Nach dem Krawall in Hamburg

Christian Deutschländer: Ein Gipfel der Abgründe; Kommentar, Politik rätselt über die Verrohung; Politik, Harte Strafen für G20-Krawallmacher; Leserforum 10. Juli, Marcus Mäckler: „Es war wie im Krieg“; Im Blickpunkt 8./9. Juli

Die Politik rätselt über die Verrohung. Das zeigt wieder einmal, wie weit sie sich in den letzten Jahrzehnten vom Volk entfernt hat. An Ignoranz und Größenwahn sind bekanntermaßen schon mehrere Kulturen zugrunde gegangen. 

Hubert Theinl München

Der Leserbrief von Herrn Jedamczik zeigt auf, wohin die Reise gehen soll. In Richtung Diktatur der Mächtigen. Ich habe manchmal den Eindruck, der sogenannte schwarze Block besteht aus Provokateuren, welche den Einsatz der Polizei gegen Demonstrationen rechtfertigen soll. Wir empfangen Diktatoren wie Herrn Erdogan und Klimavernichter wie Trump und wundern uns über Proteste? Gewalttäter gehören bestraft, aber das Grundrecht auf Demonstrationen und die Meinungsfreiheit muss erhalten bleiben. Demokratie beinhaltet die jeweils andere Meinung.

 Hans Hahn Peiting

Deutschland hat der ganzen Welt im Hamburg ihre Fratze gezeigt. Intellektuelle Chaoten haben das Bild und Geschehen beherrscht. Zur Befriedung waren angeblich auch ausländische Polizeikräfte angefordert. Die verantwortlichen Politiker und Organisatoren haben sehr augenfällig ihr Versagen offenbart. 

Adolf Steinbacher München

Solche Treffen müssen sein, auch wenn die Ergebnisse marginal sind. Wir haben in Deutschland solche Treffen mehrfach erlebt: in Heiligendamm, in unserem Landkreis und jetzt in Hamburg. Wenn ich anderer Meinung bin, darf ich das äußern, als Demokrat. Was wir in Hamburg erlebt haben, war Anarchie. Ich weiß nicht, wo die politische Botschaft steckt, wenn Läden zertrümmert, Autos angezündet und Polizisten verletzt werden. Gegen eine solche Lust am Zerstören sind 20 oder auch 40 000 Polizisten machtlos. Nach diesen Erlebnissen müssen wir uns fragen, wollen wir so weitermachen? So ein Gipfeltreffen kostet uns viele Verletzte bei Polizei und Zivilen und einige zig- Millionen Euro. All die vielen Probleme und Kosten könnten wir vermeiden, wenn diese Gipfeltreffen mitten in einem Ozean auf einem Flugzeugträger oder auf einem Luxus-Liner stattfinden würden. Warum nicht? 

Günther Höbel Ohlstadt

Die politische Führung der Freien Hansestadt Hamburg hat mehrfach versagt: Die Gefährdungsabschätzung der militanten Gruppierungen war völlig falsch. Demgemäß hat man wohl keinen Grund gesehen, eine Vermischung von chaotischen Verbrechern mit Demonstranten von Anfang an zu verhindern. Man hätte wissen müssen, dass dieses Agieren nicht neu ist. Es ist erfahrungsgemäß sehr gefährlich, wenn zugelassene Demonstrationen oder Besucher von Veranstaltungen wie Fußballspielen als Schutzschilde missbraucht werden. Wie soll die Polizei an die Verbrecher herankommen, um Leib und Leben, Hab und Gut von unbeteiligten Bürgern zu schützen und die Verbrecher selbst festzunehmen? Der ganzen Welt wurde nicht eine wehrhafte Demokratie in einer Freien Hansestadt vorgestellt. Weltweit wurde jämmerliches Versagen demonstriert, mühsam erkämpfte Erfolge in den Hintergrund geschoben. Die Erklärung von Politikern, den Geschädigten die erlittenen Schäden zu erstatten, mag auf den ersten Blick gut klingen, hat aber den Beigeschmack eines Schuldeingeständnisses und trifft nicht den eigentlich Schuldigen, sondern den zu Recht verärgerten Staatsbürger.

