Leidtragender ist immer der Bürger

Endlich bringt jemand den Mut auf, die Unwahrheiten über die von der Politik so hochgelobte Riester-Rente und den Pflege-Bahr anzusprechen.

Dafür möchte ich mich beim Autor sehr herzlich bedanken. Es sind nicht die Versicherten, die später vielleicht ein bisschen davon profitieren, sondern die Herren Riester, Rürup, Maschmeyer etc., die Versicherungskonzerne und Vater Staat, der sich davon wieder Steuern nimmt. Die Politiker aber sind zu feige oder gar zu uneinsichtig, ihre Fehler zu korrigieren. Der Leidtragende ist wieder der Bürger, der den Versprechungen geglaubt hat. Gott sei Dank habe ich das sofort durchschaut und bin nicht auf den Leim gegangen.

Christl Bredow Garmisch-Partenkirchen

Ich erinnere mich noch genau, als die „Riester-Rente“ bei der Ergo-Versicherungsgruppe in Düsseldorf dem Vertrieb vorgestellt wurde und man freudestrahlend von einem Milliardengeschäft sprach. Traurig aber wahr ist, dass an diesem Geschäft ausschließlich die Produktgeber und der Vertrieb, insbesondere der Struki-Vertrieb à la AWD, DVAG, OVB etc., kräftig zu Lasten der Normalbürger, die dabei auf der Strecke bleiben, verdient haben und immer noch verdienen. Dazu fällt mir nur noch der weise Spruch unserer Großväter ein: „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not auch kein Brot!“ Es ist leider in unserem System immer dasselbe, die Masse muss sich aufgrund feiger oder sogar korrupter Politiker ihr Leben lang für eine absolute Minderheit buckeln und kommt trotzdem nicht auf einen grünen Zweig; denn der Kapitalmarkt – egal welches Produkt man auch nimmt – ist nicht für die breite Bevölkerung geschaffen worden. Wie lange soll das noch gut gehen? Offensichtlich scheint man nicht eher Ruhe geben zu wollen, bis die unzufriedenen, verarmten Massen überall in Europa durch die Straßen ziehen – und danach? Es wäre auf jeden Fall sehr wünschenswert, wenn sich diesem leidigen Thema die breite Medienlandschaft aufklärend annehmen würde, damit allein schon deshalb nicht noch mehr tragische Schicksale produziert werden, denn diese Riester- und Rürup-Produkte sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen.

Axel C. Baumgart Rottach-Egern


Wilhelm Christbaum: „Riestern und Maschmeyern“; Kolumne Politik 17. Januar

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