Christliches im Dauerfeuer der Spötter

Claudia Möllers: Kirchenflucht; Kommentar 16./17. Juli

Nur bei der Kirche sieht Frau Möllers die Gründe für die Kirchenaustritte. Sie übersieht die vielen Kirchenaustritte, dadurch verursacht, dass gerade Kirchliches, dass gerade unser christlicher Glaube permanent in Kunst und Medien verspottet und lächerlich gemacht wird. Jüngstes Beispiel: Einer Marienstatue wird als Krone ein ausgegrabenes Gebiss aufgesetzt, nachweislich im „Betthupferl“ des Bayerischen Rundfunks vom Sonntag, 17. Juli 2016: Den Kindern wird erzählt, dass ein erwachsener Seppl im Garten Unkraut gezupft hat. Die Großmutter hatte ihm versprochen, dass er einen Schatz finden könnte. Er hat den Schatz entdeckt (Perlen mit einem rosaroten Rand). Die Großmutter sagte, dem Grausen nahe, dass es nur ein Gebiss war. Zynisch zitierte Seppl die Großmutter („dass Zähne ein wertvolles Gottesgeschenk sind“), diese Kostbarkeit brauche einen würdigen Platz, und ein solcher sei ihm auch eingefallen. Seppl stellte fest, dass die Marienstatue in der Kirche eine Krone trug, die Marienstatue in der Stube jedoch keine. Damit sie sich nicht so nackt vorkommen müsse, habe er ihr das Gebiss aufgesetzt. Jetzt habe sie Zähne auf den Haaren. Meint der Bayerische Rundfunk, mit solchem, von einem Erwachsenen erfundenen und vorgetragenen primitiv-ranzigen Unsinn auf Kinder in Bayern vor dem Schlaf einwirken zu müssen? 

Hans Schnitzlbaumer Bruckmühl

Zuzug gleicht Austritte fast aus. Meine Großeltern, sehr christlich und keine Nazis, wurden nach ihrer Vertreibung aus Böhmen wie Abschaum behandelt von einer katholischen Kirche, welche sich jetzt allen Muslimen anbiedert, während Christen weltweit verfolgt werden. Diese Kirche gewährt medienwirksam Kirchenasyl, fordert mehr Solidarität mit den Flüchtlingen und hat zufällig die Einnahmequelle Flüchtling für sich entdeckt. Und immer mehr vernachlässigt sie die eigenen Schäfchen. Mit ihrer sturen Ablehnung von Verhütung und Abtreibung gebe ich der Kirche eine große Schuld an Hunger und Elend in der Dritten Welt sowie den daraus resultierenden Flüchtlingskrisen. Die sehr vermögende Kirche mahnt zur Bescheidenheit, spielt den Moralapostel, mischt sich eigennützig in die Politik ein, möchte aber Missbrauch, Prunksucht und Gier in den eigenen Reihen gerne verschweigen. Von so viel Heuchelei schon fast angewidert, wären dies für mich eher Gründe für einen Kirchenaustritt als die geringe Zahl an Seelsorgern. 

Alfons Bachmair Aying

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