Monopol hebelt Marktwirtschaft aus

Claudia Möllers: „Bauern brauchen Hilfe“; Kommentar, und „Der Milchpreis stürzt unter 30 Cent“; Bayern 15. Juli

Vom BBV haben die Bauern in der Milchpolitik derzeit nichts zu erwarten Herr Felßner vom BBV sagt, Hauptschuldiger am Preisverfall der Milch ist der Lebensmitteleinzelhandel. Aldi und Co. sind Monopolgesellschaften, die durch billige Lebensmittelangebote noch mehr Marktmacht erlangen wollen. Es ist bekannt, dass Monopolmacht die Marktwirtschaft aushebelt. Der BBV hätte dieser Entwicklung schon längst entgegenwirken müssen. Die Solidarität gegenüber den Milchbauern muss vom BBV wieder hergestellt werden, auch sollte eine Verhandlungsorganisation gegründet werden, in der einheitlich und entschlossen mit den Molkereien Preisverhandlungen geführt werden. Zudem müssen variabel die Liefermenge von Milch der Vermarktung angepasst werden. Der BBV und der DBV waren im inneren her nie unglücklich" wenn die Milchpreise gefallen sind. Die Zielsetzung der Bauernverbände ist der Strukturwandel in der Landwirtschaft! Immer weniger und größere Milchviehbetriebe! Die neun Punkte, die vom Präsidium des Deutschen Bauernverbandes verabschiedet wurden, um den Milchmarkt wieder in Ordnung zu bringen, war bei den Verbandsfunktionären im vornherein klar, dass sie nichts bewirken. Aber bei den Bauern soll der Eindruck erweckt werden, dass sie ernsthaft an der Milchpreismisere arbeiten! Von der jetzigen Führungsriege des BBV haben die Bauern derzeit keine positive Entwicklung für die Zukunft zu erwarten. Der Milchstratege Herr Felßner sagte zum derzeitigen Milchpreisverfall: „Ich habe noch kein großes Jammern von den Milchbauern gehört.“ Sie jammern auch nicht mehr die Milchbauern, sondern sie wundern sich nur noch über die dilettantischen Aussagen und dem Verhalten ihres Verbandes! Ich hoffe, dass die Kreisobmänner und Kreisbäuerinnen in den Landkreisen ihrer Verantwortung gegenüber aller Bauern gerecht werden und den BBV wieder auf den Pfad der Tugend zurück zu führen. Die Milch muss von ihrer Wertigkeit und aus ethischen Gründen her einen gerechten Preis haben und darf nicht als Ramschprodukt zum Strukturwandel missbraucht werden. Ist der Bauernstand einmal zerstört, wird er nie mehr zurückkehren.

Anton Miller Dietramszell

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