Auch nicht der Papst kann daran vorbei

„Die Kirche entdeckt die Freiheit“; Politik 9. Oktober

 Sowohl die Verfasser der „Handreichung für wiederverheiratete Geschiedene“ als auch jene, die jetzt die Parole ausgeben, dass alle diesbezüglich Positionierten einfach wieder zur heiligen Kommunion gehen können, gehören zu jenen, die sich selbst betrügen. Keiner kommt an Jesus und seinen klaren Worten zum Ehebruch vorbei. Ebenso nicht am Katechismus der Katholischen Kirche, der eindeutig sagt, dass das eheähnliche Zusammenleben von nicht kirchlich Verheirateten Unzucht ist. Unzucht schließt laut der Bibel vom Himmelreich aus. Selbst ein Bischof und auch nicht der Papst kann daran vorbei. Was einzig und allein möglich ist – und darauf hat Papst Franziskus schon am Anfang seiner Amtszeit verwiesen, ist das Ehegericht anzurufen und eine Möglichkeit zur Annullierung der ersten Eheschließung zu finden. So wie heute viele Ehen kirchlich geschlossen werden, dürfte es in Massen zu Annullierungen kommen. Die Frage ist nur, ob die zweite dann unter den entsprechenden gültigen Voraussetzungen geschlossen wird. Es hilft nichts - wie oft bei der Taufe eines Kindes – auf die Fragen des Priesters nach den kirchlichen Vorschriften mit „Ja“ zu antworten und sich zu denken: „Ich mache aber das, was ich will.“ Das ist reiner Selbstbetrug.

Sofie Christoph Aindling

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