Betreuung: Kind zur Mutter

 Monika Reuter: „Falsche Anreize“; Kommentar 3. April „Emotionale Stabilität“; Leserbriefe 3. April

Als Akademikerin, die sich dafür entschieden hat, ihr Kind in den ersten Lebensjahren zu Hause zu betreuen, schmerzt das verzerrte Argument der Opposition, nur unqualifizierte Mütter würden das Betreuungsgeld in Anspruch nehmen, schon etwas. Zudem unterstellt man diesen Frauen pauschal, das Geld nicht zum Wohle ihrer Kinder einzusetzen. Die politische Ideologie, die dahintersteckt, schon die Kleinsten in Kitas unterzubringen, scheint eindeutig: Gleichmacherei. Außerdem ist ein zeitlich begrenzter Arbeitsausfall der Frauen offenbar nicht akzeptabel. Dabei ist es doch die individuelle und liebevolle erziehliche Prägung der Eltern, die den Grundstein für das spätere Leben eines Menschen legt. Sie ist durch nichts zu ersetzen.

Juliane Bohrmann Huglfing

Die jetzige Abschiebepraxis von Kleinkindern ab dem 6. Lebensmonat zerstört den staatlichen Schutz der Familie, diskriminiert das Muttersein der Frauen und spricht ihnen die Fähigkeit ab, ihre Kinder zu erziehen und diese vor Verwahrlosung zu bewahren. Auch die Wörter „Unselige Fernhalteprämie“, „Herdprämie“ und die Behauptung, durch ein Betreuungsgeld mache man sich zur Mitgehilfin einer rückwärtsgewandten CSU-Politik zeigen, wohin die Reise gehen soll: diese bewusst angestrebte Zerstörung der Familie beseitigt Ehe und Familie als „die natürliche und sittliche Grundlage der menschlichen Gemeinschaft“ (Bay. Verfassung) und die Verantwortung vor Gott, wie sie in die Präambeln der beiden Verfassungen nach dem gottlosen nationalsozialistischen Staat geschrieben haben.

Robert Kramer Eberfing

 

Nachdem ich den Leserbrief von Herrn Dr. Albrecht gelesen hatte, war ich doch verunsichert. Die Einlassungen lesen sich so, als würden junge Mütter gezwungen (von wem auch immer), sofort nach der Geburt arbeiten zu gehen, wenn sie das Betreungsgeld nicht (in bar!) bekommen. Von diesem Zwang habe ich in den Diskussionen bisher nichts mitbekommen. Man könnte den Eindruck gewinnen, entweder Geld oder keine Kinder. Wenn Mütter allerdings entscheiden, möglichst bald wieder arbeiten zu gehen, tragen sie die Schuld daran, dass ihr Nachwuchs emotional instabil wird und kein Urvertrauen entwickeln kann, eine perverse Argumentation. Als unsere Kinder geboren wurden, konnten wir zum Glück noch frei entscheiden. Es gab noch kein Betreungsgeld, das Kindergeld wurde erst ab dem zweiten Kind gezahlt und betrug anfangs 60 DM (heute 30,65 Euro) im Monat. Trotzdem haben wir uns ohne Zwang für Kinder entschieden. Die heutige Diskussion erweckt den Eindruck: Kinder nur noch gegen Bares.

Peter Schmale München

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