Demontage der Institution Mutter

„Mehr Rechte für ledige Väter“; Politik 1. Februar

Systematische Demontage der Institution Mutter – seit vielen Jahren kann man beobachten, wie die Mutterrolle in unserer Gesellschaft Stück für Stück entwertet und demontiert wird. 2008 die unsägliche Neufassung des Unterhaltsrechtes, die Frauen nach einer Scheidung zwingt, notfalls auch mit Kleinkind(ern) einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen, dann die Debatte Kita versus Betreuungsgeld, deren Quintessenz lautet: Mütter sind nicht wirklich kompetent, ihre Kinder selbst zu erziehen, im Gegenteil: Für Kinder ist es besser, möglichst früh im Leben fremdbetreut zu werden, und eine besondere Qualifikation allein aufgrund der leiblichen Mutterschaft ist nicht gegeben. Mütter sind als billige, steuerzahlende Teilzeitkräfte besser aufgehoben, und wenn sie sich lang genug zerrissen haben zwischen Familie und Beruf, dann ist die Lebenserwartung nicht so hoch und die Zeit der Altersarmut folglich verkürzt, ein positiver Nebeneffekt! In letzter Konsequenz darf man einer Mutter auch nicht unstrittig das Sorgerecht für ihr(e) Kind(er) überlassen, wo kämen wir denn da hin! Nein, nun dürfen leibliche Väter, auch solche, die sich in der nervenaufreibenden frühkindlichen Phase in eleganter Zurückhaltung geübt und die Frau mit der Kindesbetreuung allein gelassen haben, jederzeit, wann immer sie Lust darauf verspüren, „ihr“Kind ganz für sich beanspruchen, sofern ein Richter (i.d.R. männlich) dies absegnet. Der Nachweis des Kindeswohls ist willkürlicher und subjektiver Manipulation unterworfen und hat auch bei der Betreuungsgeld-versus-Kita-Debatte keine Rolle gespielt. Das Kindeswohl interessiert letztlich kein Schwein, sonst gäbe es nicht so viele Fälle von Kindesmisshandlung und -missbrauch, übrigens meist durch Väter, viel seltener durch Mütter. Es wird höchste Zeit, dass Männer biotechnologisch endlich in die Lage versetzt werden, eine Schwangerschaft am (im)eigenen Leib zu erleben und, mittels Kaiserschnitt, eigene Kinder zu entbinden – völlig mutterlos! Oder alternativ das Retortenbaby aus dem Labor, das ist dann total frei und beziehungslos und kann beliebig geformt und designt werden. Schöne neue Welt!

Renata Bergfeld Peiting

Männer haben gerne viele Rechte und wenig Pflichten. Deshalb, liebe angehende ledige Mütter: Dein(e) Kind(er) sind das wichtigste Projekt in Deinem Leben und eine klare Linie in der Erziehung unbezahlbar. Also kein Wort zum Jugendamt oder sonst jemand über die Identität des Vaters. Die paar Euro, wenn Du sie überhaupt siehst, sind’s nicht wert.

Karoline Ruhdorfer Germering

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