 Jakob Geltinger München

Diese Chaoten, die sich vermummen und in übelster Weise Vandalismus betreiben, sind hochkarätige Verbrecher, die für mehrere Jahre eingesperrt gehören. Einige sind ja festgenommen worden, aber leider zu wenige. Denen ist die Politik völlig egal, sie wollen nur Schaden anrichten, so viel wie möglich, ohne Rücksicht auf das Hab und Gut und der Gesundheit anderer. Ich bin mir sehr sicher, dass von denen kein einziger einer geregelten Arbeit nachgeht. Mir tun die Polizisten sehr leid, was die alles mitmachen mussten und bis zum Umfallen sich eingesetzt haben. Ärgern tut mich das deutsche Fernsehen, die einige dieser Idioten interviewt und ihnen dadurch eine Plattform eingeräumt haben. Darauf hätte man sehr gut verzichten können. 

Klaus Hilleprandt Garmisch-Partenkirchen

Kalkulierte Gewalt? Da freuen sich die Teilnehmer des G20-Gipfels. Alle reden nur über die gewalttätigen Demonstranten, die Sachbeschädigungen und die verletzten Polizisten. Das ist vielleicht auch der wahre Grund, warum diese Gipfeltreffen immer dort stattfinden müssen, wo jeder gewaltbereite Demonstrant problemlos hinkommt. Egal ob in Heiligendamm, Elmau oder jetzt in Hamburg. Ich werde den Verdacht nicht los, dass die demonstrierenden und speziell die gewalttätigen Gipfelgegner für unsere politischen Eliten insofern interessant sind, dass man in der Öffentlichkeit, während des Gipfels und danach, hauptsächlich nur noch über die Gewalttäter und deren Gewalttaten berichtet und somit die politischen Forderungen der Gipfelgegner wunderbar in den Hintergrund verdrängt werden. Es würde mich nicht wundern, wenn der nächste G20-Gipfel mitten in Berlin-Kreuzberg stattfinden würde. 

Wolfram Brock Weilheim

Hamburg hat es wieder bewiesen: SPD und Grüne können oder wollen aus ideologischen Gründen die innere Sicherheit nicht garantieren, von den Linken ganz zu schweigen. Die jahrelange Verharmlosung hat sich nun gerächt. Einige Politiker aus dem rot-rot-grünen Spektrum haben noch während der Krawalle die Schuld auf die Polizei geschoben, ebenso auch viele Reporter in unseren oh so unabhängigen Medien. Die Mitglieder des sogenannten schwarzen Blocks sind gewaltbereit. Da hilft es nichts, diese einfach mal mit Wasser zu besprühen, sondern sie müssen bei Gewalttaten sofort an Ort und Stelle verhaftet werden. Die Strategie, diese Verbrecher nachträglich über Fotos zu identifizieren ist lächerlich, gerade dann, wenn das betreffende Klientel bis zu Unkenntlichkeit vermummt ist. Die G 20-Gespräche sind auch weiterhin für unsere globale Welt und die Lösung der anstehenden Probleme notwendig. Sie sollten auch künftig in großen Städten stattfinden können. Was verbessert werden muss, sind die Sicherheitskonzepte, evtl. auch mit Bundeswehreinsatz, und die realistische Einschätzung der verantwortlichen Politiker und Sicherheitsstrategen. Eine falsche Toleranz gegenüber dem linken Terror ist untragbar geworden. 

