viele Leserbriefe zur Kandidatenkür

Laschet Kanzlerkandidat der Union

Christian Deutschländer: Laschet will Entscheidung erzwingen; Politik 20. April

Bravo, Herr Laschet, jetzt haben Sie mit ihrem Egoismus Millionen von CDU/CSU-Wählern verprellt und die Chance auf das Kanzleramt wissentlich vertan. Es bleibt jetzt nur noch eine Möglichkeit – eine Kanzlerin Annalena Baerbock, die uns Bürgern viel Selbstbestimmung nehmen wird, zu verhindern: Olaf Scholz oder AfD wählen. Leider!

Wolfgang Oelke

München

Söder ein Kandidat der Herzen: I schiaß ma ins Knia! Für so ein Geschacher: Sich dafür dem Wahlvolk aus dem Vokabular der Royals zu bedienen, sprengt alle Dimensionen der Verlogenheit.

Kaus Hager

Weilheim in Oberbayern

Wäre eine solche Wahl andernorts möglich? Man stelle sich vor zwei Dirigenten stünden zur Wahl. Beide sind gute Kandidaten, aber der eine macht einen müden, laschen Eindruck, der andere strotzt vor Energie. Allerdings hat Kandidat eins ein sehr enges Verhältnis zu Konzerthausleitung, Kandidat zwei nicht. Die Konzert-Abonnenten wünschen sich jedoch Kandidat zwei. Trotzdem bekommt Kandidat eins die Stelle. Werden die Abonnements in Zukunft eher steigen oder sinken? Der Pyrrhussieg von Herrn Laschet wird die CDU zerreißen. Die CDU kann froh sein, wenn die Grünen die CDU nicht noch überholen. Man kann über Herrn Söder denken, was man will, aber er lag sowohl in der Fraktion als auch in der Bevölkerung meilenweit vor Herrn Laschet. Ein Sieg bei der Bundestagswahl wäre für Herrn Söder nicht sicher gewesen, trotzdem ging er das Risiko ein zu kandidieren. Ich habe Respekt vor Herrn Söder.

Ralph Anderhofstadt

Pullach

Die verantwortlichen CDU-Vorstands-Gremien haben mit ihrer Entscheidung Montagnacht Herrn Laschet nunmehr zum zweiten Mal nachdrücklich als geeigneten Kandidaten bestätigt. Nach einer blutigen Woche immerhin noch mit nahezu einer Zweidrittel-Mehrheit. Das spricht einerseits für Standvermögen und Weitsicht, aber auch für Vertrauen in die Parteistrukturen. Der Angriff des Herausforderers aus der Schwesterpartei mit – Umfragen zufolge – einer Vielzahl von Unterstützern aus der Basis von CDU/CSU konnte somit erfolgreich abgewehrt werden. Das habe ich erleichtert zur Kenntnis genommen.

Ohnehin verwundert mich, dass offensichtlich viele Menschen Herrn Söder als geeigneten Kandidaten angesehen haben, obwohl er selbst in Bayern nicht uneingeschränktes Vertrauen genießt. Der amtierende Bundesinnenminister, Herr Seehofer, hat – offenbar nicht ohne Grund – jahrelang verhindern können, dass Herr Söder höchste Ämter bekleidet. Freude und Erleichterung basiert allerdings weniger auf dem Sieg von Herrn Laschet, sondern auf der Verhinderung des Kanzlerkandidaten Söder. Möglicherweise wird der Ausgang dieser blutigen Kandidatenkür der Union bei den anstehenden Wählerbefragungen zunächst Prozentpunkte kosten, weil die Anhänger des unterlegenen Kandidaten enttäuscht sein dürften. Gelingt es der Union jedoch, bei Geschlossenheit und einem klaren Wahlprogramm in angemessener Zeit Ruhe in die Partei zu bringen, dann sollten die Werte wieder steigen. Allerdings steht der CDU-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Laschet hierbei vor einer Mammutaufgabe. Er muss nun beweisen, dass er der geeignete Kandidat ist und das in ihn gesetzte Vertrauen rechtfertigen.

Klaus Reuber

Bad Tölz

Eigentlich wollte ich nie wieder einen Leserbrief schreiben, weil das ohnehin nichts ändert. Aber jetzt kann ich mich nicht mehr zurückhalten.

Es kam, wie es hat kommen müssen, insofern bin ich nicht überrascht. Ich bin kein überzeugter CSU-Wähler, bei Gott nicht. Aber ich fühle, dass Markus Söder Bayern guttut, auch wenn ihn manche, aus welchen Gründen auch immer, nicht mögen. Die CDU hat Angst vor Söder, weil das einer wäre, der in Berlin aufräumen würde. Und da würden Köpfe rollen. Und ein Bayer an der Regierung, sowas will man ohnehin nicht.

Anderseits freue ich mich, dass uns der Markus erhalten bleibt, anstatt sich in Berlin zu verschleißen. Obwohl ein Großteil der CDU-Mitglieder lieber Söder als Kanzlerkandidat hätten sehen wollen, hat man wieder bei der Abstimmung in die Hosen gemacht. Es soll weitergehen wie bisher. Ich kann mich an Laschets Worthülsen nicht mehr erinnern, aber eines ist mir im Gedächtnis haften geblieben: Mit einer rot-rot-grünen Regierung haben wir eine andere Republik.

