Neuer Hass wird geschürt

„Ärger um AfD-Lob für Pegida“; Politik 9. Januar

Man kann für oder gegen Pegida sein, aber man sollte doch miteinander sprechen, einander zuhören und mit Argumenten zu überzeugen suchen. Leider ist die Berichterstattung in den Medien recht einseitig. Besonders im Fernsehen hört und sieht man nur Interviews und Stellungnahmen von Pegida-Gegnern. Kirchen, Verbände und fast alle Politiker sind sich einig: Pegida ist ein Sammelbecken von Rassisten, Ausländerfeinden, Neonazis, Rechtsradikalen, Kriminellen, Dummköpfen voller Vorurteile. So einfach macht man es sich. Ob es nicht auch auf der anderen Seite Vorurteile gibt? 18 000 Demonstranten in Dresden werden in einen Topf geschmissen und gleichsam ausgegrenzt. Die Gegendemonstranten wollen die demokratischen Werte des Grundgesetzes erhalten. Das ist ehrenwert, aber die Meinungs-, Rede- und Demonstrationsfreiheit gestehen sie nur sich selber zu. Selbst kleine Pegida-Gruppen werden eingekesselt, abgeblockt, ihre Redner niedergepfiffen und mundtot gemacht. Probleme werden so nicht gelöst, nur neue geschaffen, neuer Hass und weitere Radikalisierung. Gunnar Hölscher München

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