Peter Blüml Schongau

Die wahre Gesinnung und Tatkraft zeigen Linksextreme gern bei öffentlichen Veranstaltungen vermummt, wie zuletzt in Hamburg. Rechtsextreme hingegen sind oft nachtaktiv, tagsüber erledigen sie ihre politische Arbeit unbehelligt. Beide Gruppen halten nichts vom politischen Geplauder mit anders motivierten Zeitgenossen. Um Aufmerksamkeit zu erlangen, scheuen sie vor Sachbeschädigung und Totschlag nicht zurück. Wenn dann nicht nur in Deutschland, sondern weltweit über ihren Gewaltmarsch, zum Beispiel beim G 20 in Hamburg, berichtet wird und alle Bürger aufgeregt darüber reden, klopfen sie sich stolz an die Brust. Für das aufräumen des bisserl Randalierschrotts und Bereitstellung der Schadenersatzkosten, kommen wir schon auf, ob wir wollen oder nicht. Einem Schadens-Tsunami gleich bzw. nicht wieder reparierbar sind allerdings die Schäden, die durch Produktion und Abfall in der Luft, Erde und Wasser (Plastik in den Weltmeeren, usw.) entstehen. Hautverantwortlich für die unverantwortliche, ungebremste Entwicklung waren und sind unsere Chefs, die die Führerschaft ab den beginnenden Industriezeitalter hatten. Natürlich tragen auch wir Bürger keinen unwesentlichen Teil zu dieser schleichenden Umweltzerstörung bei, bewusst und unbewusst. Wo bleibt da der Aufschrei der Medien, der bundesdeutschen Bürger und aller Gleichgesinnten in unserer Wertegemeinschaft? Wie lange müssen wir noch auf einen G-20-Gipfel warten, der als Hauptthema die Rettung der Mutter Erde ausruft? Vielleicht verhält sich dann der schwarze Block etwas gemäßigter, vielleicht! 

Erich Schlick Unterschleißheim

Ich habe mir schon sehr verwundert meine wenigstens in Süd-Bayern tränengasfrei gebliebenen Augen bei dem Beitrag von Marcus Mäckler gerieben: Greenpeace-Aktivisten rasen mit etwa 15 Schnellbooten auf die Sperrzone um die Elb-Philharmonie zu, um in diese Sicherheitszone zu gelangen. Hat sich bei Greenpeace der als gemeinnützig anerkannte Förderzweck Natur-, Tier- und Umweltschutz grundlegend geändert oder erweitert, sodass dazu jetzt auch das Durchbrechen von polizeilich angeordneten Sicherheitszonen gehört? Dass solche Zonen absolut sinnvoll – wenn auch immer voll effizient – waren, haben die inzwischen weltweit verbreiteten Wort- und Filmdokumentationen bewiesen. Im Erfolgsfall der Greenpeace-Aktivisten hätten diese Straßenschlachten noch um die Schlachten auf der Alster vor der Elb-Philharmonie bereichert werden können. Als Mitglied von Greenpeace möchte ich mit meinen Förderbeiträgen keinesfalls die Kauf-/Charterpreise für diese 15 Schnellboote mitfinanzieren, ja nicht einmal die fossilen Treibstoffe dafür – es waren sicherlich keine umweltfreundlichen Elektroboote. Meine Mitgliedschaft bei Greenpeace werde ich umgehend und fristlos kündigen. 

Inge Steiger Unterhaching

Der G20-Gipfel am Wochenende in Hamburg - ein Desaster! Und wenn nun einige Politiker den Austragungsort für diesen Gipfel auch noch verteidigen und davon sprechen, dass man sich den Ort eines solchen Treffens nicht von ein paar militanten Chaoten vorschreiben lassen will, dann ist das der blanke Hohn für Polizei und Einwohner Hamburgs, die die Leidtragenden dieses Desasters waren. Nein, man will sich von den Randalierern nichts vorschreiben lassen, man kann den Anarchisten schon zeigen, wer hier das Sagen hat, denn: Die Polizei wird’s schon richten! Aber die Polizisten sind kein Kanonenfutter, und 20.000 im Einsatz, knapp 500 Verletzte und ein immenser Sachschaden in Millionenhöhe - dieser Preis ist zu hoch! Tatsache ist nun mal, dass solche Großereignisse heutzutage einen immer größeren Sicherheitsaufwand bedeuten. Da sind im Vorfeld vernünftige Entscheidungen gefragt und keine Trotzreaktionen im Nachhinein! 

