung Maria 1.0 teilnahm: „... Gerechtigkeit und demokratisches Vorgehen habe ich auch vermisst: Die 30 bis 35 Teilnehmer der vier Synodalforen wurden bis zur letzten Minute nicht bekannt gegeben. Rund 30 Mitglieder der Vollversammlung wurden nicht als Forums-Teilnehmer auserwählt. In jedes Forum konnten nur noch fünf Personen gewählt werden - alle anderen sind bereits vorab gesetzt gewesen. Sieht so die viel gepriesene Partizipation aus?“ .

Das ist nur eines von vielen Beispielen, was in Frankfurt so alles ablief.

Die echte Tragik ist, dass eine ganze Menge Laien, und leider auch Priester und Bischöfe, aufgrund ihres Mangels an Gottvertrauen und Hingabebereitschaft keinerlei Wirksamkeit mehr haben in der Glaubensweitergabe - sonst wären doch unsere Kirchen nicht so entleert.

Bemerkenswert: dort, wo Klöster und Kirchen voll sind, wird der ursprüngliche Glaube gelebt, wird die Messe ehrfürchtig gefeiert, Jesus in der eucharistischen Anbetung verehrt und zusammen gebetet.

Gudula Kobler-Brown

Gräfelfing

Es ist die Schilderung in der Zeitung eindrucksvoll, wie alle Synodalen einheitlich eingezogen sind. Sie waren alle nicht näher erkennbar, von welchem Stande sie sind; das war schon zu Beginn kein gutes Zeichen. Wie geschildert wurde, waren alle dabei; aber einer wird gefehlt haben- nämlich unser Herr Jesus Christus. Weil schon allein der Reformprozess unchristlich ist. Wer hat schon danach gefragt, was Christus uns aufgetragen hat; es waren nur wenige Bischöfe, die das Amt als Nachfolger des Apostels Petri wahrgenommen haben. Die Christen in Deutschland, die sich zur Kirche Jesu Christi bekennen, werden möglicher Weise keine gute Zeiten entgegen sehen. Weil es sind viel zu viele, die mit dem Wort Gottes nicht zurechtkommen- es ist nämlich das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus. Es wird eine Kirche ohne Christus bleiben. Christus lässt sich nicht wegdrängen; er geht von selber, wie er auch seinen Jüngern aufgetragen hat, die Stadt zu verlassen, wo sie nicht gut aufgenommen werden. Die älteren Menschen in Deutschland werden sich noch erinnern, was geschehen ist, als sich Christus abgewandt hatten. Hernach hatte man gefragt, wo Gott gewesen ist. Es gibt aber Hoffnung, die Kirche Jesu Christi wird keinen Schaden durch die synodalen Vereinbarungen davontragen, weil der Herr Jesus Christus gesagt hat, du bist Petrus und auf diesen Felsen baue ich meine Kirche. Eine in Stein gemeißelte Wahrheit. Entschieden wird dann, wer zu seiner Kirche gehört , wenn Er kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten.

Anton Link

Fürstenfeldbruck

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