Heißt im Klartext: So weitermachen wie bisher, eine grundlegende Änderung (wie es notwendig wäre), ist nicht gewünscht. Die Chance, etwas grundlegend zu ändern, ist vertan. Unserem Land würden grundlegende Änderungen und Anpassungen an die reale Welt guttun. Auch im europäischen Umfeld, wo Deutschland bereits die Lachnummer ist. Die Dauerzahler sind ja so dumm. Ganz abgesehen von dem katastrophalen Management der Corona-Pandemie. Meine Frau und ich sind positiv getestet, aber hier ärztlich geholfen zu bekommen ist sehr schwierig. Aber die Bürokratie des Gesundheitsamtes funktioniert. Besonders bei der Quarantäneverordnung.

Zum Glück hat es noch der Wähler in der Hand, was geschieht, aber ich fürchte, es wird sich nichts ändern am Wahlverhalten, weil: Da wissen wir, was wir wählen. Lieber kein Risiko eingehen, so schlimm ist es doch gar nicht.

Ob ich überhaupt zur Wahl gehe, weiß ich noch nicht, weil es geht mir auf die Nerven, wenn mich von den Wahlplakaten Gesichter angrinsen, die ich überhaupt nicht kenne. Und warum sollte ich diese wählen? Es kommt auf etwas anderes an als auf grinsende Gesichter. Unser Wahlsystem ist dringend erneuerungsbedürftig, aber man traut sich nicht, das anzufassen. Was nämlich überhaupt nicht stattfindet, ist die Berücksichtigung des Wählerwillens. Die Lobbyisten sind zu stark.

Wolfgang Milhard

Dachau

Zur Kanzlerkandidatenkür: Wieder eine Hoffnung weniger! Herr Generalsekretär Blume meinte, Herr Ministerpräsident Söder sei erkennbar der Kandidat der Herzen gewesen. Möglich, ich möchte jedoch hinzufügen, er war vor allem der Kandidat der Hirne! Es geht hier nämlich nicht um eine Prinzessinnenkür, sondern um den Klügsten als potenziellen Kanzler. Viele Wähler werden sich tief enttäuscht und ratlos zurückziehen. Vielleicht geschieht ja noch ein Wunder bis zum September.

Dr. Dr. Sybille Seifert

Stockdorf

Der Klügere gibt nach – nun haben wir unseren Kanzlerkandidaten! Einerseits bin ich froh, dass wir unseren Ministerpräsidenten, Herrn Söder, behalten können. Andererseits habe ich bei Herrn Laschet ein sehr flaues Gefühl im Bauch. Ich kann mir beim besten Willen Herrn Laschet nicht als Bundeskanzler vorstellen. Wenn ich ihn im TV reden höre, habe ich immer das Gefühl, er hält jetzt gleich eine Karnevalsrede mit Narrenkappe. Außerdem kann ich dem Mann nicht vertrauen, der vergessen hat, sein Buchhonorar zu versteuern, oder der die Klausuren seiner Studenten verliert und einfach Noten vergibt, um nicht zugeben zu müssen, dass die Klausuren verschwunden sind! Ich sehe da ein großes Dilemma auf mich zukommen, wen soll man da wählen? Grün, Gelb-Rot, Rot-Rot oder AfD ist absolut keine Option für mich.

Roswitha Holzer

München

Habt ihr die Jubelschreie von Grün/Rot/Rot im Bund und der AfD zur Sachsen Wahl im Juni gehört. Besser hätte es für diese Parteien mit der Wahl von Laschet zum Kanzlerkandidaten CDU/CSU gar nicht kommen können. Man braucht kein CDU/CSU Wähler sein um diesen Blödsinn zu Verstehen. Da haben alte CDU Landesfürsten eine Wahl abgegeben die nur wenige in der Parteibasis, die haben ja nichts zu sagen, verstehen. Ich bin kein CSU-Mitglied aber Markus Söder hätte ich gewählt. Ich bin der Meinung man hat die kommenden 5 Jahre verschenkt. Also dann „Glück auf“ in den Wahl Untergang.

Peter Portner senior

Hebertshausen

Zu Armin Laschet falls mir nur ein altes Sprichwort ein. Unter den Blinden ist der Einäugige König.

Harald Wagner

Dachau

Das klare Vorstandsvotum der CDU für ihren Parteichef Armin Laschet als Kanzlerkandidat zeigt eindeutig, dass diesen Damen und Herren die Meinung des Volkes egal ist! Laut der jüngsten Forsa-Umfrage würden 40 % der Wähler Markus Söder als Kanzler ihre Stimme geben, 19 % Armin Laschet. Bei den CDU/CSU-Wählern wären 72 % für Markus Söder und 23 % für Armin Laschet. Diese Ignoranz und Selbstherrlichkeit des Vorstandes der CDU wird ihnen im September 2021 auf die Füße fallen.

Max Bauer

Starnberg

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