Kaum Verständnis für Frau Schröder

 Warum denn nicht konsequent die liebe Gott?

Aber neben Bibel, Märchen und Kinderbüchern, welche nach langer Zeit durch sie endlich die Erleuchtung einer klaren und sozialverträglichen Rezension erfahren durften, hat diese Quotenfrau-Ministerin leider doch eine Kleinigkeit übersehen: Sowohl in unserer National- wie auch der Bayernhymne wimmelt es nur so von Vater, Bruder, er und der! Mutter, Schwester, sie und die fehlen komplett! Wenn Frau Schröder später mal über das Märchenalter hinausgewachsen ist, sollte sie sich dann aus dringendstem Handlungsbedarf auch damit beschäftigen. Aber vielleicht hat der Wähler bis dahin auch erkannt, was uns eine qualifikationsunabhängige strikte Frauenquote alles an Unterhaltung bieten wird, wenn es nicht zum Heulen wäre!

Reinhard Herz Starnberg

Ja, liebe Frau Schröder, Sie sprechen mir aus der Seele, wenn Sie sagen, „das liebe Gott“ sollte man schon mal vorab einführen, denn das Engländer sagt ja auch „the“ zu der, die, das. Ganz tolle Idee. Da fiel mir ein, dass es in Bayern heißen soll „die Rindviech“, da es ja weiblich ist, wir sagen aber „das Rindviech“, eigentlich sollte man aber zu so einem „der Rindviech“ sagen, oder? Mia song awa einglich zu sowos „des Rindviech“. Ist mir nur so spontan eingefallen, aber ich glaub, da fällt uns noch viel mehr dazu ein. Üßt tas toch tü Volge fon die noie Röchtschraipunk. Da denk ich an Weihnachten auch an das Szene, wo Jesus das Pharisäer aus the Tempel rausschmiß, ab und zu wünsch ich mir so was auch in das Reichstag. Nix fia unguad.

Das Fritz Schachtner Otterfing

Zur Ministerin Schröder und ihrem „das“ Gott (und dem Aufheulen konservativer Kreise): Eigentlich hat sie ja irgendwie Recht. Denn die Verpersonalisierung der Schöpfungskraft zum Vater mit Sohn und Geist (daraus/darüber) ist ja doch nur in magischer Denkweise irgendwie zu erfassen. Deren Versächlichung ist immerhin ein Versuch, die Jenseitshoffnung der Menschen zumindest an den Rand rationalen Denkens zu befördern. Wie kann man sich die Ursache allen Seins armselig geschlechtlich gebunden vorstellen? Jenes Das als Artikel vor Gott wirkt lediglich ungewohnt und allenfalls sonderbar.

Dietrich Kothe Hohenfurch

Zeitgenössische Bildung ist ein gefährlicher Treibsatz zur Dummheit. Dieser Aphorismus fällt mir ein, wenn sich Bundesministerin Kristina Schröder damit brüstet, ihrer eineinhalbjährigen Tochter erklärt zu haben, dass der feministisch korrekte Artikel zu Gott das Gott sei. Zudem, so berichtet sie voller Stolz, übersetze sie beim Vorlesen den Begriff Negerkönig synchron – was immer das heißen mag. Schon unsere Lehrerin, eine kluge Frau ohne Hochschulabschluss, machte uns 1956 in der 4. Klasse Volksschule darauf aufmerksam, dass Gott zur besseren Vorstellbarkeit zwar bärtig und würdig dargestellt werde, tatsächlich aber sei Gott ein Geistwesen, nicht männlich, nicht weiblich, nicht alt und nicht jung. So viel zur zeitgeistkonformen Erkenntnis von Kristina Schröder. Ferner könnte sie ihren Nachwuchs darüber belehren, dass vor wenigen Jahrzehnten eine Reihe herkömmlicher Begriffe einem Quasiverbot unterlag und eine Gesellschaft scheinbar mündiger, aufgeklärter Bürger brav und widerspruchslos folgte. Mama Kristina könnte dem Töchterlein in den nächsten Jahren einmal erklären, warum zu einem Schwarzen nicht mehr Neger gesagt werden darf, obwohl er zweifelsfrei ein solcher ist, und warum zu einem Sinti/Roma nicht mehr Zigeuner gesagt werden darf, obwohl er zweifelsfrei ein solcher ist, und warum man einen Polizisten Bulle nennen darf, obwohl er nachweisbar ein Mensch ist.

Rolf Bayer Kirchseeon

Es geht um mehr als um einen Artikel. Es heißt im Deutschen auch das Jesuskind, und es ist keine Sache, sondern eine wichtige Person. Jedoch Frau Schröder sollte wirklich schweigen, wenn sie keine Ahnung von Gott hat! Es mögen viele ihre Ansicht teilen. Aber sie ist nicht nur in einer Partei, die sich christlich nennt, sondern hat einen eingedeutschten Vornamen Kristina, der mit Christus zusammenhängt. Will sie auch ihre Partei eindeutschen? Gute Nacht, Deutschland, mit so einer Familienministerin! Diese Gedanken kennen wir allzu gut aus unserer traurigsten Vergangenheit. Eine neue Bewegung möge in unserem Land entstehen, dass wir gegen einen solchen Irrgeist gerüstet sind und nicht nur an Weihnachten eine Begegnung mit dem lebendigen Gott erleben. Darum bete ich.

Helmut Kissel Pastor i. R., Bad Tölz

Eine Frau mit so verworrenen Ideen ist als Familienministerin untragbar.

Herbert Gaiser München

Christian Deutschländer und Claudia Möllers: „Aufregung um Frau Schrö- der und das liebe Gott“; Politik 22./23. Dezember

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