Maut ja, aber besser!

„Seehofers nächste rote Linie: Ohne Pkw-Maut kein Koalitionsvertrag“; Politik 7. Januar

Das Thema Pkw-Maut bewegt die Gemüter des Volkes seit Jahren, allerdings ist hier eine stark differenzierte Betrachtungsweise angebracht. Generell begrüße ich die Einführung einer Pkw-Maut, da man durch dieses Instrument die fehlenden finanziellen Mittel für den Bau von sinnvollen Straßenbauprojekten bekommt. Der Bau von umweltverträglichen Lösungen wie zum Beispiel Tunnelmaßnahmen, wo es keine anderen Möglichkeiten gibt, kann somit vorangetrieben werden. Unser Nachbarland Österreich macht es uns bereits erfolgreich vor, wo selbst in kleinsten Ortschaften die für Mensch und Natur stets beste Lösung gebaut wird. Kategorisch abzulehnen ist jedoch eine reine Autobahnmaut in Deutschland! Die dadurch resultierenden Fehlentwicklungen, bedingt durch die Mautflüchtlinge, werden in der derzeitigen Diskussion zu wenig berücksichtigt. Für die bereits heute schon stark frequentierten Bundesstraßen im Ballungsraum München würde eine reine Autobahnmaut zu einer weiteren massiven Belastung von Anwohnern einer Bundesstraße führen. Auch mit Maut wird es noch viele Jahre dauern, bis alle Entlastungsprojekte abgearbeitet sind – aufgrund des hohen Investitionsstaus und der langjährigen Planungsphasen. Mein Appell: Maut ja, aber bitte dann auf allen Autobahnen und Bundesstraßen, andernfalls sollte man das Thema besser wieder in die Schublade legen! Die Negativeffekte einer reinen Autobahnmaut lassen sich im Übrigen auch in unserem vorbildlichen Nachbarland Österreich, zwischen Kufstein und dem Zillertal, beobachten. Also machen wir es doch bitte noch besser!
Andreas Scherer Kirchseeon

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