Verheiratete Priester

Claudia Möllers: Franziskus denkt nach; Kommentar 10. März

Vieles, was über den Reformstau in der katholischen Kirche geschrieben wurde, bewegt sich nur auf der Erde und steht auf einem Bein. Das zweite Bein ist Christus, der seit 1000 Jahren nicht mehr Urheber seiner Lehre ist. Im Jahr 1139 hat die katholische Kirche durch die Einführung der Pflicht zum Zölibat die Macht an sich gerissen, die Priester zu abhängigen Sklaven gemacht und alles geerdet. In der Bibel ist zu lesen: „Christus wird wiederkommen, so wie ihr ihn zum Himmel habt auffahren sehen“. Er ist schon da und kämpft um sein Mensch und Mann sein. Darum muss die Pflicht zum Zölibat auf jeden Fall aufgehoben werden, damit Christus in seiner Kirche wieder als Mensch und Mann leben und wirken kann. Dazu wäre eine Möglichkeit, die berufenen, aber verheirateten Priester in die Kirche zurückzuholen, der sie am Anfang voller Begeisterung gedient haben und dann in ihren Lebenskrisen allein gelassen wurden. Es heißt nicht umsonst: Männer können ein Lager bereiten, zu einem Heim aber braucht es eine Frau.

 Ilse Sixt Oberpframmern

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