Vier Tage vor Anschlag: Attentäter flog von Düsseldorf nach Manchester

Vier Tage vor Anschlag: Attentäter flog von Düsseldorf nach Manchester

Wie kann das sein?

Stefan Sessler: „Brenzlige Scheinsicherheit“; Kommentar 15. Januar

Auch ich habe mir Sorgen gemacht, da ich mit meinen Kindern im Grundschulalter allein, ohne männliche Begleitung und mit der Bahn zum rheinischen Straßenkarneval fahren werde. Nun, dass Bahnhöfe immer schon nicht zu den sichersten Zonen einer Großstadt gehören, sollte jedem klar sein. Darum gibt’s ja die präsente Bundespolizei, Videoüberwachung und die privaten Sicherheitsdienste. Was mich jedoch stark ärgert, ist, dass beim Vorfall in Köln, dies alles scheinbar nicht ausreichend ist, um Täter zu identifizieren und dingfest zu machen. Wie kann es sein, dass 14 Tage danach rumgerätselt wird, wer da überhaupt war und wer da eine Straftat verübt hat. 13 Festnahmen, aber 1000 Verdächtige? Das kann doch wohl nicht sein. Wo ist der Staatsschutz? Gibt es keine Vorratsdatenspeicherung oder Telefone in dem Zeitraum, die erfasst werden können? Und gibt’s in den heutigen Social-Media-Zeiten auch keine Filmchen, die lustig von den Beteiligten gepostet wurden? Als Frau und Bürgerin fühle ich mich verschaukelt. Taten zählen. Greift endlich die Täter und lasst spürbare Konsequenzen folgen! Sonst wird unser Rechtsstaat in Zukunft weiterhin vorgeführt.

Dagmar Wagner Kreuzholzhausen

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