Leserbriefe

Schelte für Söder

Georg Anastasiadis:Zensuren aus München; Kommentar 28. Mai

Vielen Dank für Ihren Kommentar. Das Errettertum von Herrn Söder kennt keine Grenzen! Ungeheuerlich wie vernichtend mit unserer Gastronomie umgegangen wurde und weiter wird. Das große Wirtshaussterben ist so in den nächsten Monaten programmiert. Weltfremde Öffnungszeiten und Bedingungen und zu überlanges Zögern das ein Überleben für viele geradezu unmöglich macht. Kinos und ihre Betreiber, Theater, Kunst und Künstler desgleichen.

Aber Söder erfreut sich immer noch hohen Zuspruchs dank der, zum Glück, vielen finanziell glimpflich Davongekommenen, oder gar gänzlich Unbehelligten! Erinnert sich eigentlich noch einer an die 32 000 GBW-Wohnungen die mit Herrn Söders Billigung verschachert wurden? Soziales Wohnungswesen ade, Schlagwort Patrizia? Völlig in Vergessenheit geraten, dank Corona? Na dann Prost!

Josef Brandstetter

Unterschleissheim



Söder nervt die anderen Landesfürsten: Ich kann dem Beitrag von Herrn Anastasiadis generell nur zustimmen. Es baut sich seit einiger Zeit ein Schattenkanzler auf. Was ich nicht so ganz verstehe, ist, woher die immer erwähnten hohen Zustimmungszahlen stammen. Ich kenne zwar keine 13 Millionen Bayern, aber doch einige Leute. Hier ist die Zustimmung für die Corona-Maßnahmen wesentlich differenzierter und geringer. Zu dem Schattenkanzler passt auch noch der Auftritt Söders bei „jetzt red i“, wo er auf eine Bappn-Windelpflicht (wienerisch) oder Maultascherlpflicht (schwäbisch), bis ein Medikament oder Impfstoff gegen Corona vorhanden ist, hinwies. Ich möchte Herrn Söder daher bitten, dass er keine Statements mehr und keine Interviews mehr ohne Maske gibt. Meine Verkäuferin darf mir auch keine Antwort ohne Maske geben. Auch wenn ich sie dann nicht immer verstehe. Aber das mit dem Verstehen ist sowieso so eine Sache.

Theodor Grubmüller

München

Seit Monaten hat Bayern mit weitem Abstand die meisten Corona-Infizierten und -Toten aller Bundesländer (jeweils auf 100 000 Einwohner). Was sollte man in dieser Situation tun? Etwa wie Herr Aiwanger auf Boris Johnsons Spuren wandeln und ohne Mund-Nasen-Maske als Rebellen-Vorbild für Fotografen posieren? Zur Erinnerung: Johnsons England ist aktuell hinter den USA weltweit die Nummer zwei bei den Corona-Toten. Erfreulicherweise ist Bayerns Bevölkerung vernünftiger und befürwortet mehrheitlich Söders gemäßigtes Vorgehen beim Öffnungskurs. Obwohl lautstarke Demos und ganzseitige Berichterstattungen manchmal ein anderes Bild suggerieren, entsprachen selbst die 3000 Demonstranten am 9. Mai in München nur 0,2 Prozent der Bevölkerung der Landeshauptstadt. Es wird offenbar versucht, durch Bellen davon abzulenken, dass der Schwanz mit dem Hund wackeln will.

Axel Stark

Gmund

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