Angelika Winkler Mammendorf

Die Gewalttaten von Hamburg sind erschreckend. Aber mich erschrecken auch viele im Lande zu lesende bzw. zu hörende Meinungsäußerungen im Vorfeld und auch jetzt noch im Nachhinein, die nicht wahrhaben wollen, dass als politische Demonstranten getarnte kriminelle Gewalttäter nur mit dem einen Ziel nach Hamburg gekommen sind, hier Hass und Gewalt auszuleben. Wer argumentiert, eine harte Linie seitens der Polizei habe zur Eskalation geführt, geht weit an der Sache vorbei. Für die Gewaltbereitschaft der Vermummten im Schwarzen Block war es von Anfang an unerheblich, ob ihr die Polizei hart oder sanft gegenübersteht. Manche erklären den Beginn der Gewalttaten damit, dass die Polizei am Donnerstag das Vermummungsverbot durchsetzen wollte. Wer diese Aktion kritisiert und Verständnis für gewalttätigen Widerstand gegen staatliche Anordnung äußert, steht damit im Grundsatz auch hinter jenen, die sich anderweitig notwendigen Anordnungen widersetzen und Kontrolleure in der S-Bahn oder Rotkreuz-Helfer am Unfallort beschimpfen und bedrohen. Vielfach wurde im Vorfeld und im frühen Stadium des Gipfels gegen den Staat und seine Organe ein Generalverdacht artikuliert - und der kann die Gewalttäter nur befeuert haben. Ich wundere mich über so wenige Äußerungen des Mitgefühls mit den weit über 400 verletzten Polizisten - und ich frage mich, ob Flora-Anwalt Andreas Beuth mit seiner indirekten, aber unverblümten Aufforderung, solche Gewalttaten doch bitte in anderen Stadtvierteln zu verüben, nicht seine Zulassung als Rechtsanwalt verwirkt hat.

 Peter Maicher Zorneding

Die Reaktion der Bundeskanzlerin auf die Krawalle in Hamburg erscheint bei Weitem nicht ausreichend. Zum einen ist in jedem Fall eine öffentliche Entschuldigung bei der Bevölkerung fällig, da man durch Geschehnisse wie etwa beim G8-Gipfel 2001 in Genua von vornherein wissen musste, dass man nur die Sicherheit der Politiker, nicht aber jene der Bürger garantieren kann. Zum anderen stellt sich die generelle Frage, inwieweit es überhaupt legitim ist, eine ganze Metropole gewissermaßen in Geiselhaft zu nehmen, da während des G20- Gipfels ebenfalls elementare Grundrechte beschnitten wurden sowie der nahezu gesamte innerstädtische Verkehr zusammengebrochen ist. Deshalb wird eine schnelle Hilfe alleine nicht ausreichen, um die verlorene Glaubwürdigkeit der Politik wieder herzustellen, sondern nur das ehrliche Eingeständnis, dass der Austragungsort ein unverzeihlicher Fehler war!

 Rasmus Ph. Helt Hamburg

Von verschiedenen Seiten wird jetzt die Polizei dafür verantwortlich gemacht,, dass die Demonstrationen gegen den G20- Gipfel in eine Orgie der Gewalt ausgeartet sind.Hierzu möchte ich aus meinem Berufswissen einen Beitrag zur Erklärung dieser Sichtweise liefern: Verschiedene moderne Soziologen haben den Begriff „Labeling-approach“ entwickelt. Bei dieser Denkrichtung wird davon ausgegangen, dass abweichendes soziales Verhalten erst dadurch entsteht, dass die“Etikettierung“„schlecht“ oder „kriminell“ einem bestimmten Verhalten oder einer bestimmten Handlung zugeschrieben wird. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das: Kriminalität entsteht erst dadurch, dass es Polizei, Justiz u.a. gibt. Oder eben, dass die Polizei an den Ausschreitungen schuld ist, weil sie vor Ort war oder überhaupt existiert. Natürlich ist diese Sichtweise völliger Blödsinn, da ja die kriminellen Handlungen (Willkommen in der Hölle) lange Zeit vor dem G20 geplant waren. Mit meinem Beitrag wollte ich nur aufzeigen, in welcher Gedankenwelt sich manche Personen befinden. Solche Argumentationen sollte man gar nicht erst ernst nehmen und vor allen Dingen, sich nicht darüber ärgern. Manche Politiker versuchen halt, diese für sie sehr belastenden Ausschreitungen „anderen in die Schuhe zu schieben.“ 476 verletzte Polizeibeamte sind ein deutlicher Beweis dafür, wie sich diese Beamten für die Allgemeinheit und auch für die Gipfelteilnehmer mit ihrem Leben und ihrer Gesundheit eingesetzt haben. Ein „warmer Händedruck“ als Dankesgeste ist viel zu wenig! Das sollten sich die Merkels und Co. dick hinter die Ohren schreiben! 

