Kritik an Wulff wächst

Herr Wulff sollte schnellstmöglich abtreten! Er beschädigt zunehmend das Amt des ohnehin völlig überflüssigen Bundespräsidenten.

 Schon zu Beginn seiner Amtszeit machte er sich mit seiner Forderung nach „Demut vor dem Amt“ unbeliebt. Es ist so was wie „den Hut auf der Stange grüßen“ (Wilhelm Tell). Für Vorteilsnahme im Amt hat jeder kleine Beamte mit strafrechtlichen Folgen zu rechnen. Gilt das für Wulff nicht? Dass seine Entschuldigungen scheibchenweise kamen, macht die Sache noch brisanter. Er ist nicht mehr tragbar. Wenn er noch ein bisschen sein Gesicht wahren will, dann sollte er seinen Hut nehmen. Und bitte ohne üppige Pension! Wir haben schon vier Bundespräsidenten zu finanzieren.

Inge Schael Geretsried


Herr Bundespräsident, es reicht! Wenn ein Bundespräsident die Pressefreiheit als hohes Gut bezeichnet, dann ist dies wohl nicht mehr als korrekt. Nur sollte er nicht nur davon reden, sondern es auch vorleben. Er ist wie die meisten Politiker. Er gibt immer nur zu, was ohnehin schon deutlich wurde. Viele reden immer von Beschädigung des höchsten Amtes der Bundesrepublik. Der größte Schädiger ist doch der Bundespräsident persönlich. Also nehmen Sie, Herr Wulff, Ihren Hut und zeigen wenigstens hier Charakter.

Erwin Wieser Mammendorf


Es wird höchste Zeit, dass dieses Kasperltheater mit einem unfähigen Präsidenten aufhört. Hier werden Gesetze von Sitte und Anstand verletzt. Die Einhaltung von Gesetzen ist für einen Bundespräsidenten Pflicht. Der schlechte Ruf der Abgeordneten wird gesteigert. Wulffs Vorteilsnahme im Amt, dies scheibchenweise zuzugeben, entspricht Betrug am Bürger. Hier wird die herausgehobene Stellung zu seinem privaten Vorteil genutzt. Er mahnt und lobt die Presse in der Öffentlichkeit, gleichzeitig beschimpft und bedroht er sie hinterrücks. Es ist nicht vergessen, dass dieser Präsident bei seiner Kreditnahme besonders günstige Zinsen bekam, die ein Normalbürger nie bekommen würde. Es fehlt diesem Präsidenten das Gefühl für Unabhängigkeit und Würde. Deutschland hat so einen Amtsträger nicht nötig. Herr Wulff, nehmen Sie Ihren Hut, aber sofort!

Karlheinz Pech Zorneding


Filbinger bis Wulff und dann? Es wäre interessant und wirklich an der Zeit, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, welche bzw. wie viele Unions-Politiker durch die vehementen Anschuldigungen der rot-grünen Saubermänner und Gutmenschen aus ihren politischen Ämtern, ja sogar aus ihrem Leben (Barschel) scheiden mussten bzw. wer und wie viele Unions-Politiker bis zu den nächsten Wahlen noch folgen? Es wäre auch edel, diesen rot-grünen Genossen einen Orden in Form eines Heiligenscheines zu verleihen.

Erich Friedl Ebersberg


Gemessen, um welche kleinen Geldbeträge es geht, wenn der Bundespräsident auf einen niedrigeren Zinssatz für sein Darlehen zugreift, kann ich nur sagen, welch eine Heuchelei. Bekanntlich weiß man, dass manche Industrie Millionenbeträge für die Politiker oder deren Parteien zur Verfügung stellt, wenn es um wirtschaftlichen Einfluss geht. Zudem hat diese Art der Korruption, oder soll man lieber sagen Lobbyismuseinfluss, einen großen Teil der Gesellschaft zu Suchtabhängigen gemacht und negativsten Einfluss auf die Bevölkerung vollzogen. Ich meine die Suchtmittelindustrie/Tabakindustrie.

Anton Morböck Weilheim


Das gab’s noch nie. Ein Ministerpräsident, der sich dumm-dreist (und jetzt auch kriminell) selbst absägt. Aber bitte dann auch ohne Pension und sonstige Vergütungen. Weiter so!