Werner Engelhardt Kriminalhauptkommissar a.D. Weilheim

Als ich die Bilder im Fernsehen sah, dachte ich zuerst, es sind Kampfszenen aus syrischen oder irakischen Städten wie Mossul. Lauter schwarz gekleidete und vermummte Terroristen, nur die IS-Flagge fehlte. Da war mir klar, es handelt sich um Straßenkämpfe in Hamburg. Der IS kämpft aus seiner Sicht für eine gerechte Sache, die linken Demonstranten tun dies aus ihrer Sicht ebenso für eine gute Sache, mit anderen Worte - beide terrorisieren mit brutaler Gewalt und Zerstörungskraft ihre Umgebung. Somit ist zwischen IS und linken Demonstranten fast kein Unterschied zu erkennen, lediglich die Gewalt gegenüber der Bevölkerung (nicht aber gegenüber deren Eigentum) fehlt - noch! Wenn der abgrundtiefe Hass der linken Demonstranten sich so weiter entwickelt, dann werden zukünftig viele Tote zu beklagen sein - die RAF lässt grüßen. Vielen Dank SPD, Grüne und Die Linke – eure Saat ist aufgegangen.

 Peter Mühlberger München

Wenn man derzeit den Fernseher anstellt oder eine Zeitung aufschlägt ist das beherrschende Thema der G 20 Gipfel ; aber nicht die politischen Geschehnisse stehen dabei im Vordergrund, sondern die schier unglaublichen Straftaten der marodierenden Banden, die die Bevölkerung und Anwohner mit Plünderungen, zerschlagenen Schaufensterscheiben und angezündeten Autos terrorisieren. Ganz im Gegensatz zu den Verwüstungen im Straßenbild seht dabei die geradezu beschwichtigende, verniedlichende und verharmlosende Berichterstattung vor allem des linksgrünen Mainstreams wie ARD, ZDF, Spiegel, Stern, Süddeutsche Zeitung usw. Gleiches gilt für die Stellungnahmen der Bundesregierung. Auffallend ist, dass nicht die Täter und deren Taten benannt werden, sondern stets nur von „gewaltsamen Protesten“, die nicht zu akzeptieren seien, von „brutaler Gewalt“, die nichts auf den Straßen zu suchen habe oder von „linksautonomen Krawallen“ (Münchner Merkur) die Rede ist. „Brutale Gewalt“ zündet aber keine Autos an, „gewaltsamer Protest“ zerschlägt keine Schaufensterscheiben, es sind die linken Kriminellen, die das Feuerzeug ans Auto halten oder mit der Eisenstange die Scheiben einschlagen. Offenbar scheut sich der linke Redakteur davor, Klartext zu reden; vermutlich haben diejenigen, die in Hamburg Amok laufen, doch dieselbe richtige linksgrüne Gesinnung, die man heutzutage einfach haben muss, wenn man nicht als Populist oder gar schlimmeres gelten will. Dem Münchner Merkur werfe ich vor, sich diesbezüglich nicht wesentlich vom Mainstream zu unterscheiden. Redet er doch auch ständig euphemistisch von „Autonomen“ wenn er über die Taten von Verbrechern berichtet. „Autonom“ bedeutet lediglich selbstständig oder unabhängig, und ist somit eine höchst ungenügende, ja verharmlosende Beschreibung derjenigen, die Kindergärten angreifen, Geschäfte plündern oder Polizisten verletzen. Auch die Bezeichnung „der schwarze Block“ für einheitlich gekleidete, vermummte Gewalttäter ist gewagt. Es handelt sich bei diesen Leuten eben nicht um einen Betriebsausflug der Kaminkehrer-Innung, auch wenn uns die politisch so korrekten Medien in ihrer Wortwahl das nahelegen wollen.

 Franz Senger Garmisch-Partenkirchen

Da braucht man nicht rätseln, woher diese Verrohung kommt. Denn wo der Verfassungsschutz am rechten Auge blind ist, sind die Parteien, die ja auch immer weiter nach links rücken, auf dem linken Auge blind. Und wenn dann unsere Volksvertreter behaupten, dass links und Gewalt sich quasi von selbst ausschließen, und es deshalb keine linken sein können, werden sie noch lange weiterrätseln. Scheinbar braucht es wieder einen Schill in Hamburg, und für Deutschland die Alternative. 

Georg Niedermeier Haimhausen

Terror in Hamburg: Allmählich hat man sich an allerhand Terror beim Fußball gewöhnt; doch das noch nie dagewesene Ausmaß der Krawalle in Hamburg erzeugt blankes Entsetzen gepaart mit heller Bestürzung als natürliche Reaktion jedes ordentlichen Bürgers. Brennende Wut und ohnmächtige Verzweiflung rufen nach Gegenwehr durch Verstärkung der Polizei und Verschärfung der Gesetze; denn so darf es nicht weitergehen, sonst landen wir noch in einem Bürgerkrieg. Es werden abermals unzählige, kostspielige Analysen und Studien erstellt werden, bevor man wieder zur Tagesordnung zurückkehren wird. Doch eines werden solche Pläne nicht aufzeigen: den Kampf gegen die Moral: von den 68ern angefeuert, von der der Regierung geschürt. sei es durch Abtreibungen, Schulsexual“erziehung“, „Ehe“ für alle, Gender, die ständige Berieselung durch Frivolitäten und Verbrechen im Fernsehen usw. Man will keine verantwortete, sondern eine zügellose Freiheit. Dass diese unglaubliche Rebellion zeitgleich mit der Verabschiedung der „Ehe“ für alle und der großkotzigen Parade zum Christopher Street Day in Köln tobt, sollte doch eigentlich zu denken geben. So, wie der Mensch in seiner Überheblichkeit glaubt, nicht ein Teil der Natur zu sein, glaubt er auch, kein Teil der Moral sein zu müssen. Doch genau so, wie die gemarterte Natur zurückschlägt (Klimaveränderung, Überflutungen usw.). ist es mit der Moral: sie kann nicht nur ein einem Punkt geschändet oder beseitigt werden; sie ist ein Ganzes. Auch die Abhängung der Kreuze hat damit zu tun wie ebenso die von den Medien als Fortschritt gefeierte Verweltlichung des Christentums.

 Wendelin Rasenberger Eichenau

Abgründe taten sich schon vor zehn Jahren auf, bei den G8-Krawallen von Rostock. „Hunderte Vermummte“, so war auf Spiegel-Online am 2. Juni 2007 zu lesen, „hielten eine ganze Stadt in Atem, ließen ihrer blinden Wut freien Lauf, zertrümmerten, was ihnen in den Weg kam, und attackierten mit äußerster Brutalität die Polizei.“ Es gab 433 verletzte Polizisten. Und die Strafen? Einer Nachricht vom 28. Dezember 2007 (m.rp-online) entnehme ich das Folgende: es gab 1.474 Ermittlungsverfahren, 157 Anklagen, rund 50 Beschuldigte wurden verurteilt (meist Geldstrafen, drei Freiheitsstrafen zur Bewährung). Besonders pikant (nach Rostock und jetzt nach Hamburg): Manuela Schwesig (Bericht WELT/N24 vom 30. 6. 2014) strich das Programm gegen Linksextremismus ersatzlos (!), weil es sich als „wirkungslos“ erwiesen habe. Überhaupt: Das Problem Linksextremismus (Bericht vom 10. 5. 2015) sei „aufgebauscht“. Fast unglaublich klingt, was sich Heiko Maas leistete: Von den Punkrockern „Feine Sahne Fischfilet“ existieren Songtexte der folgenden Art: „… Bullenhelme, sie sollen fliegen. Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse rein…“ „Feine Sahne“ hatte ein Konzert gegen Rassismus mitveranstaltet. Heiko Maas war darüber so begeistert, dass er per Twitter den linksradikalen Hetzern (sie wenden sich nach eigener Aussage nicht nur gegen Rassisten usw., sondern auch gegen den Staat / siehe dazu den Wikipedia-Artikel) am 24. August 2016 ein großes Lob zukommen ließ: Tolles Zeichen gegen Fremdenhass und Rassismus. Danke! 

Wolfgang Illauer Neusäß-Westheim

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