Johanna Kirschner Moosinning


Die Leser des Münchner Merkur sollen die ersten sein, die die ganze Wahrheit erfahren: Als Mann mit Weitblick hat unser noch amtierender Bundespräsident mit seinem Anruf bei der BILD nur der persönlichen Altersarmut vorbeugen wollen. Ihm war ausschließlich für den Fall der Aufgabe der ersten Position im Staate daran gelegen, nicht so einfach in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden (was seiner nach Anerkennung strebenden Gattin auch nicht gerecht würde), er wollte ganz einfach mal telefonisch vorfühlen, ob das Ressort Finanzhilfe beim Aufklärungsblatt Nr. 1 in Deutschland noch kundiger Unterstützung bedarf. Ein Schelm, wer sich Böses dabei denkt!

Günther Wentzel Fischen am Ammersee


Ein Hoch auf die Pressefreiheit und den Mut der entsprechenden Mitarbeiter! Das Verhalten von Wulff würde jedem diktatorischen Regime zur Ehre gereichen. Wenn der erste Mann im Staate, der Bundespräsident, sich zu solchen Drohungen gegenüber der Presse hinreißen lässt, dann wird dessen Glaubwürdigkeit und Ansehen immer geringer. Politiker gerieren sich ja gerne als Vorbilder. Sollte sich aber ein normaler Bürger einen Politiker als Vorbild nehmen, dann könnte es sein, dass dieser Bürger ernsthaft mit dem Gesetz in Konflikt kommen könnte.

 Dr. Andreas Geiger Fischbachau


Das unverständliche Verhalten des immer noch Möchtegernbundespräsidenten Wulff zeigt doch sehr deutlich, dass der erste Mann dieses Staates zumindest die Eigenschaft Charakter ganz und gar vermissen lässt. Was wollen wir mit einer Person, die zu ihren Fehlern nicht stehen kann und dann der Presse und somit der Pressefreiheit den Krieg erklärt. Absolut fehl am Platz und extrem unqualifiziert. Ein Mensch mit Charakter würde zurücktreten und auf die Bezahlungen, die der belogene und betrogene Bürger natürlich zu finanzieren hat, verzichten. Genau so wenig Charakter besitzen aber auch die Restpolitiker unserer mittlerweile zur Bananenrepublik verkommenen Nation. Man müsste so einem Herrn doch von allen Seiten sehr energisch den Rücktritt nahelegen. Aber dazu fehlt das Rückgrat und der Mut und wohl auch die geistige Kompetenz bei diesen Damen und Herren, die nur ihr eigenes Wohl und das der Politik das Handeln diktierenden Lobbyisten vor Augen haben. Wen wundert’s, wenn in diesem Staat Anstand und kultiviertes Miteinander mehr und mehr verrotten.

Hermann Singer junior Gmund


Angesichts seiner Weihnachtsansprache und der Presseerklärung zuvor, erscheint Herr Wulff nach immer neuen, an die Öffentlichkeit kommenden Details als die Inkarnation der Scheinheiligkeit. Wen in dieser Republik will denn dieser feine Herr künftig noch erreichen mit solch salbungsvollen und gleichzeitig doch so verlogenen Worten? Wulff ist ein Präsident, der erst über drei unwürdige Wahlgänge ins Amt geschlittert ist; nie wahre Akzente setzen konnte, sondern stattdessen eher für Irritationen sorgte, wie mit seinen Islam-Aussagen. Nun hat das politische Berlin die Quittung dafür, dass man keinen ehrenhaften Staatsbürger, sondern dieses Mal lieber einen aalglatten Berufspolitiker als Präsidenten haben wollte. Frau Merkel wird das in diesen Tagen mit Sicherheit bereits bereuen. Fazit: Eine Bestätigung der Wutbürger in ihrer Politikverdrossenheit! Und zu Herrn Wulff, der ohnehin nicht mehr zu halten ist, sollte jemand den Mut haben, zu sagen: Hau endlich ab!

 Jörg Harth Bad Tölz

Mike Schier und Barbara Nazarewska: „Wulffs Wutanfall“; Politik 3. Januar

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